PANDION, Aktie

PANDION Aktie: Insolvenzserie erfasst weitere Töchter

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PANDION meldete 2025 einen Verlust von rund 69 Millionen Euro. Insolvenzanträge und die Suche nach Partnern prägen die Sanierung.

PANDION AG: Insolvenzen und Investorensuche
Eine moderne, unfertige Baustelle mit Baugerüsten und Kränen vor einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die PANDION AG befindet sich in einer Unternehmenskrise. Nach einer Serie von Insolvenzanträgen und dem Ausfall von Zinsverpflichtungen laufen Verhandlungen über strategische Sanierungsoptionen. Im gestrigen Handel verzeichnete das Wertpapier ein Minus von 1,5 Prozent auf einen Schlusskurs von 4,73 Euro.

Der Projektentwickler kämpft an mehreren Fronten um seine wirtschaftliche Existenz. Die anhaltenden Turbulenzen in der Immobilienbranche haben das Unternehmen getroffen, sodass die Sanierung unter hohem Zeitdruck steht.

Die wirtschaftlichen Verwerfungen traten bereits zur Jahresmitte offen zutage. Das Unternehmen korrigierte am 1. Juli das vorläufige Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2025 auf einen Verlust von rund 69 Millionen Euro.

Vor über einem Monat folgte die Ankündigung, eine fällige Zinszahlung auf die Unternehmensanleihe vorerst nicht fristgerecht leisten zu können. Dies bedeutete eine Zäsur, nachdem die Anleihegläubiger zuvor einer Verlängerung der Laufzeit fast einstimmig zugestimmt hatten.

Insolvenzanträge belasten das Projektportfolio

Vor über einem Monat stellte die Konzernmutter beim Insolvenzgericht Köln den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Das Verfahren soll die Sanierung in eigener Regie ermöglichen, doch die Schieflage erfasste auch die operative Ebene.

Ende August beantragten mehrere Projektgesellschaften die Eröffnung von Insolvenzverfahren bei den jeweils zuständigen Gerichten. Zudem ordnete das Amtsgericht Köln am 8. September die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Gesellschaft PANDION Prinzessinnenstraße GmbH & Co. KG an.

Vor gut einer Woche weitete sich die Krise weiter aus. Eine Portfolioüberprüfung führte zu Insolvenzanträgen bei den Tochtergesellschaften Pandion Asperg sowie Pandion Officehome Altenbergerstraße. Damit setzt sich die Kette von Verfahren im Projektbereich fort, während die Verantwortlichen versuchen, die noch tragfähigen Unternehmensteile zu identifizieren.

Investorensuche soll Sanierung ermöglichen

Um das Überleben der Gruppe zu sichern, läuft parallel die strukturierte Suche nach externen Partnern. Zur Prüfung strategischer Optionen wurde ein M&A-Prozess eingeleitet, dessen Vorbereitung der vorläufige Gläubigerausschuss vor rund zwei Wochen mit der Zustimmung zur Beauftragung eines M&A-Beraters freigab. Die Verhandlungen sollen Lösungen für einzelne Projekte oder den gesamten Verbund ermitteln.

Für Gläubiger und Anleger bleibt die Gesamtlage mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Ob ein Einstieg von Investoren gelingt oder ob weitere Tochtergesellschaften abgewickelt werden müssen, entscheidet über den Fortgang der Eigenverwaltung. Die kommenden Wochen dürften zeigen, welche Substanz überhaupt noch erhalten werden kann.

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