PANDION, Tochterfirmen

PANDION AG: Zwei Tochterfirmen beantragen Insolvenz

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 10:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei weitere Projektgesellschaften der PANDION AG beantragen Insolvenz; die 45-Millionen-Euro-Anleihe notierte zuletzt bei 4,75 Euro.

PANDION AG: Zwei weitere Projektgesellschaften beantragen Insolvenz
Eine Baustelle mit einem im Bau befindlichen modernen Wohngebäude unter bewölktem Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die Sanierungsbemühungen bei der PANDION AG bleiben von neuen Belastungen geprägt. Am Mittwoch führten interne Prüfungen innerhalb des Immobilienportfolios zu Insolvenzanträgen bei zwei weiteren Projektgesellschaften: der PANDION Asperg GmbH & Co.

KG sowie der PANDION OFFICEHOME Altenbergerstraße GmbH & Co. KG. Für die Gläubiger der mit einem Volumen von 45 Millionen Euro ausgestatteten Unternehmensanleihe verschärft der Schritt die Ungewissheit. Gestern schloss das Papier bei 4,75 Euro, was auf Wochensicht einem Minus von 4,7 Prozent entspricht.

Fortgesetzte Schieflage im Projektportfolio

Die Insolvenzanträge der beiden Tochtergesellschaften reihen sich in eine Serie juristischer Schritte ein. Medienberichten zufolge trat bei den betroffenen Einheiten infolge der bereits laufenden Verfahren eine angespannte Liquiditätssituation ein, die schließlich zur Zahlungsunfähigkeit führte.

Das Insolvenzgericht Köln hatte nach einem entsprechenden Antrag vor über einem Monat bereits für sechs Konzerngesellschaften – darunter die PANDION AG selbst – die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet und einen vorläufigen Gläubigerausschuss eingesetzt. Zudem hatten die Geschäftsführungen von elf Projektgesellschaften vor rund drei Wochen Insolvenzanträge bei den zuständigen Gerichten eingereicht.

M&A-Prozess soll Investorenlösung bringen

Um eine Perspektive für den Konzern zu schaffen, läuft parallel die Suche nach externen Partnern. Das Unternehmen leitete vor gut einer Woche einen M&A-Prozess zur Prüfung strategischer Optionen ein. Der vorläufige Gläubigerausschuss stimmte der Beauftragung eines M&A-Beraters zu, um den Verkauf oder Einstieg von Investoren voranzutreiben.

Die eingeleitete Restrukturierung folgt auf ein operativ schwieriges Geschäftsjahr. Für 2025 wies das Unternehmen ein vorläufiges negatives Ergebnis vor Ertragsteuern von rund 69 Millionen Euro aus. Noch im Dezember 2025 hatte das Management mit einem leicht positiven Ergebnis vor Steuern im einstelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet.

Erhebliche Unsicherheit für Anleihegläubiger

Besonders für die Inhaber der bis 2028 laufenden Anleihe steht viel auf dem Spiel. Im November 2025 hatten die Gläubiger einer Verlängerung der Laufzeit bis zum 5. August 2028 und einer Erhöhung des Zinssatzes auf 8 Prozent zugestimmt.

Anfang August 2026 teilte das Unternehmen jedoch mit, dass die am 5. August fällige Zinszahlung wegen einer unerwartet entstandenen Liquiditätslücke vorerst nicht geleistet werden könne. Ob und zu welchen Bedingungen das Fremdkapital bedient werden kann, hängt nun maßgeblich vom weiteren Verlauf des Eigenverwaltungsverfahrens und dem Ausgang der Investorengespräche ab.

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