PANDION, Insolvenzanträge

PANDION AG: Insolvenzanträge für Projektgesellschaften und Suche nach Investoren

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 10:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nach dem ausgebliebenen Anleihezins beantragten elf Projektgesellschaften Insolvenz, zwei weitere Anträge sind kurzfristig vorgesehen; ein M&A-Berater prüft strategische Optionen.

PANDION AG: Insolvenzanträge und Investorensuche
Eine unfertige Baustelle eines modernen Wohnkomplexes unter einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die Restrukturierung bei der PANDION AG betrifft die gesamte Unternehmensgruppe. Auf Ebene der operativen Projektgesellschaften nimmt die Zahl der Insolvenzanträge zu, parallel laufen Vorbereitungen für eine übergeordnete Investorenlösung.

Für Gläubiger der Unternehmensanleihe steht ein Verfahren an, bei dem die Zukunft insolventer und solventer Unternehmensteile geklärt werden soll.

Zinsausfall am 5. August

Am 5. August war die Zinszahlung für die Unternehmensanleihe 2021/2028 fällig. Das Unternehmen kündigte am 3. August an, diesen Kupon vorerst nicht fristgerecht zu leisten. Als Ursache nannte die Gesellschaft eine unerwartet entstandene Liquiditätslücke. Zuvor hatte ein finanzierender Partner einen Finanzierungsbaustein zurückgezogen.

Insolvenzanträge für Projektgesellschaften

Am 27. August stellte die PANDION AG Insolvenzanträge für elf Projektgesellschaften. Betroffen waren unter anderem Standorte in Stuttgart sowie Gesellschaften wie die SIEBENGEBIRGE Projektgesellschaft mbH & Co. KG. Auch Vorhaben wie die PANDION Franziskanerkloster GmbH & Co. KG oder die PANDION Ehrenveedel GmbH & Co. KG zählten dazu.

Am vergangenen Mittwoch folgte die Ausweitung der Insolvenzanträge auf zwei weitere Gesellschaften: die PANDION Asperg GmbH & Co. KG sowie die PANDION OFFICEHOME Altenbergerstraße GmbH & Co. KG. Die entsprechenden Anträge sollen kurzfristig bei den zuständigen Gerichten eingereicht werden.

M&A-Berater beauftragt

Vor rund zwei Wochen stimmte der vorläufige Gläubigerausschuss der Beauftragung eines M&A-Beraters zu. Das Mandat umfasst die Prüfung strategischer Optionen für insolvente wie auch nicht insolvente Gesellschaften der Gruppe. Ziel ist die Ansprache potenzieller strategischer Partner und Finanzinvestoren.

Kursentwicklung

Zum Handelsschluss am Freitag notierte das Papier bei 4,70 Euro, was einem Tagesverlust von 1,1 Prozent entspricht. Auf Sicht von sieben Tagen verbucht der Wert ein Minus von 5,7 Prozent.

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