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Paladin Energy Aktie: Erzminderung bremst

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 13:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Feineres Erz senkte Paladins Ausbeute und Produktion; JPMorgan stufte die Aktie dennoch höher ein und reduzierte das Kursziel.

Paladin Energy: Niedrigere Uranförderung belastet Umsatz und Aktie
Industrielle Uranmine in einer weitläufigen Landschaft bei Dämmerung mit atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Starke Uranpreise, schwache Mengen: Paladin hat im September-Quartal deutlich weniger Uran produziert und verkauft als erwartet. Der Umsatz verfehlte die Analystenschätzungen um gut ein Viertel. Die Aktie gab zeitweise rund 7 bis 8 Prozent nach und notiert nahe ihrem Jahrestief.

Feines Erz drückt Ausbeute

Der Umsatz lag bei 79,7 Millionen Dollar, erwartet worden waren 107 Millionen. Am Preis lag es nicht: Der realisierte Verkaufspreis stieg auf 79,40 Dollar je Pfund, nach 70,60 Dollar im Vorquartal. Verantwortlich waren steigende Spotpreise und ein höherer Anteil marktbezogener Verträge.

Das Problem liegt in Namibia. In den oberen Bänken der J-Grube in Langer Heinrich ist das Erz feiner und stärker verwittert. Die Aufbereitung kommt damit schlechter zurecht, die Ausbeute fiel auf 85 Prozent nach 90 Prozent. Die Produktion sank auf 1,0 Millionen Pfund. Hinzu kam ein einwöchiger Stillstand im Juli.

Die Stückkosten stiegen auf 61,60 Dollar je Pfund und liegen damit weit über der Jahresprognose von 44 bis 48 Dollar. Das Management führt das fast ausschließlich auf die geringere Menge zurück. Die Kassenlage bleibt solide: 209 Millionen Dollar an liquiden Mitteln, dazu eine ungenutzte Kreditlinie von 70 Millionen Dollar.

Zweite Jahreshälfte soll es richten

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 bleibt unverändert: 5,1 bis 5,6 Millionen Pfund Produktion. Der Vorstand erwartet, dass der Abbau tiefer in kompakteres Gestein im Süden vordringt.

Die Erzgehalte sollen von 486 auf über 500 ppm steigen, die Ausbeute wieder Richtung 90 Prozent klettern. Größere Stillstände sind im zweiten Halbjahr nicht geplant. Ein kürzerer Stopp für den Austausch des Trockenofens ist für die zweite Novemberhälfte angesetzt.

Beim Kanada-Projekt Patterson Lake South verschiebt sich der Zeitplan. Die Machbarkeitsstudie soll Ende 2026 fertig sein, aktualisierte Kapitalkosten folgen etwa im März 2027. Die Anhörungen zur Baulizenz sollen Ende 2027 abgeschlossen sein, die Investitionsentscheidung dürfte dann Ende 2027 oder Anfang 2028 fallen.

Die erste Produktion 2031 hält das Management weiter für möglich. Neu sind eine Vereinbarung mit der Birch Narrows Dene Nation und ein Verwaltungsprotokoll mit der Atomaufsicht CNSC.

JPMorgan wird trotzdem positiver

Überraschend: JPMorgan hob die Aktie von "Neutral" auf "Overweight". Das Kursziel sinkt allerdings von 9,30 auf 9,00 australische Dollar. Die Bank begründet das Upgrade mit der Bewertung. Die Aktie handelt demnach mit etwa dem 0,95-Fachen des Nettobarwerts.

Die Analysten rechnen weiter mit zwölf Monaten Verzögerung bei der ersten Produktion und 30 Prozent höheren Investitionskosten. Dennoch sehen sie Paladin als stärker hebelbar an Uranpreisänderungen.

Der nächste Prüfstein ist das Dezemberquartal. Bessere Gehalte und Ausbeuten sollen dann sichtbar werden, parallel läuft die Studie für Patterson Lake South auf ihr Ende zu.

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