Orvana Minerals Aktie: Kommerzieller Hochlauf bis September 2026
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 04:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Orvana Minerals hat den Übergang von der technischen Inbetriebnahme zum kommerziellen Produktionshochlauf in Bolivien eingeleitet. Nach der Bewältigung logistischer Schwierigkeiten im Frühsommer konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Stabilisierung seiner neuen Anlagen für Kupfer und Edelmetalle. Ziel ist es, bis September 2026 eine kontinuierliche kommerzielle Förderung zu gewährleisten und die operativen Kapazitäten voll auszuschöpfen.
Operativer Meilenstein beim Don Mario Projekt
Wie Orvana Minerals am 13. August mitteilte, wurden die Arbeiten an den zentralen Anlagenkomponenten des Don Mario Oxides Stockpile Projekts erfolgreich abgeschlossen. Die Inbetriebnahme umfasst die gesamte Kette der Erzaufbereitung, bestehend aus Brechanlagen, Mahlwerken, Eindickern sowie der Säurelaugung und Filtration.
Besonders bedeutsam für die künftige Wertschöpfung ist die Fertigstellung des Kupferkathoden-Kreislaufs (SX-EW) und des modernisierten Gold-Silber-Dore-Kreislaufs, der auf Zyanidlaugung und einem ADR-Verfahren basiert.
Bereits im Juli konnte die Produktion von Kupfer-PLS sowie Gold-Silber-Konzentrat etabliert werden. Die Aktivitäten zum Kapazitätsausbau verliefen Mitte August nach Unternehmensangaben planmäßig, nachdem logistische Hürden in den Monaten Mai und Juni den Zeitplan zunächst belastet hatten.
Der weitere Verlauf des Hochlaufs und das Erreichen der Zielmarken hängen nun primär von der operativen Stabilität und den Rahmenbedingungen an den Rohstoffmärkten ab.
Umsatzentwicklung und internationale Projekte
In finanzieller Hinsicht meldete das Unternehmen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 30. Juni endete, einen Umsatz von 45,7 Millionen US-Dollar. Diese Erlöse bilden das Fundament für die laufenden Expansionspläne an den verschiedenen Standorten des Konzerns.
Parallel zu den Fortschritten in Bolivien lieferte der Standort Orovalle in Spanien einen stabilen Produktionsbeitrag. Medienberichten zufolge wurden dort im dritten Geschäftsquartal insgesamt 10.833 Unzen Goldäquivalent gefördert. Dies unterstreicht die Bedeutung der europäischen Aktivitäten für das Gesamtportfolio des Unternehmens, während die neuen Projekte in Südamerika hochgefahren werden.
Explorationserfolge in Argentinien
Auch bei den Explorationsaktivitäten verzeichnet Orvana Minerals Fortschritte. Beim Taguas-Projekt in Argentinien wurde eine Tiefbohrkampagne mit einer Gesamtlänge von 2.173,7 Metern abgeschlossen. Medienberichten zufolge konnte zudem die strategische Position vor Ort durch die Hinzunahme des Evelina-Grundstücks gestärkt werden.
Durch diese Erweiterung vergrößerte sich die gesamte Explorationsfläche des Projekts signifikant von zuvor 3.274 auf nun 7.289 Hektar. Die Ausweitung des Areals ermöglicht eine systematischere Untersuchung der geologischen Strukturen und bildet die Basis für künftige Ressourcenbestimmungen in dieser Region.
Mit dem Fokus auf den Produktionsstart in Bolivien und der gleichzeitigen Flächenausweitung in Argentinien positioniert sich das Unternehmen für eine breiter aufgestellte Rohstoffbasis.
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