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Oracle Aktie: ShinyHunters greift PeopleSoft erneut an

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 08:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google meldet neue Angriffe auf PeopleSoft; zugleich belasten Verzögerungsrisiken bei KI-Projekten und ein Kursrückgang Oracle.

Moderner Rechenzentrums-Serverraum mit langen Reihen beleuchteter Serverschränke
Oracle Corporation US68389X1054 zeigt einen modernen, realistisch fotografierten Rechenzentrums-Serverraum mit beleuchteten Serverschränken und Kabeln Illustration mit AI erstellt.

Die Softwaresparte von Oracle sieht sich mit erneuten Cyberangriffen konfrontiert. Wie die Cybersicherheitsabteilung von Google am Samstag mitteilte, hat die Hackergruppe ShinyHunters die massenhafte Ausnutzung einer Sicherheitslücke in Oracles PeopleSoft-Software wieder aufgenommen.

Bereits im Sommer war es zu Angriffswellen auf die weit verbreitete Unternehmenssoftware gekommen. Die neuerlichen Vorfälle treffen den Technologiekonzern in einer ohnehin anspruchsvollen Phase.

Schwachstelle in PeopleSoft im Visier

Die erneuten Attacken auf PeopleSoft zielen auf eine bekannte Schwachstelle ab, die Angreifern Zugriff auf sensible Unternehmensdaten ermöglichen kann. Dass die Gruppe ShinyHunters ihre Aktivitäten nach den Vorfällen im Sommer nun intensiviert, erhöht den Handlungsdruck auf Oracle und dessen Firmenkunden.

PeopleSoft bildet in zahlreichen Großunternehmen das Rückgrat für Personalverwaltung und Finanzprozesse. Sicherheitsvorfälle in diesem Bereich gelten daher als besonders kritisch für den laufenden Geschäftsbetrieb der Anwender.

Spannungen bei Großprojekten im Hintergrund

Die Meldung über die Sicherheitslücke trifft auf ein ohnehin sensibles Marktumfeld für den Softwarekonzern. Neben den operativen Herausforderungen in der Softwaresparte stehen milliardenschwere Infrastrukturvorhaben im Fokus. Nach Berichten der Financial Times gerieten Kredite im Umfang von rund 18 Milliarden $ unter Druck, die an ein von Oracle gemietetes Rechenzentrum in New Mexico gekoppelt sind, da sich dort lokaler Widerstand formiert hatte.

Zudem wirken Entwicklungen rund um das Rechenzentrumsprojekt „Project Jupiter“, das die Infrastruktur für OpenAI bereitstellen soll, nach. Berichten von Reuters zufolge droht dem Vorhaben eine einjährige Verzögerung, nachdem es zu Problemen bei der Stromversorgung für den Standort kam.

Oracle selbst betonte zwar, dass das Projekt weiterhin im geplanten Zeitplan liege, doch die Diskussionen um mögliche Zahlungsaufschübe gegenüber dem Projektpartner Blue Owl hatten zuletzt Unruhe in die Finanzierung von KI-Infrastruktur gebracht.

Druck auf die Aktie hält an

An den Finanzmärkten schlugen sich die operativen Hürden und die Verzögerungsrisiken zuletzt spürbar nieder. Im europäischen Handel verlor die Aktie am Freitag 1,9 Prozent und ging bei 120,26 Euro aus dem Handel.

Die Kombination aus Verzögerungssorgen bei zukunftsweisenden KI-Bauprojekten und den erneuten Sicherheitswarnungen im klassischen Softwaregeschäft dämpft derzeit das Vertrauen der Anleger in eine rasche Stabilisierung.

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