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Oracle Aktie: NetApp-Speicherdienst auf Cloud-Plattform

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 12:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Oracle erweitert sein Cloud-Angebot mit NetApp, während starke Quartalsumsätze auf Projektverzögerungen und gesenkte Kursziele treffen.

Moderner Rechenzentrums-Serverraum mit langen Reihen beleuchteter Serverschränke
Oracle Corporation US68389X1054 zeigt einen modernen, realistisch fotografierten Rechenzentrums-Serverraum mit beleuchteten Serverschränken und Kabeln Illustration mit AI erstellt.

Oracle baut das Angebot für Unternehmenskunden in der Cloud weiter aus. Gemeinsam mit NetApp kündigte der Softwarekonzern gestern einen vollständig verwalteten Speicherdienst an, der Unternehmensspeicher von NetApp nativ auf der Oracle Cloud Infrastructure bereitstellt. Das neue Angebot soll innerhalb der kommenden zwölf Monate allgemein verfügbar sein.

Mit diesem Schritt vertieft der Konzern seine Infrastruktur-Strategie. Hochleistungsfähige Speicherlösungen gelten bei Großkunden als wichtige Voraussetzung, um rechenintensive Arbeitslasten in Rechenzentren zu verlagern. Im laufenden Handel notiert die Oracle-Aktie bei 122,26 Euro, was einem leichten Tagesplus von 0,5 Prozent entspricht.

Kräftiges Cloud-Wachstum trifft auf Projektverzögerungen

Der Ausbau des Cloud-Angebots folgt auf ein dynamisches Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2027. Im ersten Quartal steigerte Oracle die gesamten Cloud-Umsätze währungsbereinigt um 61 Prozent auf 11,6 Milliarden $. Das Segment Cloud-Infrastruktur legte währungsbereinigt sogar um 120 Prozent auf 7,4 Milliarden $ zu. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen beliefen sich zum Quartalsende auf 664 Milliarden $.

Zugleich sieht sich der Softwarekonzern mit Verzögerungen beim Ausbau physischer Kapazitäten konfrontiert. Vor gut einer Woche berief sich Oracle auf höhere Gewalt und schickte eine entsprechende Mitteilung an eine Einheit von Blue Owl Capital, den Entwickler des Rechenzentrums-Vorhabens „Project Jupiter“ in New Mexico. Oracle versucht damit, Zahlungsverpflichtungen aufzuschieben, falls der Standort nicht wie geplant im Jahr 2028 betriebsbereit sein sollte.

Angehobene Jahresziele und vorsichtige Analysten

Für das gesamte Geschäftsjahr 2027 rechnet das Management mit einem Gesamtumsatz von mindestens 90 Milliarden $ und hob die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie auf 8,10 $ an. Zudem beschloss das Führungsgremium eine Quartalsdividende von 0,50 $ je Aktie, die am 23. Oktober 2026 zur Auszahlung ansteht.

An der Börse überwog zuletzt dennoch Zurückhaltung: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 26 Prozent. Auch Analysten passten ihre Bewertungen im September leicht nach unten an. BMO Capital Markets senkte das Kursziel am 11. September von 220,00 $ auf 195,00 $, stufte den Titel aber mit „outperform“ ein. Freedom Broker reduzierte das Ziel am 17. September von 210,00 $ auf 205,00 $.

Neben dem operativen Geschäft sorgten Transaktionen in der Chefetage für Bewegung: Co-Gründer Lawrence Ellison, der auch als Chief Technology Officer fungiert, verwarf seinen Verkaufsplan für Aktien.

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