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Oracle Aktie: Höhere-Gewalt-Klausel gegen Stack Infrastructure

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 18:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Oracle beruft sich auf höhere Gewalt, hält am Zeitplan fest und erweitert zugleich die Verfügbarkeit seiner KI-Datenbankdienste.

Moderner Rechenzentrums-Serverraum mit langen Reihen beleuchteter Serverschränke
Oracle Corporation US68389X1054 zeigt einen modernen, realistisch fotografierten Rechenzentrums-Serverraum mit beleuchteten Serverschränken und Kabeln Illustration mit AI erstellt.

Am Donnerstag sorgten Berichte über rechtliche Schritte des Softwarekonzerns für Unruhe unter den Anlegern. Oracle machte gegenüber dem Entwickler Stack Infrastructure, einer Tochtergesellschaft von Blue Owl Capital, eine Klausel über höhere Gewalt geltend.

Ziel dieser Mitteilung ist es, Zahlungsverpflichtungen aufzuschieben, sollte der für das Jahr 2028 geplante Eröffnungstermin des Rechenzentrums-Campus im US-Bundesstaat New Mexico verfehlt werden. Am Freitag reagierte der Markt mit Verkäufen: Die Oracle-Aktie verlor 1,9 Prozent auf 120,26 Euro.

Widersprüchliche Aussagen zum Zeitplan

Laut einem Bericht von Bloomberg versucht der Konzern, sich mit dem Schritt gegen Risiken bei der Projektrealisierung abzusichern. Das Vorhaben hatte an den Finanzmärkten zuletzt Fragen hinsichtlich der termingerechten Bereitstellung aufgeworfen. Von Blue Owl Capital hieß es, die Mitteilung ändere nichts an den bestehenden finanziellen Vereinbarungen.

Oracle selbst trat Zweifeln am Fortgang des Bauvorhabens entgegen. Michael Egbert, ein Sprecher des Konzerns, betonte, das Vorhaben liege weiterhin im geplanten Zeitplan. Zudem sei das Unternehmen dem Standort New Mexico uneingeschränkt verpflichtet und blicke zuversichtlich auf den weiteren Weg.

Cloud-Geschäft setzt auf breitere Verfügbarkeit

Abseits der Auseinandersetzung um das Rechenzentrum treibt der Konzern den Ausbau seiner KI- und Cloud-Anwendungen voran. Am Freitag kündigte Oracle eine erweiterte regionale Verfügbarkeit für seine KI-Datenbankdienste über die Plattformen von Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud an.

Bereits am Mittwoch und Donnerstag hatte das Unternehmen Neuerungen im Gesundheitssektor vorgestellt, darunter automatisierte Abrechnungslösungen und ein System für onkologische Patientenakten. Diese Initiativen sollen das Softwaregeschäft stärken, das bereits bei der Vorlage der Quartalszahlen vor rund zwei Wochen im Fokus gestanden hatte.

Skepsis an den Märkten überwiegt

Trotz der kontinuierlichen Produktankündigungen lasten die Ungewissheiten rund um die physische Infrastruktur auf der Bewertung. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 28 Prozent.

Marktteilnehmer fordern angesichts des immensen Investitionsbedarfs in der Branche klare Belege dafür, dass geplante Kapazitäten verlässlich ans Netz gehen können. Solange die Differenzen über die Vertragsbedingungen in New Mexico nicht beigelegt sind, dürften die Bedenken hinsichtlich der operativen Umsetzung die Stimmung prägen.

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