Oracle Aktie: Auftragsbestand knackt 664 Milliarden
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 12:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Oracle hat geliefert – und zwar deutlich mehr, als der Markt eingepreist hatte. Die Aktie legte nachbörslich rund 4,3 Prozent zu, nachdem der Softwarekonzern seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vorgelegt und gleichzeitig die Jahresprognose angehoben hatte.
Der eigentliche Treiber sitzt im Cloud-Geschäft. Die Umsätze mit Cloud-Infrastruktur, also vor allem den Rechenzentren für KI-Anwendungen, haben sich auf 7,4 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Damit übertraf Oracle die Analystenschätzungen klar.
Rekord-Auftragsbestand als Vertrauenssignal
Noch aussagekräftiger als der Quartalsumsatz dürfte für viele Investoren der Blick in die Zukunft sein. Oracle verbuchte im Quartal zusätzliche KI-Cloud-Verträge im Wert von über 30 Milliarden Dollar. Der gesamte Auftragsbestand kletterte damit auf 664 Milliarden Dollar – ein Rekordwert und ebenfalls oberhalb der Analystenerwartungen.
Für die Anleger war das zuletzt eine der zentralen Sorgen: Oracle pumpt gewaltige Summen in den Ausbau seiner Rechenzentren, ohne dass bislang klar war, ob und wann sich diese Investitionen wirklich auszahlen.
Das Unternehmen hielt an seinem Ausgabenziel von 90 bis 95 Milliarden Dollar fest, meldete für das Quartal aber einen geringeren Cash-Abfluss als befürchtet. Das nährt die Hoffnung, dass die schweren KI-Investitionen allmählich Rendite abwerfen, ohne die Bilanz zu überfordern.
Parallel dazu hob Oracle die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2027 an, von 8,05 auf 8,10 Dollar je Aktie. Eine kleine Korrektur nach oben, aber in Kombination mit dem Auftragsbestand ein Signal, dass das Management der eigenen Wachstumsstory selbst vertraut.
Ein Jahr voller Zweifel
Der Kursrutsch der vergangenen Monate lässt sich damit besser einordnen. Die Aktie hatte im bisherigen Jahresverlauf 2026 zeitweise mehr als 20 Prozent verloren, weil Investoren die hohen KI-Ausgaben zunehmend kritisch beäugten. Die aktuellen Zahlen dürften zumindest einen Teil dieser Zweifel zerstreuen.
Operativ zeigt sich Oracle derweil auch abseits der Bilanz aktiv: Auf der Rundfunk- und Medienmesse IBC 2026 in Amsterdam, die vom 11. bis 14. September läuft, präsentiert der Konzern gemeinsam mit dem Streaming-Infrastrukturanbieter Netskrt eine Technologie für latenzarme Live-Übertragungen auf Basis des Standards Media Over QUIC. Für das Kerngeschäft ist das ein Nebenschauplatz, zeigt aber, wie breit Oracle seine Cloud-Infrastruktur inzwischen vermarktet.
Die Konsumentenpreisdaten für August, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden, dürften kurzfristig für die Richtung an den US-Börsen wichtiger sein als Einzelwerte. Für Oracle selbst hat der Zahlensatz vom Donnerstagabend aber ein Argument geliefert, das dem Kurs über den Handelstag hinaus Rückenwind geben könnte: ein Auftragsbestand, der weit in die kommenden Jahre reicht.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 11. September liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
