Opendoor Aktie: Breakeven verzögert sich um 6-8 Wochen
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 03:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Immobiliendienstleister Opendoor Technologies kämpft mit anhaltendem Gegenwind im operativen Geschäft. Wie CEO Nejatian mitteilte, verzögert sich das Erreichen der Gewinnschwelle beim bereinigten Nettoergebnis um sechs bis acht Wochen. An der Börse bleibt der Druck auf den Titel daher hoch. Mit einem Schlusskurs von 2,23 Euro am Freitag notiert das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 2,20 Euro.
Die Verzögerung beim Breakeven trifft auf ein ohnehin zurückhaltendes Marktumfeld. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 55 Prozent.
Rote Zahlen im zweiten Quartal
Im zweiten Quartal 2026 verfehlte Opendoor die Erwartungen des Marktes. Das Unternehmen wies einen Verlust von 0,17 US-Dollar je Aktie aus, während Analysten im Schnitt lediglich mit einem Minus von 0,08 US-Dollar gerechnet hatten. Der Quartalsumsatz blieb mit 883 Millionen US-Dollar ebenfalls hinter den Konsensschätzungen von rund 902,6 Millionen US-Dollar zurück.
Die Einstufung des Analysehauses Citizens verbleibt unterdessen auf Market Perform.
Zur Sicherung der Liquidität hatte das Unternehmen zuvor Wandelanleihen im Volumen von 650 Millionen US-Dollar mit Fälligkeit im August 2030 platziert. Auf Führungsebene meldete CFO Christina Schwartz am Dienstag zudem meldepflichtige Transaktionen im Rahmen einer Optionsausübung.
Steigende Hypothekenzinsen bremsen Nachfrage
Erschwert wird der Turnaround durch das makroökonomische Umfeld in den USA. Die Zinsen für 30-jährige Festhypotheken stiegen laut der Baufinanzierungsagentur Freddie Mac zuletzt auf 6,95 Prozent. Dies dämpft die Nachfrage privater Käufer spürbar.
Auch große US-Hausbauer wie Lennar spüren die Abkühlung im Immobiliensektor deutlich. Das Unternehmen musste zuletzt seine Auslieferungsprognose für das Gesamtjahr kappen und deutliche Margenrückgänge hinnehmen. Die US-Notenbank Federal Reserve hatte am Mittwoch zudem ihren Leitzins um 25 Basispunkte angehoben, was die Finanzierungsbedingungen am Immobilienmarkt zusätzlich verschärft.
Gleichzeitig verzeichnet Opendoor bei der Akquise von Objekten ein anziehendes Tempo. Das Unternehmen wickelte zuletzt nach eigenen Angaben über 700 Verträge innerhalb einer einzigen Woche ab. Um die Profitabilität nachhaltig zu sichern, muss der Konzern diese Volumina jedoch in einem anhaltend schwierigen Zinsumfeld mit stabilen Margen weiterveräußern.
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