Oneok, Aktie

Oneok Aktie: RBC hebt Kursziel auf 96 Dollar

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Analysten prognostizieren für das dritte Quartal 36,3 Prozent mehr Umsatz, aber einen um 2 Prozent niedrigeren Gewinn je Aktie.
ONEOK Inc. (ISIN US6826801036) Pop-Art-Comic-Illustration einer Gaspipeline und Pumpstation in kräftigen Farben Illustration mit AI erstellt.

Oneok steht vor einem Quartalsbericht mit unterschiedlichen Signalen: Analysten erwarten kräftiges Umsatzwachstum, aber einen leicht rückläufigen Gewinn je Aktie. Am 27. Oktober nach Börsenschluss will das Unternehmen seine Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Entscheidend wird damit nicht allein das Wachstum, sondern dessen Wirkung auf die Ertragskraft.

Umsatzwachstum trifft auf niedrigere Gewinnschätzungen

Der von Zacks erfasste Konsens liegt bei einem Gewinn von 1,46 US-Dollar je Aktie und einem Umsatz von 11,77 Milliarden US-Dollar. Beim Umsatz entspricht das einem erwarteten Zuwachs von 36,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Die Umsatzprognose allein liefert damit noch kein vollständiges Bild. Während Analysten deutlich höhere Erlöse erwarten, rechnen sie beim Ergebnis je Aktie nicht mit einer entsprechenden Verbesserung. Für Anleger rückt deshalb die Frage in den Mittelpunkt, wie sich höhere Transportmengen und zusätzliche Kapazitäten im Ergebnis niederschlagen.

Der erwartete Gewinn je Aktie liegt um 2 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Zudem sank die Konsensschätzung innerhalb der vergangenen 30 Tage um 2,3 Prozent.

Die Abwärtskorrekturen zeigen eine vorsichtigere Erwartungshaltung vor der Veröffentlichung. Gleichzeitig hält Zacks eine erneute positive Ergebnisüberraschung für möglich. Oneok hat den dort erfassten Gewinnkonsens in den vergangenen vier Quartalen jeweils übertroffen. Das ist allerdings keine Garantie für den nächsten Bericht.

Transportmengen und Tarife als Ergebnistreiber

Als mögliche Stützen nennt Zacks saisonal höhere Transportvolumen, die seit Juli geltenden FERC-Tarifanpassungen und die Erweiterung der Denver-Pipeline. Hinzu kommen zusätzliche Verarbeitungskapazitäten im Delaware-Becken von 110 Millionen Kubikfuß pro Tag.

Diese Faktoren betreffen unterschiedliche operative Hebel: mehr transportierte Mengen, angepasste Tarife und zusätzliche Verarbeitung. Ob sie die vorsichtigeren Gewinnerwartungen übertreffen helfen, muss der Quartalsbericht zeigen.

Auch die Segmentprognosen ergeben kein einheitliches Bild. Analysten erwarten beim bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Erdgas-Pipelinegeschäft einen Anstieg. Im Geschäft mit Flüssiggasbestandteilen rechnen sie dagegen mit einem Rückgang. Ein breiter Ergebnisanstieg über sämtliche Bereiche ist damit nicht die Konsenserwartung.

RBC sieht längerfristiges Wachstumspotenzial

Über den bevorstehenden Bericht hinaus beurteilt RBC die Perspektiven konstruktiv. Das Analysehaus bezeichnete Oneok am Mittwoch als gut positioniert, das bereinigte operative Ergebnis in den kommenden Jahren zu steigern.

Für 2027 modelliert RBC ein bereinigtes EBITDA von 9,25 Milliarden US-Dollar. Das Kursziel erhöhte das Haus auf 96 US-Dollar. Die Einstufung „Sector Perform“ blieb unverändert.

RBC verbindet damit Wachstumserwartungen mit einer weiterhin neutralen Bewertung der Aktie. Der nächste konkrete Prüfstein bleibt der Quartalsbericht: Er wird zeigen, ob die erwarteten operativen Impulse bereits ausreichen, um die zuletzt gesenkten Gewinnschätzungen zu übertreffen.

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