Onemednet Aktie: Führungsriege verkauft
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 20:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei Top-Manager von OneMedNet haben im September Aktien abgegeben. Der Hintergrund ist nüchtern: Es geht um Steuern, nicht um einen Vertrauensentzug. Der Kurs steht trotzdem unter Druck.
Verkäufe zur Deckung von Steuerpflichten
Finanzvorstand Robert Golden verkaufte zwischen dem 14. und 21. September insgesamt 8.500 Aktien zu Preisen von 6,30 bis 6,63 Dollar. Das Volumen lag bei 55.290 Dollar. Nach den Transaktionen hält er direkt 91.291 Aktien.
Auch Vorstandschef Aaron Green trennte sich von Papieren. Am 22. September gab er 5.000 Aktien zu 7,392 Dollar ab, zwei Tage später weitere 1.667 Stück zu 6,48 Dollar. Zusammen kamen knapp 47.800 Dollar zusammen. Green besitzt weiterhin 247.971 Aktien.
Beide Verkäufe dienten laut den Meldungen dazu, Steuerschulden aus dem Vesting von Restricted Stock Units (RSUs) zu begleichen. Solche Verkäufe gelten als Routine, weil Mitarbeiter und Manager bei der Zuteilung Steuern zahlen müssen, aber nicht automatisch über Bargeld verfügen.
Neue Aktienzuteilungen laufen weiter
Beide Manager erhielten im Juli neue RSU-Pakete. Golden bekam 35.000 Einheiten, Green 65.000. Bei beiden wird ein Drittel zum 1. Januar 2027 fällig, der Rest folgt in gleichen Quartalsraten über 24 Monate, sofern sie im Amt bleiben. Goldens früheres Paket über 10.000 RSUs vom 1. Januar 2026 reift am 31. Dezember 2026 vollständig.
Alle Angaben berücksichtigen den Reverse Split im Verhältnis 1 zu 10, der am 29. September wirksam wurde. Die Verkaufspreise sind also bereits umgerechnet.
Aktie deutlich unter Druck
Der Kurs schloss zuletzt bei 4,30 Dollar. Das war ein Tagesminus von rund 10,8 Prozent, in der vergangenen Woche summierte sich der Rückgang auf etwa 20 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 61 Prozent zu Buche, binnen zwölf Monaten sind es 86 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 42,20 Dollar.
Die Manager verkauften damit zu deutlich höheren Kursen als dem aktuellen. Kein Wunder, dass die Meldungen in einem schwachen Umfeld Aufmerksamkeit erhalten. Ein Reverse Split ändert zudem nichts am Unternehmenswert und löst die Ursachen der Schwäche nicht.
Der nächste feste Termin für die Insider ist der 31. Dezember 2026, wenn Goldens erstes RSU-Paket vollständig reift. Weitere steuerbedingte Verkäufe sind dann möglich.
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