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Onco-Innovations Aktie: ONC010-Studie erlaubt Präklinik-Fortsetzung

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 07:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Zuschuss deckt bis zu 25 Prozent des SynoGraph-Budgets; zugleich belasteten Forschungsausgaben das erste Quartal.

Onco-Innovations erhält Förderung für SynoGraph und begleicht Schulden
Ein Forscher arbeitet in einem modernen Labor an einer wissenschaftlichen Studie. Illustration mit AI erstellt.

Für die Weiterentwicklung seiner Onkologieplattform SynoGraph setzt Onco-Innovations auf finanzielle Unterstützung aus einem Forschungsprogramm. Das Biotech-Unternehmen versucht auf diesem Weg, einen Teil der anfallenden Entwicklungsausgaben ohne unmittelbare Belastung der eigenen Kassen zu finanzieren.

Zuschuss für die Plattform SynoGraph

Am Dienstag sicherte sich das Unternehmen als Hauptantragsteller eine Förderzusage aus dem Digital Health Innovation Fund des Terry Fox Research Institute. Die erstattungsbasierte Finanzierung deckt bis zu 25 % eines veranschlagten Gesamtbudgets von 3,5 Millionen $ ab.

Das Projekt wird nicht im Alleingang umgesetzt. Onco-Innovations kooperiert dabei mit den Partnern Redwood AI, dem Michael Smith Genome Sciences Centre sowie dem Centre de recherche du CHU de Québec-Université Laval. Gemeinsam soll die Plattform für den onkologischen Einsatz vorangetrieben werden.

Präklinische Entwicklung von ONC010

Neben der Softwareplattform arbeitet das Unternehmen an pharmazeutischen Entwicklungskandidaten. Vor rund zwei Wochen meldete Onco-Innovations Zwischenergebnisse einer Lebermikrosomen-Studie für A83B4C63, den Wirkstoff des Kandidaten ONC010.

Die Untersuchung zeigte eine Verstoffwechslung in Systemen von Mensch, Ratte und Hund, die überwiegend über Stoffwechselwege von Cytochrom-P450-Enzymen erfolgte. Obwohl sich dabei Unterschiede in den Abbauraten zwischen den Spezies zeigten, stehen die Resultate einer Fortsetzung der präklinischen Entwicklung nach Unternehmensangaben nicht im Weg. Geplant ist nun eine weitergehende Charakterisierung der Metaboliten.

Ausgaben belasten die Quartalsbilanz

Die laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte schlagen sich unterdessen in den Finanzergebnissen nieder. Am 15. September legte Onco-Innovations die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor, das den Dreimonatszeitraum bis zum 31. Juli 2026 umfasst.

Die Ausweitung des Fehlbetrags unterstreicht den anhaltenden Kapitalbedarf für Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, präklinische Programme und Plattformprojekte parallel zu finanzieren, während die laufenden Aufwendungen das Ergebnis belasten.

Um bestehende Verbindlichkeiten ohne Barmittel zu regeln, schloss das Unternehmen am 16. September einen Schuldenausgleich ab. Zur Begleichung von Verbindlichkeiten über 481.694 $ wurden 860.168 Stammaktien ausgegeben. Der angenommene Preis lag bei 0,56 $ je Aktie.

Die Transaktion betraf ausstehende Forderungen von Beratern und Führungskräften. Begünstigt waren unter anderem Gesellschaften unter der Kontrolle von CEO Thomas O’Shaughnessy sowie CFO David Antony, weshalb der Vorgang als Geschäft mit nahestehenden Personen ausgewiesen wurde.

Am Markt spiegelt sich die angespannte Lage wider. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 0,2400 €, womit die Aktie ihr 52-Wochen-Tief bei 0,2400 € erreichte. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 72 %.

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