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OMV Petrom: Batteriespeicher für Solarpark unterzeichnet

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 16:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OMV Petrom investiert 6,6 Millionen Euro in einen Batteriespeicher für den Solarpark I?alni?a und erweitert damit sein Erneuerbaren-Portfolio.

OMV Petrom baut Batteriespeicher am Solarpark I?alni?a
Moderne Batteriegroßspeicher-Anlage in einem weitläufigen Solarpark bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt.

OMV Petrom hat einen EPC-Vertrag mit Simtel Team über ein Batteriespeichersystem (BESS) am Solarpark I?alni?a im rumänischen Kreis Dolj unterzeichnet. Die Anlage soll 20 Megawatt Leistung und 40 Megawattstunden Kapazität liefern und rund sieben Monate nach Vertragsschluss fertiggestellt sein. Es ist das erste große Photovoltaik-Projekt, das vollständig im Eigentum von OMV Petrom steht.

Der Solarpark I?alni?a selbst bringt es auf etwa 89 Megawattpeak installierte Leistung und soll jährlich rund 130 Gigawattstunden Strom erzeugen. Franck Neel, im Vorstand von OMV Petrom für den Bereich Gas und Energie zuständig, begründete den Schritt damit, dass Speichertechnologie die Netzflexibilität erhöhe und die Integration erneuerbarer Energien verbessere. Der Vertragswert liegt bei 6,6 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer.

Ausbau der Erneuerbaren-Sparte schreitet voran

Das Projekt in I?alni?a reiht sich in eine Serie von Investitionen ein, mit denen OMV Petrom sein Portfolio an sauberer Energie erweitert. Der Konzern betreibt bereits den Gaskraftwerkspark Brazi mit 860 Megawatt Leistung und hat nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Megawatt an erneuerbaren Kapazitäten im Bau. In Bulgarien kommt am Standort Gabare ein weiteres Batteriespeichersystem mit rund 600 Megawattstunden hinzu.

Parallel dazu hat OMV Petrom erst kürzlich rund 115 Millionen Euro in die Modernisierung der elektrischen Infrastruktur der Raffinerie Petrobrazi gesteckt. Dort entstehen eine direkte Hochspannungsanbindung an das Übertragungsnetz sowie eine neue Umspannstation. Zusätzlich läuft am selben Standort der Bau einer 7-Megawatt-Photovoltaikanlage, während der Konzern langfristig auch nachhaltigen Flugkraftstoff sowie grünen Wasserstoff plant.

Diese Investitionen fügen sich in ein Umfeld, in dem der Ölpreis die Ergebnisse der gesamten Branche stützt. Brent-Rohöl notierte am Freitag nahe 108 US-Dollar je Fass und damit auf dem höchsten Niveau seit Mai, nachdem Spannungen zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hatten.

Für OMV bedeutet das robuste Preisumfeld zusätzlichen Rückenwind für das Kerngeschäft, während die Erneuerbaren-Investitionen die langfristige Diversifizierung vorantreiben.

Aktie nahe Rekordhoch, Bewertung bleibt günstig

Die OMV-Aktie notiert aktuell bei 71,40 Euro und damit nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier rund 53 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn liegt das Plus bei 51 Prozent. Der Titel notiert damit deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 57,81 Euro, was die anhaltende Aufwärtsdynamik unterstreicht.

Für Anleger verbindet die Meldung aus Rumänien zwei Erzählstränge: Zum einen profitiert OMV weiterhin vom hohen Ölpreisniveau, das die operativen Ergebnisse antreibt.

Zum anderen baut der Konzern über seine Tochter OMV Petrom systematisch ein zweites Standbein in der Energiewende auf – mit Solarparks, Batteriespeichern und perspektivisch grünem Wasserstoff. Diese Doppelstrategie aus fossilem Kerngeschäft und Erneuerbaren-Ausbau dürfte die Diskussion um die langfristige Bewertung des Konzerns weiter prägen.

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