OMV: Borouge steuert 349 Millionen bei
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 16:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
OMV liefert ab. Der Wiener Energiekonzern hat seinen Gewinn im zweiten Quartal massiv gesteigert und die Erwartungen des Marktes übertroffen. Vor allem die Integration der Chemie-Sparte Borouge zeigt nun ihre volle Wirkung. Die Anleger danken es mit einem deutlichen Kursplus.
Kraftvoller Schub durch Borouge
Das operative Ergebnis (CCS) kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 65 Prozent auf 1,71 Milliarden Euro. Parallel dazu stieg der Umsatz auf rund 8,06 Milliarden Euro. Der Bereich Chemicals & Materials verdoppelte seinen Gewinn dabei auf 429 Millionen Euro.
Besonders der Zusammenschluss mit Borouge International zahlte sich aus. Das neue Segment steuerte allein 349 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Höhere Margen bei Olefinen stützten diesen Trend zusätzlich.
Starke Margen im Raffineriegeschäft
In der Kraftstoffsparte Fuels & Feedstock profitierte OMV von einer vorteilhaften Marktlage. Die europäische Raffinerie-Referenzmarge verdoppelte sich auf über 20 US-Dollar pro Fass. Das bereinigte Ergebnis dieser Sparte stieg dadurch auf 446 Millionen Euro.
Im Bereich Energy dämpften regionale Konflikte im Nahen Osten die Förderung leicht. Die tägliche Produktion sank um etwa vier Prozent. Dennoch stieg das Ergebnis dank hoher Ölpreise auf 885 Millionen Euro.
Solide Finanzen und optimistischer Ausblick
Dank der hohen Mittelzuflüsse hält OMV den Verschuldungsgrad bei 19 Prozent. Damit liegt der Konzern deutlich unter dem eigenen Zielwert. Diese finanzielle Stabilität sichert den Spielraum für zukünftige Investitionen und Dividenden.
Das Management hob parallel dazu die Prognose für die Raffineriemarge auf rund 20 US-Dollar pro Fass an. Für das Gesamtjahr plant OMV Investitionen von 3,4 Milliarden Euro. Aktuell notiert das Papier bei 64,15 Euro und damit nah am Jahreshoch. Seit Januar legte die Aktie bereits um rund 36 Prozent zu.
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