OHB, Startplanung

OHB: Startplanung für IRIS²-Satelliten wird konkreter

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
OHB fertigt 18 Satellitenplattformen für IRIS²; termingerechte Übergaben und die Zusammenarbeit mit SES bleiben entscheidend.
Ein Satellit im Weltraum vor der Erdkrümmung, der die globale satellitengestützte Kommunikationsinfrastruktur symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Für OHBs Beteiligung an der europäischen Satellitenkonstellation IRIS² wird die Startplanung konkreter. OHB baut die Plattformen der 18 Satelliten auf mittlerer Erdumlaufbahn. Das verbessert die Planbarkeit des Vorhabens, sofern Fertigung und Starttermine ineinandergreifen.

Klare Arbeitsteilung mit SES

OHBs Aufgabe liegt bei den Satellitenplattformen, während SES die Nutzlasten entwickelt und fertigt. Dafür entsteht eine neue Fabrik in Luxemburg. SES übernimmt außerdem die Integration und die Tests der Satelliten. Damit verteilt sich die Umsetzung auf mehrere eng miteinander verbundene Arbeitsschritte.

Für Anleger liegt darin ein wichtiger Maßstab: OHBs Fortschritt gewinnt an wirtschaftlicher Bedeutung, wenn auch Nutzlasten und Integration rechtzeitig vorankommen. Die gesicherten Startmöglichkeiten unterstützen diesen Ablauf, sofern die beteiligten Unternehmen ihre jeweiligen Beiträge termingerecht liefern.

SES soll den MEO-Teil der Konstellation führen. Die geplante Inbetriebnahme liegt im Jahr 2030. Welche Raketenanbieter die Starts übernehmen sollen, nannte SES nicht.

Die Arbeitsteilung macht den Fortschritt an den Schnittstellen besonders wichtig. Für die Bewertung von OHBs Projektrolle zählt deshalb neben dem Bau der Plattformen auch deren rechtzeitige Übergabe für die nachfolgenden Integrationsschritte.

Höhere Projektkosten erhöhen den Umsetzungsdruck

Diese Beträge betreffen die gesamte Konstellation.

Für OHB spricht die konkrete industrielle Aufgabe innerhalb des Vorhabens, sofern daraus planmäßig fertiggestellte Satellitenplattformen werden. Die gestiegenen Gesamtkosten erhöhen zugleich die Bedeutung einer verlässlichen Projektabwicklung: Zeitplan und Zusammenarbeit werden damit zu zentralen Kriterien für die Einordnung des Auftrags.

Langfristiges Geschäft verlangt verlässliche Lieferung

SES kann 90 Prozent der MEO-Kapazität vermarkten. Einnahmen daraus sind bis etwa 2040 vorgesehen. Der geplante kommerzielle Betrieb reicht damit deutlich über den Aufbau der Konstellation hinaus.

Für OHB steht zunächst die Lieferung im Vordergrund. Die Startzusage verbessert eine wesentliche Voraussetzung des Projekts; entscheidend für das Unternehmen wird die termingerechte Fertigung seiner Plattformen bleiben. Der nächste belastbare Fortschritt wäre daher eine Umsetzung, bei der Plattformbau, Nutzlastfertigung und Integration im vorgesehenen Zeitplan zusammenlaufen.

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