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Odfjell Drilling Aktie: Equinor ruft Bohr-Optionen ab

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 05:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Equinor nutzt zwei Bohrungsoptionen; die Plattform ist nach ihrer Wiederaufnahme des Betriebs erneut bis Ende 2027 fest gebunden.
Ölbohrplattform auf hoher See bei Sonnenuntergang als Symbol für den Energiesektor Illustration mit AI erstellt.

Der norwegische Offshore-Dienstleister Odfjell Drilling hat eine wichtige Vertragsverlängerung verbucht. Der Energiekonzern Equinor zog Optionen für zwei zusätzliche Bohrungen mit der Halbtaucherplattform Deepsea Atlantic.

Durch diese Ausübung verlängert sich der feste Vertrag nahtlos bis zum Ende des vierten Quartals 2027. An der Börse beendete die Aktie von Odfjell Drilling den Handel am Freitag bei 9,82 Euro und notiert damit nur 2,8 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 10,10 Euro.

Fester Einsatz bis Ende 2027 fixiert

Die beiden neu vereinbarten Bohrungen schließen direkt an das bestehende Vertragswerk an. Vereinbart ist die Fortführung zu den Preisen des ursprünglichen Kontrakts; neue Finanzdaten für diesen Schritt wurden nicht veröffentlicht.

Für das Bohrunternehmen bedeutet der Schritt eine planbare Auslastung des Geräts über das laufende und das kommende Geschäftsjahr hinaus. Equinor behält sich zudem bepreiste Optionen für zwei weitere Bohrungen vor, was Spielraum für künftige Verlängerungen bietet.

Die Deepsea Atlantic zählt zu den zentralen Einheiten im Flottenbestand des Konzerns. Bereits im Januar 2025 hatten die Vertragspartner eine Vereinbarung erzielt, die den Festvertrag bis zum Ende des zweiten Quartals 2027 verlängert und das Orderbuch von Odfjell Drilling um rund 148 Millionen US-Dollar aufgestockt hatte. Ursprünglich war die Plattform über einen 23-monatigen Kontrakt im Wert von rund 290 Millionen US-Dollar gebunden worden.

Plattform nach Vorfall wieder voll im Einsatz

Die 2009 gebaute Halbtaucheranlage ist für anspruchsvolle Einsätze in Wassertiefen von bis zu 3.000 Metern und Bohrtiefen von bis zu 10.670 Metern konzipiert. Equinor setzt die Bohrinsel bereits seit vielen Jahren ein.

Zuletzt hatte die Plattform allerdings eine längere Zwangspause einlegen müssen. Nach einem technischen Zwischenfall am 18. April, bei dem ein Blowout-Preventer (BOP) samt Teilen des Steigrohrs in rund 1.100 Metern Wassertiefe verloren ging, ruhte der Bohrbetrieb für 106 Tage.

Personen kamen nicht zu Schaden, und es wurden keine Umweltbeeinträchtigungen festgestellt. Im August nahm die Deepsea Atlantic ihren Betrieb wieder auf. Mit dem aktuellen Abruf der Optionen durch Equinor knüpft Odfjell Drilling nun auch operativ wieder an die langfristige Auslastungsstrategie auf dem norwegischen und internationalen Kontinentalschelf an.

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