NZWL, Anleihe

NZWL Anleihe: Nur 38 Prozent platziert

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 16:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Von 5,7 Millionen Euro stammen rund 4,9 Millionen aus dem Tausch älterer NZWL-Anleihen; weitere Platzierungen werden geprüft.
Ein minimalistischer Schreibtisch mit einem Notizbuch und einer Brille in natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig hat ihre neue Anleihe 2026/31 nur zu gut einem Drittel untergebracht. Von bis zu 15 Millionen Euro Emissionsvolumen kamen 5,7 Millionen Euro zusammen. Ein großer Teil davon stammt aus dem Umtausch alter Papiere, nicht aus frischem Geld.

Umtausch trägt die Emission

Der Bond mit fünf Jahren Laufzeit zahlt 9,875 Prozent Zins pro Jahr. Der Handel per Erscheinen soll ab dem 28. Oktober möglich sein, die Einbeziehung in den Open Market der Frankfurter Börse ist spätestens für den 29. Oktober vorgesehen.

Wie viel des Volumens aus alten Anleihen stammt, zeigt der Blick auf die Umtauschquoten. Aus der Anleihe 2021/26 tauschten Gläubiger knapp 1 Million Euro, aus der Anleihe 2022/27 rund 3,9 Millionen Euro. Damit entfallen etwa 4,9 Millionen der 5,7 Millionen Euro auf den Umtausch. Frisches Kapital floss demnach nur im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

Die Altanleihen schrumpfen entsprechend. Bei der Anleihe 2021/26 stehen noch rund 6,2 Millionen Euro aus, sie wird am 15. November 2026 fällig. Bei der Anleihe 2022/27 sind es rund 5 Millionen Euro.

Geschäftsführung sieht Vertrauenssignal

Geschäftsführer Dr. Hubertus Bartsch wertet die Beteiligung an den Umtauschangeboten als "wichtiges Vertrauenssignal" der Anleihegläubiger. Der Umtausch verbessere die Fälligkeitenstruktur und die Planungssicherheit.

Das Unternehmen gewinne Spielraum, um Kundenprojekte umzusetzen und das Produktportfolio für alle Antriebsarten weiterzuentwickeln. Der Zulieferer verweist dabei auf ein Marktumfeld mit tiefgreifenden Veränderungen in der Automobilindustrie.

Die Anleihe ist nicht besichert und nicht nachrangig. Zu den Auflagen zählen eine Ausschüttungsgrenze von 25 Prozent des HGB-Jahresüberschusses und eine Verschuldungsobergrenze: Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zu EBITDA soll unter 6,5 liegen. Die Emittentin kann ab Oktober 2029 vorzeitig kündigen, zunächst zu 102 Prozent des Nennbetrags.

Aufstockung möglich

Das Kapitel ist damit nicht zwingend abgeschlossen. NZWL prüft je nach Marktumfeld weitere Privatplatzierungen in den kommenden Monaten. Sie könnten die Anleihen 2026/31, 2025/30 und 2024/29 aufstocken. Die Emission begleiten die Quirin Privatbank als Bookrunner und Lewisfield Deutschland als Financial Advisor.

Der nächste feste Termin steht schon fest: Am 15. November 2026 läuft die Anleihe 2021/26 aus, und die dann ausstehenden gut 6 Millionen Euro müssen zurückgezahlt werden.

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