NZWL Aktie: Zurück in der Gewinnzone
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 18:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem roten Vorjahr steht bei NZWL wieder eine schwarze Zahl unter dem Halbjahresergebnis. Der Leipziger Getriebe- und Zahnradhersteller schreibt sich damit ein Stück Stabilität zurück auf die Bilanz — in einem Automarkt, der weiterhin alles andere als einfach ist.
Der Umsatz sank im ersten Halbjahr 2026 leicht auf 83,0 Millionen Euro, nach 84,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich dafür war vor allem die schwächere Entwicklung in China, die das Wachstum in Europa nur teilweise ausgleichen konnte.
Trotz des Rückgangs beim Umsatz zog das EBITDA auf 8,5 Millionen Euro an, nach 7,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis drehte von minus 0,5 Millionen Euro auf plus 0,3 Millionen Euro.
Elektroantrieb gewinnt an Gewicht
Die breite Aufstellung nach Regionen, Kunden und Antriebsarten erweist sich für NZWL erneut als Rückgrat des Geschäfts. Der Umsatzanteil aus Elektro- und Hybridantrieben kletterte von 18 auf 19 Prozent. Parallel dazu festigte das Unternehmen sein Geschäft im Nutzfahrzeugsegment mit neuen Aufträgen für Wellen, Räder und Nebenantriebe.
Die Eigenkapitalquote lag zur Jahresmitte bei 19,8 Prozent, das Eigenkapital stieg auf 27,7 Millionen Euro. Die liquiden Mittel wuchsen auf 20,4 Millionen Euro. Der operative Cashflow fiel mit 5,3 Millionen Euro allerdings deutlich niedriger aus als im Vorjahreszeitraum mit 9,7 Millionen Euro — die Investitionen in neue Produktanläufe, insbesondere im Elektroantriebsbereich, zogen entsprechend Kapital ab.
Neue Anleihe wird geprüft
Für das zweite Halbjahr sondiert NZWL den Markt für eine mögliche neue Unternehmensanleihe. Mit der Marktsondierung ist die Quirin Privatbank beauftragt.
Denkbar ist dabei auch ein Umtauschangebot an die Inhaber der bestehenden Anleihen 2021/26 und 2022/27, die zusammen ein Volumen von rund 16 Millionen Euro ausmachen. Eine Entscheidung über Umsetzung und Ausgestaltung einer neuen Anleihe steht noch aus — das Feedback der Investoren soll hierfür die Grundlage liefern.
Die Geschäftsführung bestätigt für das laufende Jahr ihre Prognose: Ein Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent soll erreicht werden, EBITDA und Konzernergebnis sollen sich in ähnlicher Größenordnung verbessern. Ob die geprüfte Anleihe tatsächlich kommt, entscheidet sich mit dem Marktfeedback im weiteren Verlauf des zweiten Halbjahres.
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