Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Zweifel am KI-Boom

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kreditbedenken belasten Halbleiterwerte, während Nvidia seine Kooperationen mit Meta und Oracle ausweitet.
Nvidia, Aktie, Zweifel, KI-Boom, Kreditbedenken, Halbleiterwerte, Kooperationen, Oracle Illustration mit AI erstellt.

Nvidia verliert im Oktober an Boden, während der Konzern gleichzeitig sein Netz aus Partnerschaften und Beteiligungen enger knüpft. Anleger sorgen sich um Kreditrisiken im KI-Sektor. Die Branche setzt dennoch weiter auf massive Infrastrukturausbauten.

Oktober trübt die Bilanz

Seit Mai 2023 hat sich die Nvidia-Aktie um 647 Prozent verteuert. Zum Vergleich: Der S&P 500 legte 84 Prozent zu, der Technologiesektor 147 Prozent. Im laufenden Monat sieht das Bild anders aus. Nvidia büßte mehr als 5 Prozent ein, der Technologiesektor gab 4,8 Prozent nach.

Noch deutlicher traf es Halbleiterwerte insgesamt: Ein breiter Branchen-ETF verlor 11 Prozent. Als Auslöser gelten Sorgen über die Finanzierung der KI-Investitionen.

Adam Parker, Gründer von Trivariate Research, hält dagegen. Selbst bei einem Investitionszyklus von sieben bis acht Jahren stehe der Markt erst in der Mitte. Die Produktivitätsgewinne durch KI kämen bei den Unternehmenszahlen erst noch an. Aktuell sprächen weniger als die Hälfte der 500 größten börsennotierten US-Konzerne überhaupt darüber.

Geld und Technik für das Ökosystem

Am Dienstag stützte eine Meldung die Stimmung im Techsektor: Nvidia will 3 Milliarden Dollar in Meta investieren. Der Facebook-Konzern plant, sich über Eigenkapital bis zu 95 Milliarden Dollar zu beschaffen. Beide Unternehmen wollen zudem bei Metas Modellfamilie Muse enger zusammenarbeiten.

Parallel dazu erweitert Nvidia die Zusammenarbeit mit Oracle. Die Vera-Rubin-Systeme sind in der Oracle-Cloud allgemein verfügbar, hinzu kommen die Vera-CPUs. Oracle will seine Supercluster mit Vera Rubin bis in den Multi-Gigawatt-Bereich ausbauen. OpenAI zählt zu den frühen Nutzern und trainiert bereits Modelle auf der Infrastruktur.

Auch im Kleinen baut Nvidia sein Netz aus. Das Photonik-Start-up iPronics, das optische Schalter für KI-Rechenzentren entwickelt, schloss eine Serie-B-Runde über 125 Millionen Dollar ab. Nvidia zählt zu den strategischen Investoren. Das Unternehmen ernannte zudem seinen Mitgründer Daniel Pérez-López zum CEO.

Einordnung

Die Muster ähneln sich: Nvidia finanziert und beliefert Kunden, die wiederum Nvidia-Hardware in großem Stil kaufen. Marktbeobachter könnten darin einen Grund für die gestiegene Sensibilität bei Kreditthemen sehen. Parkers These liefert das Gegenargument. Der Ausbau der Rechenzentren dürfte noch Jahre laufen, und Produkte wie Vera Rubin sind bereits im Einsatz.

Am Dienstag gab die Aktie keine neue Richtung vor. Für Europas Märkte war die Meldung zu Meta und Nvidia Rückenwind: Der DAX schloss 0,78 Prozent höher, Chipwerte wie Infineon und STMicroelectronics legten kräftig zu.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 28. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | US67066G1040 | NVIDIA | boerse | 70423710 |