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Nvidia Aktie: Hugging-Face-Deal wartet auf Genehmigung

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 22:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidia stärkt mit Hugging Face seine Softwarebasis, während Managementverkäufe und Quartalserwartungen die Aktie zusätzlich prägen.

Fotorealistische Nahaufnahme einer generischen Grafikkarte mit schwarzem PCB, Kupfer-Kühlrippen und elektronischen Bauteilen auf dunklem Hintergrund
Nvidia US67066G1040 zeigt eine generische GPU-Platine mit Kupfer-Kühlkörper und elektronischen Bauteilen im Studi??icht Illustration mit AI erstellt.

Mit der vereinbarten Übernahme der KI-Plattform Hugging Face treibt Nvidia seine Expansion in der Software- und Entwickler-Infrastruktur weiter voran. Die Transaktion mit einem Gesamtvolumen von 12,93 Milliarden US-Dollar markiert den zweitgrößten Zukauf der Unternehmensgeschichte nach der 20 Milliarden Dollar schweren Vermögensübernahme des Chipentwicklers Groq.

Großübernahme sichert Zugang zur Entwickler-Community

Die Vereinbarung mit Hugging Face Inc. sieht Barzahlungen von rund 11,9 Milliarden Dollar sowie Mitarbeiter-Aktienprogramme im Wert von bis zu einer Milliarde Dollar vor. Das Zielunternehmen betreibt eine zentrale Plattform für die Entwicklung, Verteilung und Bereitstellung von Open-Source-KI-Modellen und Datensätzen.

Durch die Integration bindet Nvidia eine globale Community von Entwicklern noch enger an die eigene Hard- und Softwareumgebung. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und üblichen Abschlussbedingungen.

Zusätzliche Impulse setzt der Konzern in der operativen Logistik. Im Rahmen einer Kooperation mit Palantir Technologies bringt Nvidia eigene Nemotron-Modelle zum Einsatz, um komplexe Lieferketten für KI-Großrechner zu steuern. Bei Systemen wie den Vera-Rubin-Racks müssen pro Einheit rund 1,3 Millionen Einzelteile koordiniert werden.

Kursanstieg löst Verkäufe im Management aus

Die Veräußerung durch Kress erfolgte auf Basis eines Handelsplans nach Rule 10b5-1, den die Finanzchefin am 16. Juni 2026 aufgesetzt hatte. Solche Pläne dienen dazu, Transaktionen von Führungskräften unabhängig von aktuellen Unternehmensentwicklungen automatisiert auszuführen.

Die Gewinnmitnahmen im Direktorium bremsen das Vertrauen der Wall Street bislang nicht. Die Analysten stützen damit den breiten Marktkonsens, der den Titel weiterhin überwiegend positiv einstuft.

Erwartungsdruck vor den Quartalszahlen

An der Börse ging die Nvidia-Aktie am Freitag bei 193,10 Euro aus dem Handel. Der Wert notiert damit 4,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das Mitte Mai erreicht worden war.

Für das laufende dritte Quartal peilt das Management rund 108,0 Milliarden Dollar an, wobei Umsätze mit Rechenzentren in China vorsorglich ausgeklammert bleiben.

Am 1. Oktober schüttet der Konzern zudem seine nächste Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Anteilsschein an die per Stichtag 10. September registrierten Aktionäre aus.

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