Nvidia, Aktie

Nvidia Aktie: Doctolib-Einstieg trifft Chinaschwäche

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 22:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Einstieg bei Doctolib erweitert Nvidias Beteiligungen; im ersten Halbjahr 2026 sank der Marktanteil in China auf 34 Prozent.

Pop-Art-Comic-Illustration eines KI-Roboterkopfes mit sichtbarem neuronalem Netz, verbunden mit Chip-Platinen, in kräftigen Rastertönen, Magenta, Gelb, Cyan und Schwarz
Nvidia US67066G1040 KI-Roboterkopf mit neuralem Netz und Chip-Platine im Pop-Art-Comic-Stil nach Lichtenstein Illustration mit AI erstellt.

Nvidia baut sein Beteiligungsportfolio weiter aus, diesmal in Europas Gesundheitssektor. Der US-Chipkonzern steigt als Minderheitsaktionär bei der französischen Ärzteplattform Doctolib ein. Parallel liefern neue Marktdaten ein weniger erfreuliches Bild aus China.

Doctolib: Zugang zu KI-Know-how

Die Nachricht kam von Doctolib-Chef Stanislas Niox-Chateau. Die Investition solle helfen, schneller KI-Talente zu gewinnen und die Entwicklung voranzutreiben. Wie viele Anteile Nvidia übernimmt, blieb zunächst offen.

Doctolib kennen deutsche Patienten vor allem als Plattform für Arzttermine. Hinzu kommen ein KI-Telefonassistent und Lösungen für administrative Aufgaben in Praxen. Von Nvidia erhofft sich das Unternehmen Zugang zu KI-Experten und Unterstützung beim Training eigener Modelle. Gesundheitsdaten und KI-Modelle sollen auf Servern in der EU und Großbritannien bleiben.

Das Muster ist bekannt. Nvidia investiert die Gewinne aus dem Chipgeschäft häufig in Unternehmen, die zugleich Kunden des Konzerns sind. Zuletzt hatte der Konzern die KI-Plattform Hugging Face für einen Milliardenbetrag übernommen. Die Aktie notierte im US-Handel zeitweise mit 0,16 Prozent im Minus bei 225,95 Dollar.

China: Huawei holt auf

Weniger komfortabel wirkt der Blick nach China. Laut Marktforscher IDC fiel Nvidias Anteil am dortigen Markt für KI-Rechenzentrumschips im ersten Halbjahr 2026 auf 34 Prozent. Die Auslieferungen sanken um 44 Prozent auf rund 678.000 Beschleuniger.

Huawei kommt inzwischen auf 28 Prozent und lieferte 572.000 Chips aus, nach gut 300.000 im Vorjahreszeitraum. Hinter Huawei folgen heimische Anbieter wie Alibabas Chipsparte T-Head und Cambricon. Als Gründe gelten die US-Exportauflagen sowie Pekings Förderung eigener Hersteller. Unklar bleibt, ob geschmuggelte Nvidia-Modelle in der IDC-Zahl stecken.

Die Marktforscher sehen den Wettbewerb von der Leistung einzelner Chips hin zu ganzen Rechenclustern wandern. Huawei will seinen Trainingschip Ascend 960DT bereits im ersten Quartal 2027 ausliefern, drei Quartale früher als geplant.

Zahlen lassen wenig Raum für Sorgen

Finanziell fällt China kaum ins Gewicht. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2027 stieg der Umsatz um 106 Prozent auf 96,2 Milliarden Dollar. Hopper-Lieferungen nach China machten laut Finanzchefin Colette Kress weniger als ein Prozent des Rechenzentrumsumsatzes aus. Der Ausblick von 108 Milliarden Dollar für das laufende Quartal klammert China ausdrücklich aus.

Das Risiko liegt eher in der Zukunft. Je stärker chinesische Rechenzentren auf Huawei-Systeme umstellen, desto schwerer dürfte eine Rückkehr fallen, selbst bei politischer Öffnung.

Die Analysten bleiben dennoch positiv. UBS belässt die Einstufung auf "Buy" mit einem Kursziel von 300 Dollar, Bernstein Research sieht mit "Outperform" 400 Dollar. Die nächsten Zahlen zum dritten Quartal werden Ende November erwartet. Dann zeigt sich, ob Nvidia am Ausblick ohne chinesischen Rechenzentrumsumsatz festhält.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 13. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US67066G1040 | NVIDIA | boerse | 70317571 |