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Nvidia Aktie: Asiens Chipmarkt zittert

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 14:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nvidias anstehender Quartalsbericht sorgt in Asien für Verunsicherung. Zulieferer wie SK Hynix verlieren, während die Erwartungen an den Chipriesen extrem hoch sind.

Nvidia vor Quartalszahlen: Asiatische Chipwerte geraten unter Druck
Abstrakte Darstellung einer modernen Halbleiterfertigung mit leuchtenden Wafern und Mikrochips in kühlem Licht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Vor Nvidias Quartalszahlen am Mittwoch nach US-Börsenschluss wird die Nervosität in Asien mit Händen greifbar. Die Kospi in Seoul verlor deutlich, SK Hynix und Samsung Electronics gaben ebenfalls spürbar nach. Der Grund: Beide Zulieferer hängen über ihre Speicherchips direkt am Erfolg von Nvidias KI-Beschleunigern.

Die Erwartungen an den Chipriesen sind hoch gesteckt. Analysten rechnen mit einem Umsatz von rund 92 Milliarden Dollar – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim Gewinn wird ein Plus von fast 100 Prozent erwartet. Die Messlatte liegt also nicht nur hoch, sie liegt so hoch, dass selbst ein solides Ergebnis am Markt als Enttäuschung durchgehen könnte.

Die Charttechnik zeigt zwei entscheidende Marken

Nach den vergangenen vier Quartalsberichten hat die Nvidia-Aktie jeweils nachgegeben, weil die positiven Überraschungen nicht mehr so deutlich ausfielen wie zuvor. Charttechnisch stehen nun zwei Zonen im Fokus: Bei etwa 236 Dollar wartet eine alte Widerstandsmarke, an der die Aktie beim letzten Bericht abgeprallt war.

Ein Sprung darüber würde ein neues Allzeithoch bedeuten. Nach unten markiert die 200-Tage-Linie bei rund 195 Dollar die kritische Schwelle – ein Rutsch darunter gälte als deutliches Warnsignal.

Wachstumsfantasie jenseits der Rechenzentren

Während der Markt auf die Zahlen starrt, baut Nvidia seine Präsenz in neuen Feldern aus. SpaceX will bereits im vierten Quartal 2027 erste KI-Satelliten mit einer für den Weltraum angepassten Variante von Nvidias Vera-Rubin-NVL72-System ins All bringen – früher als im Börsenprospekt ursprünglich vorgesehen.

Ab 2028 soll daraus ein orbitales Rechenzentrum mit nennenswerter Kapazität entstehen, das unter anderem die Rechenleistung hinter Musks KI-Diensten stützen soll. Auch im Gesundheitswesen setzt sich Nvidias Technologie fest: Der litauische Medizinroboter-Entwickler Sentante hat die Jetson-AGX-Plattform in sein neuestes robotergestütztes System für Gefäßchirurgie integriert.

Solche Anwendungsfälle liefern zusätzliche Fantasie, ändern aber nichts an der kurzfristigen Marktlage. Die eigentliche Unsicherheit sitzt tiefer: steigende Renditen langlaufender US-Staatsanleihen und Sorgen um die Tragfähigkeit der massiven KI-Investitionen drücken seit Wochenbeginn auf Technologiewerte weltweit.

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss zeigt sich, ob Nvidia diese Zweifel zerstreuen kann. Entscheidend dürfte dabei weniger das reine Umsatzwachstum sein als der Ausblick auf die Nachfrage nach Rechenzentrums-Chips – die Zahl, an der Analysten in Asien und den USA gleichermaßen hängen.

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