NTPC Aktie: Indien genehmigt Wasserstoffkooperation
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 11:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deNTPC kommt beim Ausbau seiner Aktivitäten für grünen Wasserstoff voran. Die Zusammenarbeit der Tochtergesellschaft NGEL bei der Festoxid-Elektrolyse hat heute die abschließende Genehmigung der indischen Regierung erhalten. Medienberichten zufolge beginnt damit die Umsetzung des Vorhabens. Parallel bringen neue Solarausschreibungen weitere Ausbaupläne in die Beschaffungsphase.
Genehmigung für Wasserstoffkooperation
Die Partner hatten am 21. September eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Vorhaben gehört zu einem grünen Wasserstoffzentrum in Andhra Pradesh. Dort sollen jährlich 500.000 Tonnen grüner Wasserstoff und 2,5 Millionen Tonnen Folgeprodukte wie Ammoniak entstehen.
Diese Mengen sind Produktionsziele des Zentrums, keine bereits erreichten Ergebnisse. Die nun genehmigte Kooperation betrifft die dafür vorgesehene Elektrolysetechnik. Für Anleger ist damit zwischen dem Projektstart und dem späteren kommerziellen Betrieb zu unterscheiden.
Der Fahrplan beginnt mit einer Demonstration vor Ort. Anschließend sind die kommerzielle Lieferung von Festoxid-Elektrolyseanlagen sowie technische Zusammenarbeit und Standardisierung vorgesehen. Hinzu kommen lokale Produktion, Wartung und ein Gemeinschaftsunternehmen. Als weiterer Schritt ist die Einfuhr von in Indien produziertem grünem Ammoniak nach Korea geplant.
Damit reicht die Kooperation über die reine Anlagenlieferung hinaus. Sie umfasst auch die spätere Betreuung der Technik und eine mögliche Absatzverbindung für den erzeugten Ammoniak. Die Genehmigung ist somit ein Umsetzungsschritt, aber noch kein Nachweis laufender Produktion oder daraus erzielter Erlöse.
Solarausschreibungen konkretisieren den Ausbau
Auch bei Solarprojekten stehen konkrete Beschaffungsschritte an. NTPC REL schrieb gestern Planungs-, Beschaffungs- und Bauaufträge für insgesamt 1,5 GW aus. Davon entfallen 900 MW auf ein Projekt nahe Kurnool und bis zu 600 MW auf ein Vorhaben nahe Dhule.
Die Aufträge umfassen mehr als den Anlagenbau. Auftragnehmer sollen auch Flächen für Batteriespeicher übertragen und nach der Inbetriebnahme den Betrieb sowie die Wartung übernehmen. Die Ausschreibung bei Dhule schließt zudem Grundstückserwerb und Netzanbindung ein.
Für Dhule endet die Angebotsfrist am 13. November, für Kurnool am 16. November. Separat sucht NTPC REL Lieferanten für bifaziale Solarmodule für Projekte mit insgesamt 2,1 GW in Rajasthan.
Umsetzung statt bloßer Zielsetzung
Wasserstoffgenehmigung und Solarausschreibungen markieren unterschiedliche Fortschritte: Bei der Elektrolysekooperation fällt eine regulatorische Voraussetzung, bei den Solarvorhaben werden Bau- und Lieferleistungen angefragt. Beides konkretisiert den Ausbau, ersetzt aber weder Auftragsvergabe noch Inbetriebnahme.
Für Anleger liegt der nächste Prüfstein deshalb in der tatsächlichen Ausführung. Entscheidend wird, ob aus der genehmigten Zusammenarbeit und den ausgeschriebenen Leistungen betriebsbereite Anlagen werden. Die aktuellen Meldungen belegen Fortschritte auf diesem Weg, noch keine abgeschlossenen Kapazitätszuwächse.
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