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Novo Nordisk Aktie: Semaglutid senkt Leberfett drastisch

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 15:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Semaglutid senkte bei vielen Studienteilnehmern den Leberfettanteil; CagriSema zeigte weitere metabolische Effekte.

Pop-Art-Insulin-Pen im Halftone-Raster, knallbunte Primärfarben, Comic-Stil
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): stilisierter Insulin-Pen im Pop-Art-Halftone-Raster mit knallbunten Primärfarben und Comic-Aktionslinien Illustration mit AI erstellt.

Novo Nordisk setzt im Kampf gegen die wachsende Konkurrenz im Adipositas-Markt auf erweiterte medizinische Einsatzbereiche seiner Wirkstoffe. Auf der Jahrestagung der europäischen Diabetesgesellschaft EASD präsentierte der dänische Pharmakonzern neue klinische Erkenntnisse zu seinem Hoffnungsträger CagriSema sowie zu Wegovy. Die Daten sollen belegen, dass die Präparate über die reine Gewichtsreduktion hinaus spezifische metabolische Verbesserungen erzielen können.

Leberfett und Organentlastung im Fokus

Im Mittelpunkt der Präsentationen stand eine explorative Auswertung der STEP-UP-Studie. In einer Subgruppe von 55 Erwachsenen mit Fettleibigkeit und erhöhten Leberfettwerten untersuchte das Unternehmen die Wirkung höherer Dosen von injizierbarem Semaglutid.

Bei einer gepoolten Gabe von 2,4 Milligramm und 7,2 Milligramm sank der Leberfettanteil nach 72 Wochen bei 88,5 Prozent der Behandelten auf unter fünf Prozent. Neun von zehn Patienten erreichten damit wieder normale Leberfettwerte.

Parallel dazu stellte Novo Nordisk Erkenntnisse zur Wirkstoffkombination CagriSema bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes vor. Die Behandlung veränderte die Reaktion des Gehirns auf Nahrungssignale und reduzierte gezielt das Fett um abdominale Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse. Zudem deuteten frühe Auswertungen darauf hin, dass die Knochengesundheit der Patienten während der Gewichtsabnahme stabil blieb.

Strategische Ziele bis 2035

Die Studienergebnisse treffen auf eine Phase erhöhter Nervosität am Markt. Auf dem Kapitalmarkttag hatte das Management ambitionierte Meilensteine formuliert: Bis zum Jahr 2035 strebt das Unternehmen einen Jahresumsatz von mehr als 150 Milliarden dänischen Kronen mit Produkten aus der aktuellen Entwicklungspipeline an. Bis 2030 sollen zudem mehr als fünf potenzielle Blockbuster-Medikamente auf den Markt gebracht werden.

Laut Reuters reagierten Anleger dennoch zurückhaltend auf die langfristigen Finanzziele für das Jahr 2030, die lediglich ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich bei weitgehend stabilen operativen Margen vorsehen. Am Markt überwogen zuletzt die Sorgen vor zunehmendem Preisdruck und stärkerem Wettbewerb bei Medikamenten gegen Übergewicht.

Verzögerungen und Pipeline-Ergänzungen

Gleichzeitig arbeitet Novo Nordisk daran, Verzögerungen im Kerngeschäft abzufedern. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte das Prüfverfahren für das Hämophilie-A-Mittel Denecimig verlängert, weil Mängel an einer Produktionsstätte behoben werden müssen.

Ein neuer Zeitplan der Behörde liegt noch nicht vor, Sicherheits- oder Wirksamkeitsmängel wurden jedoch nicht festgestellt. Das Management peilt den US-Marktstart weiterhin für das erste Halbjahr 2027 an; die Finanzprognose für 2026 bleibt unberührt.

An der Börse verhalf der Nachrichtenfluss der Novo-Nordisk-Aktie heute zu einer leichten Erholung: Das Papier legte um 1,3 Prozent auf 33,55 Euro zu. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus für die Anteilseigner jedoch noch auf 24 Prozent.

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