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Novo Nordisk Aktie: Minus von 25 Prozent seit Jahresbeginn

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 21:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CagriSema erzielt positive Studiendaten, während eine verlängerte FDA-Prüfung und schwache Kursentwicklung Novo Nordisk belasten.

Flatlay mit Spritze, Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf weißem Untergrund
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): Flatlay mit Spritze, Blutzucker-Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf Weiß Illustration mit AI erstellt.

Novo Nordisk steht vor einer spürbaren Bewährungsprobe. Der dänische Pharmakonzern begegnet dem wachsenden Wettbewerb im Adipositas-Markt mit einer breit angelegten Forschungsoffensive und externen Zukäufen.

Gleichzeitig belasten Verzögerungen bei Zulassungsverfahren und Zweifel an den mittelfristigen Wachstumsraten die Stimmung am Markt. Am Freitag ging die Aktie mit einem Schlusskurs von 33,06 € aus dem Handel. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus damit auf 25 %.

Der Druck auf das Management nimmt zu, da Patentabläufe näher rücken und Konkurrenten aufholen. Zwar bekräftigte das Unternehmen seine Fähigkeit zur Entwicklung neuer Blockbuster. Viele Investoren blicken jedoch mit Zurückhaltung auf die Phase nach dem bisherigen Boom der Abnehmpräparate. Die Diskussionen drehen sich vor allem um die künftige Preissetzungsmacht und das Tempo bei neuen Therapien.

Langfristige Pläne und verhaltener Markt

Vor rund zwei Wochen sorgte der Kapitalmarkttag für Ernüchterung, seither verlor der Kurs 5,1 %. Die Aktie gab zeitweise um bis zu 9 % nach. Laut Reuters konnten die langfristigen Ziele die Sorgen um das kurzfristige Wachstum kaum zerstreuen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Frage, wie der Konzern das Wachstum vor anstehenden Patentabläufen sichern will. Das Management bekräftigte die Absicht, die Kapazitäten für orale Darreichungsformen massiv zu erweitern und weltweit deutlich mehr Patienten zu versorgen. Bei den langfristigen Zielmarken für das Jahr 2030 handelt es sich nach Unternehmensangaben um strategische Ambitionen und nicht um eine Finanzprognose.

Am 22. September stufte das Analysehaus CFRA die US-Hinterlegungsscheine von Novo Nordisk von Hold auf Sell herab. Das Kursziel bezifferten die Analysten auf 38 $. Als Begründung nannten sie ein ungünstiges Chance-Risiko-Profil in einer Übergangsphase nach dem Erreichen des Gewinnzenits bei GLP-1-Präparaten sowie den sich verschärfenden Wettbewerb.

Ausbau der Pipeline und behördliche Verzögerungen

Um solchen Risiken entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf Partnerschaften und den Ausbau früher Wirkstoffkandidaten. Das Management versucht, frühzeitig neue Moleküle an Bord zu holen, um die Marktposition im Bereich der Stoffwechselerkrankungen langfristig zu verteidigen.

In diesen Rahmen fällt eine Vereinbarung mit Hengrui Pharma über die exklusiven Rechte am Wirkstoffkandidaten HRS-1596 außerhalb Chinas. Der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 angestrebt und steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen in den USA.

Einen Dämpfer gab es hingegen bei einem Zulassungsverfahren in den USA. Die US-Gesundheitsbehörde FDA verlängerte die Prüfung des Zulassungsantrags für Denecimig zur Behandlung von Hämophilie A. Als Grund nannte das Unternehmen laufende Sanierungsmaßnahmen an einer Produktionsstätte. Die Behörde legte keinen neuen Entscheidungstermin fest, beanstandete jedoch weder die klinische Wirksamkeit noch die vorgelegten Sicherheitsdaten.

Nach Unternehmensangaben berührt die Verzögerung den Finanzausblick für 2026 nicht. Novo Nordisk peilt weiterhin eine Markteinführung in den USA im ersten Halbjahr 2027 an, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung.

Studiendaten stützen das Adipositas-Portfolio

In der klinischen Entwicklung lieferte unterdessen der Hoffnungsträger CagriSema neue Daten. In der Phase-3-Studie REIMAGINE 5 erzielte der Wirkstoff bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes eine Gewichtsabnahme von 12,4 %, während Tirzepatid 9,1 % erreichte. Die Untersuchung REDEFINE 9 zeigte eine Reduktion des Körpergewichts um 21 % gegenüber Placebo.

Zusätzliche Studienergebnisse deuten darauf hin, dass das Präparat das Verlangen nach Nahrungsmitteln dämpfen und Organfett abbauen kann. Solche Daten sind für Novo Nordisk essenziell, um den Vorsprung gegenüber Eli Lilly und anderen Konkurrenten zu halten. Die verhaltene Kursentwicklung verdeutlicht jedoch, dass Marktteilnehmer vor allem auf eine verlässliche operative Umsetzung der Wachstumspläne achten.

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