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Novo Nordisk Aktie: Kooperation mit Ascendis beendet

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 12:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novo Nordisk gibt ein monatliches Semaglutid-Projekt auf, verliert Marktanteile an Eli Lilly und setzt auf CagriSema sowie Amycretin.

Flatlay mit Spritze, Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf weißem Untergrund
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): Flatlay mit Spritze, Blutzucker-Teststreifen, Notizbuch und Apfel auf Weiß Illustration mit AI erstellt.

Der dänische Pharmakonzern trennt sich von einem weiteren Entwicklungsprojekt im Bereich langwirksamer Adipositas-Therapien. Novo Nordisk hat die 2024 geschlossene Forschungskooperation mit dem Partner Ascendis Pharma vorzeitig beendet. Damit gehen die weltweiten Rechte an der TransCon-Technologie sowie an einer monatlich zu verabreichenden Version des Wirkstoffs Semaglutid vollständig an das Biotech-Unternehmen zurück. Vereinbarte Meilensteinzahlungen von bis zu 285 Millionen Dollar sind damit hinfällig.

Mit dem Schritt markiert der Konzern bereits den dritten Rückschlag bei monatlichen GLP-1-Therapien binnen zwei Jahren. Zuvor war bereits ein eigenes GLP-1/GIP-Programm gestoppt worden, während der Bieterwettstreit um Metsera an den Konkurrenten Pfizer verloren ging. Ein monatlich dosiertes Präparat befindet sich nach der Beendigung der Partnerschaft nicht mehr in den Entwicklungsreihen des Unternehmens.

Druck auf den Marktanteil

Die Bereinigung der Entwicklungspipeline erfolgt in einer anspruchsvollen Phase für den Konzern. In einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC verwies Chief Executive Officer Mike Doustdar auf die Notwendigkeit, Marktanteile im wachsenden Markt für Adipositas-Therapien zurückzuholen.

Im zweiten Quartal lag der Marktanteil von Novo Nordisk in diesem Segment bei 38,8 Prozent, während Wettbewerber Eli Lilly 60,9 Prozent erreichte. Zugleich stellt sich das Unternehmen auch optisch neu auf: Mit der Verkürzung des Markennamens auf „Novo“ und einem modifizierten Markenauftritt soll die künftige Ausrichtung verdeutlicht werden.

Im Fokus der verbleibenden Wirkstoffpipeline steht nun vor allem das wöchentlich zu verabreichende Kombinationspräparat CagriSema, für das im vierten Quartal 2026 eine Entscheidung der US-Zulassungsbehörde FDA ansteht. Zudem befindet sich der Wirkstoffkandidat Amycretin in einer Phase-3-Studie, nachdem dieser in früheren Untersuchungen eine Gewichtsreduktion von 22,0 Prozent über 36 Wochen gezeigt hatte.

Zurückhaltende Analystenstimmen

An der Börse verzeichnet das Wertpapier heute einen leichten Zuwachs von 0,9 Prozent auf 36,76 Euro. Seit dem Jahreswechsel summiert sich der Kursverlust allerdings auf rund 16 Prozent.

Vor gut einer Woche stufte zudem Morgan Stanley die Aktie herab; seither verlor das Papier 0,9 Prozent an Wert.

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