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Novo Nordisk Aktie: Doustdar prüft NYSE-Listing

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 21:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Konzern erwägt einen US-Börsengang, reicht einen FDA-Antrag ein und plant bis 2030 mehr als fünf neue Blockbuster.

Modernes nordisches Forschungszentrum, Glasfassade, Skandinavisches Architekturdesign
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): nordisches Forschungszentrum mit Glasfassade und klaren skandinavischen Linien Illustration mit AI erstellt.

Konzernchef Mike Doustdar hat die Tür für eine stärkere Präsenz am weltgrößten Finanzplatz geöffnet. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende am Mittwoch offen dafür, ein direktes Listing an der New York Stock Exchange zu prüfen.

Konkret vorangetrieben werde dieser Schritt gegenwärtig allerdings nicht, betonte der Manager. Gleichwohl unterstreicht der Vorstoß die wachsende strategische Bedeutung des US-Marktes für den dänischen Pharmakonzern.

Zulassungsanträge und technologische Kooperationen

Parallel zu den börsenbezogenen Überlegungen treibt das Unternehmen die Erweiterung seines therapeutischen Portfolios voran. Für das Hämophilie-A-Präparat Denecimig mit dem Handelsnamen FREHEMGO reichte der Konzern am 17. September einen Zulassungsantrag bei der US-Gesundheitsbehörde FDA ein.

Zeitgleich sprach sich der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Aufsichtsbehörde EMA für eine Marktzulassung in der Europäischen Union aus. Die Therapie zielt auf die Behandlung von Erwachsenen und Kindern mit oder ohne Inhibitoren ab.

In der Wirkstoffforschung setzt das Management zudem verstärkt auf technologische Unterstützung. Geplant ist der Einsatz von Claude-Modellen, um die Entdeckung neuer Arzneien sowie die Softwareentwicklung zu beschleunigen.

Zur Stärkung der Prävention weitete Novo Nordisk am Dienstag die Kooperation mit dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF aus. Das Projekt ist mit zusätzlichen 18 Millionen Dollar ausgestattet und soll über 80 Millionen Kinder erreichen.

Wachstumsziele bis zum Ende des Jahrzehnts

Die jüngsten Schritte verdeutlichen die Bemühungen des Unternehmens, die Pipeline gegen den wachsenden Wettbewerb zu wappnen. Das Management stellt die Weichen, um den absehbaren Patentablauf wichtiger Erlösträger durch neue Behandlungsansätze abzufedern.

Auf dem Kapitalmarkttag in London hatte die Unternehmensspitze die langfristige Ausrichtung bekräftigt. Bis 2030 plant der Konzern die Markteinführung von mehr als fünf Blockbuster-Medikamenten. Bis zum Jahr 2035 peilt Novo Nordisk aus der aktuellen Entwicklungspipeline Erlöse von über 150 Milliarden dänischen Kronen an.

Gleichzeitig sah sich die Führungsetage auf der Londoner Veranstaltung kritischen Analystenfragen ausgesetzt. Im Fokus standen dabei vor allem die künftige Preismacht bei Schlüsseltherapien sowie die Übernahmestrategie im Vorfeld drohender Patentabläufe.

Am Aktienmarkt spiegeln sich die strategischen Initiativen vorerst nur verhalten wider. Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 34,05 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Wertverlust von 23 Prozent und rangiert damit weiterhin mit spürbarem Abstand unter seinem 52-Wochen-Hoch von 54,86 Euro.

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