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Novo Nordisk Aktie: Doustdar erwägt NYSE-Notierung

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 12:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Novo Nordisk prüft grundsätzlich einen direkten Börsenauftritt in New York, setzt die Option derzeit aber nicht operativ um und bleibt in Kopenhagen gelistet.

Modernes nordisches Forschungszentrum, Glasfassade, Skandinavisches Architekturdesign
Novo Nordisk A/S (DK0062498333): nordisches Forschungszentrum mit Glasfassade und klaren skandinavischen Linien Illustration mit AI erstellt.

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk zieht eine Aufwertung seiner Börsenpräsenz in den Vereinigten Staaten in Betracht. Vorstandschef Mike Doustdar erklärte in einem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Financial Times, das Unternehmen sei grundsätzlich offen für eine direkte Erstnotierung an der New York Stock Exchange.

Ein solcher Schritt würde die bisherigen Hinterlegungsscheine (ADRs) ablösen. Im vorbörslichen Handel legte das Papier um 0,8 Prozent auf 34,73 Euro zu.

Wachsendes Gewicht der US-Investorenbasis

Als Grund für die Überlegungen nannte Doustdar die zunehmende Bedeutung des US-Kapitalmarkts für das Unternehmen. Die Aktionärsbasis habe sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte kontinuierlich aus Skandinavien heraus verlagert.

Zudem erwirtschaftet Novo Nordisk mittlerweile mehr als die Hälfte seiner gesamten Erlöse in den Vereinigten Staaten, wo auch der Großteil der Verkäufe von Diabetes- und Adipositas-Medikamenten wie Wegovy und Ozempic anfällt.

Ein Tausch der ADRs gegen direkt gehandelte Stammaktien an der Wall Street könnte vor allem institutionellen US-Investoren den Zugang erleichtern. Damit würde Novo Nordisk einem Vorbild aus der europäischen Pharmabranche folgen: Der britische Rivale AstraZeneca hatte früher im laufenden Jahr einen vergleichbaren Schritt an den US-Börsen unternommen.

Keine unmittelbare Umsetzung geplant

Gleichzeitig dämpfte Doustdar überzogene Erwartungen an eine schnelle Realisierung. Zwar sehe er klare Vorzüge in einer direkten US-Notierung, das Unternehmen prüfe diese Option im operativen Tagesgeschäft gegenwärtig jedoch nicht.

Die Debatte über eine Notierung an der NYSE wird im Konzern bereits seit langem geführt. Seit seinem Amtsantritt als Vorstandschef im Vorjahr habe es zu diesem Thema allerdings keinen aktiven Dialog mit Börsenvertretern gegeben. Novo Nordisk behält seinen primären Handelsplatz damit bis auf Weiteres in Kopenhagen.

Wachsender Wettbewerbsdruck im GLP-1-Markt

Die Debatte um eine stärkere Präsenz an den US-Finanzmärkten fällt in eine Phase intensiverer Konkurrenz im Markt für Abnehmpräparate. Laut Daten von LSEG wird erwartet, dass die Verkäufe des Konkurrenzmittels Zepbound von Eli Lilly den Absatz von Wegovy im laufenden Jahr um mehr als 7 Milliarden US-Dollar übertreffen.

An der Börse hinterließ der Wettbewerb zuletzt Spuren: Die Aktie notiert aktuell mit einem Abstand von 37 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Um künftiges Wachstum abzusichern, richtet das dänische Unternehmen seinen Blick neben Zukäufen verstärkt auf die Entwicklung oraler Therapien in Tablettenform, die in den kommenden Jahren einen wachsenden Anteil des weltweiten Marktes für Adipositas-Behandlungen ausmachen dürften.

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