Nordic Mining Aktie: Barton weist Granat-Lieferung zurück
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Nordic Mining verzeichnete am vergangenen Freitag einen deutlichen Rückschlag und verlor 7,6 Prozent auf einen Schlusskurs von 2,42 NOK. Während das Bergbauunternehmen an einer kurzfristigen Finanzierung arbeitet, bleibt die finanzielle Lage angespannt.
Liquiditätsdruck und operative Hürden
Hintergrund der laufenden Finanzierungsgespräche ist der hohe Mittelbedarf für das Engebø-Projekt. Medienberichten zufolge wies das Unternehmen für das zweite Quartal 2026 bei einem operativen Verlust von 154 Millionen NOK keinerlei Umsatzerlöse aus.
Zwar wurden in diesem Zeitraum 1.262 Tonnen Rutil sowie 10.127 Tonnen Granat produziert, doch konnten diese Mengen nicht erlöswirksam verbucht werden. Ein Streit mit dem Abnehmer Barton verhinderte die Anerkennung der Erlöse, nachdem dieser eine Granat-Lieferung aus dem Mai wegen übermäßiger Staubbildung zurückgewiesen hatte.
Der operative Mittelabfluss belief sich im zweiten Quartal auf 210 Millionen NOK, getrieben durch Ausgaben für den Produktionshochlauf, externe Dienstleistungen und den Aufbau des Umlaufvermögens. Insgesamt beläuft sich der prognostizierte Liquiditätsbedarf bis Ende 2027 auf 475 Millionen NOK, sofern die bestehenden Verbindlichkeiten refinanziert werden können.
Technische Nachbesserungen und Vertragserweiterungen
Parallel zu den Gläubigerverhandlungen setzt Nordic Mining auf technische Anpassungen, um Engpässe in der Aufbereitung zu beheben.
Auch auf vertraglicher Ebene verschaffte sich das Management zusätzlichen Spielraum. Die Vereinbarung mit dem Partner Iwatani wurde angepasst, sodass der späteste Termin für die Inbetriebnahme der Anlage auf den 31. Dezember 2026 verschoben wurde. Dies federt die Verzögerungen beim operativen Hochlauf vorerst ab.
Nach der Entscheidung über die Engebø-Genehmigung vor gut drei Wochen bleibt die Sicherung einer tragfähigen Kapitalstruktur die zentrale Voraussetzung für die Fortführung des Betriebs. Die Anleger warten nun auf den Abschluss einer Einigung mit den Anleihegläubigern.
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