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Nordic Mining Aktie: 10 bis 15 Millionen Dollar nötig

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 18:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nordic Mining verschiebt Zinszahlung, erhöht Anleihezinsen und senkt Prognosen. Kapitalbedarf von 15 Mio. USD bis September 2026.

Nordic Mining: Liquiditätskrise und Produktionsprobleme beim Projekt Engebø
Industrielle Bergbauanlage in einer arktischen Landschaft bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nordic Mining kämpft derzeit ums Überleben. Das Flaggschiff-Projekt Engebø steckt in massiven technischen Schwierigkeiten. Das Management braucht deshalb dringend frisches Kapital.

Die Tochtergesellschaft Engebø Rutile and Garnet verhandelt bereits mit einer Gruppe von Anleihegläubigern. Eine fällige Zinszahlung von etwa 46,2 Millionen Norwegischen Kronen wird verschoben. Mehr als zwei Drittel der Gläubiger unterstützen diesen Aufschub sowie vorübergehende Ausnahmen bei den Kreditbedingungen.

Teure Rettungsmaßnahmen

Die Zugeständnisse der Gläubiger haben ihren Preis. Der Zinssatz für die vorrangig besicherten Anleihen steigt von 12,5 auf 15,0 Prozent pro Jahr. Zusätzlich wird eine Zustimmungsgebühr von 3,1 Millionen US-Dollar fällig.

Parallel dazu bereiten operative Mängel Sorgen. Der Hochlauf der Produktion im Engebø-Projekt liegt offiziell hinter dem Zeitplan zurück. Zwar erreicht die Anlage teilweise ihre Kapazität, doch die Qualität der Produkte und die Ausbeute enttäuschen bisher.

Technische Probleme bremsen Produktion

Besonders die Trennung des Minerals Rutil bereitet Schwierigkeiten. Hinzu kommen Probleme mit feinen Granatrückständen in der Anlage. Diese Komplikationen zwangen das Management dazu, die Produktionsprognosen deutlich zu senken.

Um den Betrieb durch den Herbst zu retten, benötigt Nordic Mining eine Kapitalspritze. Das Unternehmen beziffert den Bedarf auf 10 bis 15 Millionen US-Dollar. Die Aktie geriet daraufhin an der Börse in Oslo unter Druck und schloss zuletzt bei 3,51 Norwegischen Kronen.

Juristisches Risiko durch Höchstgericht

Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs Norwegens verschärft die Lage. Das Gericht erklärte die Genehmigung für die Abfalleinleitung aus formalen Gründen für ungültig. Das Unternehmen bemüht sich nun um vorübergehende Erlaubnisse, um den Betrieb fortführen zu können.

Die Entscheidung über die langfristige Finanzierung fällt im September 2026. Dann soll die technische Prüfung durch das Ingenieurbüro SRK Consulting vorliegen. Dieses Gutachten ist die Voraussetzung dafür, dass Investoren weiteres Geld für die volle Produktion bereitstellen.

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