Nordex, Aktie

Nordex Aktie: Erholung stößt an Chartmarken

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 16:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Nordex verbuchte im dritten Quartal fast 30 Prozent mehr Bestellungen, während technische Widerstände die weitere Kurserholung begrenzen.

Isometrische Explosionszeichnung einer Windturbine mit Turm, Gondel, Getriebe und Rotorblättern
Nordex SE (DE000A0D6554) als isometrische 3D-Explosionszeichnung einer Windkraftturbine mit Turm, Gondel und Rotorblättern Illustration mit AI erstellt.

Nordex hat im dritten Quartal überraschend viele Aufträge eingesammelt. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen, doch der Chart setzt der Erholung bereits erste Grenzen.

Auftragseingang übertrifft Erwartungen

Ohne Servicegeschäft gingen Bestellungen über gut 2,8 Gigawatt ein, fast 30 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Kunden orderten 427 Anlagen für Projekte in zehn Ländern. Die stärksten Märkte waren Deutschland, die USA und die Türkei. Allein aus der Türkei kamen Aufträge für mehr als 900 Megawatt.

Jefferies-Analyst Constantin Hesse verwies darauf, dass die bestellte Leistung 13 Prozent über der Konsensschätzung lag. Ein Händler sprach von einem massiven Anstieg, auch wenn Konsensschätzungen fehlten und die Monatsmeldungen bereits Hinweise geliefert hatten. Leon Mühlenbruch von MWB Research sieht in der breiteren regionalen Aufstellung gute Aussichten.

Konzernchef José Luis Blanco erwartet, dass der Anteil internationaler Aufträge weiter wächst. Über die ersten neun Monate summieren sich die Orders auf gut 7,7 Gigawatt, rund 16 Prozent mehr als 2025.

Preis gibt nach, Unternehmen sieht keinen Trend

Der durchschnittliche Verkaufspreis sank im Quartal auf 0,90 Millionen Euro je Megawatt, nach 0,93 Millionen im Vorjahr. Nordex führt das auf Projektumfang und Ländermix zurück und spricht von einem weiterhin stabilen Preisumfeld. Über neun Monate lag der Wert mit 0,93 Millionen Euro leicht über dem Vorjahr. Nach Einschätzung des Händlers gleicht die Mengenausweitung den Preisrückgang mehr als aus.

Allerdings garantieren volle Auftragsbücher noch keine höheren Gewinne. Entscheidend bleibt, wie profitabel die Projekte abgearbeitet werden.

Charttechnik bremst

Die Aktie legte am Montagvormittag gut drei Prozent auf rund 36,50 Euro zu. Schon am Freitag war sie um drei Prozent gestiegen, nachdem sie in der Vorwoche das tiefste Niveau seit Ende Februar erreicht hatte. Vom Jahreshoch bei 51,70 Euro Ende April fehlen noch rund 30 Prozent. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von gut einem Viertel zu Buche.

Der Weg Richtung 39 Euro dürfte steinig werden. Dort verlaufen die 21-Tage- und die 50-Tage-Linie. Knapp über 40 Euro warten die 90-Tage- und die 200-Tage-Linie. Gelingt der Sprung über diese Zone, rückt eine größere Erholung in Reichweite. Scheitert die Aktie dort, bleibt sie in ihrem Abwärtstrend seit dem Frühjahr gefangen.

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