Nordex Aktie: 34-Megawatt-Auftrag für Rauschenberg
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 14:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat heute einen neuen Auftrag über 34 Megawatt (MW) aus Deutschland gemeldet. Das Unternehmen wird fünf Turbinen für den Windpark Rauschenberg in Hessen liefern und errichten. Auftraggeber ist die EEF Erneuerbare Energien Fabrik GmbH. Damit setzt der Konzern den Ausbau seiner Marktanteile im Bereich der leistungsstarken Windenergieanlagen auf dem Heimatmarkt fort.
Effizienzsteigerung durch Repowering
Bei dem Projekt in Hessen handelt es sich um ein sogenanntes Repowering-Vorhaben. Dabei werden fünf bestehende Altanlagen, die jeweils über eine Leistung von 3 Megawatt verfügen, durch moderne und deutlich effizientere Turbinen ersetzt.
Nordex liefert hierfür Anlagen des Typs N175/6.X. Jede dieser neuen Turbinen weist eine Nennleistung von 6,8 Megawatt auf, womit sich die Gesamtkapazität des Standorts trotz gleichbleibender Anlagenzahl mehr als verdoppelt.
Die gewählten Turbinen verfügen über eine Nabenhöhe von 199 Metern. Dieser Anlagentyp kommt damit zum zweiten Mal in dieser spezifischen Konfiguration in Deutschland zum Einsatz. Ein erster Auftrag für die N175/6.X mit dieser Nabenhöhe wurde bereits im März 2026 für ein Projekt in Nordrhein-Westfalen verzeichnet.
Neben der Lieferung und Installation der Hardware umfasst die Vereinbarung mit der Erneuerbare Energien Fabrik einen Premium-Service-Vertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren, was die langfristige Wartung und Betriebsbereitschaft der Anlagen sichern soll.
Zeitplan und technischer Hintergrund
Der Zeitplan für das Projekt Rauschenberg sieht vor, dass die Lieferung und Errichtung der neuen Turbinen ab Ende 2027 erfolgen wird. Die Inbetriebnahme und die damit verbundene Steigerung der Stromerzeugung sind für den Sommer 2028 geplant.
Die deutliche Erhöhung der installierten Leistung pro Anlage unterstreicht den technologischen Fortschritt in der Branche: Während die alten Turbinen lediglich 3 Megawatt leisteten, können die neuen Modelle durch größere Rotoren und höhere Türme die Windressourcen am Standort wesentlich besser ausschöpfen.
Anleger reagieren am heutigen Handelstag dennoch zurückhaltend auf die Nachricht. Die Aktie notiert derzeit bei 37,62 Euro, was einem Rückgang von 4,5 % gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht. Damit rutschte das Papier auch unter den gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage; der Abstand zu dieser Marke beträgt aktuell -4,6 %.
Das aktuelle Kursniveau spiegelt eine Konsolidierungsphase wider, nachdem der Wert bereits deutlich von seinen Höchstständen zurückgekommen ist. Mit dem aktuellen Stand liegt die Aktie etwa 27 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch, das Ende April 2026 erreicht wurde.
Dennoch verbleibt für das laufende Jahr eine positive Bilanz, da der Wert seit Jahresbeginn um 29 % zulegen konnte. Die langfristigen Wartungsverträge wie im Fall des hessischen Auftrags sorgen zudem für eine stabilere Planbarkeit der Einnahmen im Service-Segment des Konzerns.
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