Nordex Aktie: 33,52 Prozent seit Jahresbeginn
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex festigt seine globale Marktposition durch eine Serie von bedeutenden Projekterfolgen in der Türkei und den USA. Nach einer starken Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal unterstreicht das Unternehmen damit seinen Wachstumskurs. Die positive Dynamik spiegelt sich auch in der Performance wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein deutliches Plus von 33,52 Prozent.
Großprojekte in der Türkei und den USA
Am 6. August meldete Nordex den Erhalt eines Großauftrags über 525 Megawatt aus der Türkei. Die Turkerler Holding bestellte eine Vielzahl von Windturbinen, womit der Konzern seine Stellung in diesem wichtigen Markt weiter ausbaut. Diese Meldung folgt auf weitere Erfolge in Nordamerika.
Unternehmensangaben vom 4. August zufolge sicherte sich Nordex drei neue Lieferverträge in den USA mit einem Gesamtvolumen von mehr als 480 Megawatt. Diese umfassen 81 Turbinen des Typs N163/5.X. Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung findet dabei lokal statt, da die Fertigung der Anlagen im konzerneigenen Werk im US-Bundesstaat Iowa vorgesehen ist.
Operative Stärke im zweiten Quartal
Die neuen Aufträge treffen auf ein solides finanzielles Fundament, wie die Ergebnisse zum 29. Juli belegten. In diesem Zeitraum steigerte Nordex den Umsatz um 16 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 224 Millionen Euro, was einer Marge von über 10 Prozent entspricht.
Unterm Strich erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis von 111,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 31,0 Millionen Euro zu Buche stand. Der Auftragsbestand summierte sich zum Ende des ersten Halbjahres auf beachtliche 18,4 Milliarden Euro.
Davon entfallen 11,6 Milliarden Euro auf das Projektgeschäft und 6,8 Milliarden Euro auf den Servicebereich. CEO José Luis Blanco bestätigte im Zuge dieser Zahlen die Jahresprognose für 2026.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Experten von Jefferies hoben am 30. Juli hervor, dass die Ergebnisse des zweiten Quartals die Markterwartungen übertroffen haben. Analyst Constantin Hesse verwies auf die starke operative Entwicklung und nannte ein Kursziel von 58,00 Euro. Auch AlphaValue/Baader reagierte am 3. August mit einer Rating-Anhebung auf die anhaltend hohe Auftragsdynamik des ersten Halbjahres.
Während namhafte Investmentbanken ihre Kaufempfehlungen nach den Quartalszahlen überwiegend bekräftigten, gibt es im Markt auch vereinzelte vorsichtige Stimmen. Medienberichten zufolge signalisieren automatisierte Modellrechnungen zudem eine rechnerische Unterbewertung des Papiers im Vergleich zum geschätzten inneren Wert des Unternehmens.
An der Börse wird die Entwicklung derzeit positiv quittiert. Die Aktie notiert aktuell mit 3,76 Prozent über ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Tage von 37,47 Euro. Damit setzt der Wert seinen langfristigen Erholungstrend fort, wenngleich er noch einen gewissen Abstand zu den bisherigen Jahreshöchstständen aufweist.
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