NiSource, Aktie

NiSource Aktie: Wachstumsplan bis 2033

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 22:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
NiSource verlängert den Investitionshorizont, hebt die langfristige Gewinnwachstumsprognose an und plant eine zusätzliche Kundengutschrift vorbehaltlich behördlicher Zustimmung.
NiSource, Aktie, Wachstumsplan, Investitionshorizont, Gewinnwachstumsprognose, Kundengutschrift, Zustimmung Illustration mit AI erstellt.

Der Versorger streckt seinen Investitionsplan auf sieben Jahre und hebt die langfristige Gewinnwachstumsrate an. Treiber sind Rechenzentren. Heute kam obendrein eine Gutschrift für Stromkunden in Indiana hinzu.

Quartalszahlen mit Rückenwind

Im dritten Quartal verdiente NiSource 129,5 Millionen Dollar, nach 94,7 Millionen im Vorjahreszeitraum. Je Aktie waren das 0,27 Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag ebenfalls bei 0,27 Dollar, gegenüber 0,19 Dollar 2025. Der Umsatz stieg auf 1,35 Milliarden Dollar.

Über neun Monate bleibt das Bild gemischter. Der Nettogewinn je Aktie liegt mit 1,42 Dollar exakt auf Vorjahresniveau, bereinigt steht ein Plus auf 1,49 Dollar.

Die Prognose für 2026 präzisiert das Management: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in der oberen Hälfte der Spanne von 2,02 bis 2,07 Dollar landen. Erstmals gibt es einen Ausblick für 2027, und zwar 2,22 bis 2,30 Dollar.

40 Milliarden Dollar bis 2033

Der Kapitalplan reicht nun bis 2033 und umfasst Investitionen von 40 Milliarden Dollar. Davon fließen 32 Milliarden ins Kerngeschäft, acht Milliarden in Rechenzentrumsprojekte. Daraus leitet NiSource ein jährliches Wachstum der Investitionsbasis von 9 bis 10 Prozent ab.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll von 2027 bis 2033 um 10 bis 11 Prozent pro Jahr zulegen. Ohne das Rechenzentrumsgeschäft rechnet das Unternehmen mit 6 bis 8 Prozent. Die Differenz zeigt, wie stark die Story inzwischen an den Großkunden hängt.

Mit Microsoft kam ein weiterer Vertrag hinzu. Zusammen mit den Abkommen mit Amazon und Alphabet sollen bestehende Stromkunden von Einsparungen in Höhe von rund 1,75 Milliarden Dollar profitieren. Die Großabnehmer finanzieren die Infrastruktur, ein Teil ihrer Zahlungen fließt an die übrigen Kunden zurück.

Zusätzliche Gutschrift für Kunden

Am Abend legte NiSource nach. Aus der Rechenzentrumsentwicklung sollen weitere 57,5 Millionen Dollar an Stromkunden der Tochter NIPSCO gehen. Ein durchschnittlicher Haushalt erhielte 18 Monate lang etwa fünf Dollar monatlich, insgesamt rund 90 Dollar. Voraussetzung ist die Zustimmung der Regulierer.

Politisch ist das geschickt. Steigende Strompreise durch den KI-Boom sind ein heikles Thema, und genehmigungsabhängige Projekte brauchen Rückhalt vor Ort. Die erste Gutschrift aus den Verträgen mit den Technologiekonzernen erwartet das Unternehmen im ersten Quartal 2027.

Zum Handelsschluss notierte die Aktie bei 43,60 Dollar. Ob der angehobene Wachstumspfad die Bewertung stützt, hängt an den Genehmigungen: Die neue Gutschrift braucht die Freigabe der Regulierer, die Gutschriften aus den Großverträgen sollen ab dem ersten Quartal 2027 beginnen.

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