NiSource, Aktie

NiSource Aktie: Gewinn sinkt deutlich

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 13:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NiSource verzeichnet im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang, bestätigt aber die Jahresprognose und treibt die Datacenter-Strategie mit Milliardeninvestitionen voran.

NiSource: Gewinnrückgang im Q2 trotz Umsatzplus – Prognose bestätigt
Abstrakte Darstellung moderner Energieinfrastruktur und Stromleitungen in der Abenddämmerung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bei NiSource klaffen Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal weit auseinander. Während die Erlöse kräftig zulegten, brach der Nettogewinn regelrecht ein — ein Bild, das auf den ersten Blick nach Problemen aussieht, bei genauerem Hinsehen aber vor allem mit Vorjahreseffekten zu tun hat.

Der Nettogewinn fiel auf 45,5 Millionen Dollar beziehungsweise 0,09 Dollar pro Aktie, nach 102,2 Millionen Dollar oder 0,22 Dollar im Vorjahresquartal. Der Umsatz kletterte dagegen um 5,8 Prozent auf 1,358 Milliarden Dollar. Auf bereinigter Basis fiel der Rückgang moderater aus: Das adjustierte Ergebnis sank auf 77,6 Millionen Dollar oder 0,16 Dollar je Aktie, verglichen mit 101,9 Millionen Dollar beziehungsweise 0,22 Dollar im Vorjahr.

Der Blick auf das erste Halbjahr relativiert das Quartalsbild zusätzlich. Auf GAAP-Basis lag der Gewinn für die ersten sechs Monate bei 556,2 Millionen Dollar nach 577,0 Millionen Dollar im Vorjahr — ein deutlich kleinerer Rückgang als im Einzelquartal. Bereinigt stieg das Halbjahresergebnis sogar leicht auf 587,2 Millionen Dollar.

Guidance bleibt unverändert

Trotz des schwächeren Quartals rührte NiSource an der eigenen Prognose nichts. Der Versorger bestätigte die Jahresziele für das bereinigte Ergebnis je Aktie von 2,02 bis 2,07 Dollar sowie das langfristige Wachstumsziel von 9 bis 10 Prozent jährlich bis 2033. Diese Kontinuität dürfte den Markt mehr interessieren als die Quartalsschwankung selbst.

Hinter der Zuversicht steckt vor allem die Datacenter-Strategie. NiSource treibt sein Investitionsprogramm von 28,6 Milliarden Dollar für die Jahre 2026 bis 2030 weiter voran, davon 7,6 Milliarden Dollar allein für die Infrastruktur rund um Rechenzentren. Kürzlich genehmigte Sonderverträge mit Amazon und Alphabet sollen den Bestandskunden Einsparungen von 1,4 Milliarden Dollar bringen — ein Beleg dafür, dass der Versorger sein Wachstum zunehmend an die Nachfrage der Tech-Branche koppelt.

Der Markt reagierte auf die Zahlen zunächst verhalten: Vorbörslich gab die Aktie an der NYSE rund 1,9 Prozent nach. Angesichts der bestätigten Jahresprognose und des laufenden Milliardenprogramms für Rechenzentren dürfte sich die Aufmerksamkeit der Anleger nun auf die zweite Jahreshälfte richten, in der sich zeigen muss, ob die Datacenter-Verträge tatsächlich die erwarteten Ergebnisbeiträge liefern.

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