Nikkei, Serie

Nikkei 225: Ölpreis-Schock bremst Serie

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 02:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Nikkei 225 gab erneut nach, während steigende Ölpreise Inflationsängste schürten und Anleger wegen möglicher Zinskursänderungen nervös blieben.

Nikkei 225 unter Druck: Iran-Konflikt treibt Ölpreis nach oben
Moderne Bürogebäude im Tokioter Finanzviertel bei Dämmerung, die die Marktstimmung widerspiegeln. Illustration mit AI erstellt.

Zwei Handelstage in Folge im Minus — für den Nikkei 225 ist das nach den starken Vormonaten ein ungewohntes Bild. Auslöser ist diesmal nicht die heimische Konjunktur, sondern ein Konflikt Tausende Kilometer entfernt: die eskalierende Lage im Iran-Konflikt.

Der Index schloss zuletzt bei 66.215,34 Punkten, ein Minus von 96,59 Punkten oder 0,15 Prozent. Die Handelsspanne zwischen 65.576,61 und 66.525,70 Punkten zeigt, wie nervös die Anleger zwischenzeitlich reagierten. Technologie- und Papierwerte gaben nach, während Autohersteller und Versorger die Verluste etwas abfederten.

Ölpreis treibt Inflationssorgen an

Der eigentliche Belastungsfaktor liegt im Rohstoffmarkt. Nach einer neuen Angriffswelle der USA gegen Ziele der Islamischen Revolutionsgarden im Iran schoss der Preis für West-Texas-Intermediate-Rohöl um fast fünf Prozent auf gut 90 Dollar je Barrel nach oben. Steigende Energiepreise nähren Inflationsängste — und damit die Sorge, dass Notenbanken ihre Zinssenkungspläne noch einmal überdenken müssen.

Die Wall Street lieferte am Vorabend bereits ein klares Signal, wie ernst Anleger die Lage nehmen: Dow, Nasdaq und S&P 500 gaben allesamt deutlich nach, der Dow verlor knapp 420 Punkte. Diese negative Vorgabe dürfte den Nikkei auch am Mittwoch belasten.

Zusätzlichen Gegenwind liefern heimische Daten. Für August wird ein Rückgang der japanischen Geldbasis um 13,5 Prozent im Jahresvergleich erwartet, nach einem Minus von 13,9 Prozent im Juli — ein Trend, der die geldpolitische Straffung der Bank of Japan widerspiegelt und die Liquiditätsbedingungen am Markt weiter verschärft.

Kurzfristig hängt die Richtung des Nikkei damit an zwei Fäden: der weiteren Entwicklung im Nahost-Konflikt und der Ölpreisreaktion darauf. Hält die Eskalation an, dürfte die Marke von 65.500 Punkten zum nächsten Prüfstein werden.

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