Nikkei, Kioxia

Nikkei 225: Kioxia belastet Technologiewerte

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 04:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kioxias Gewinnprognose für das dritte Geschäftsquartal blieb unter den Analystenschätzungen; der Nikkei verlor 0,1 Prozent.
Moderne Produktionsanlage für Halbleiter in einer japanischen Fabrik mit Fokus auf technologische Fertigungsprozesse. Illustration mit AI erstellt.

Ein Einzelwert drückt die Stimmung am Tokioter Markt: Kioxia verliert zum Wochenstart kräftig und zieht die Technologiewerte mit. Der Nikkei 225 gibt dadurch leicht nach, im Chart verdichten sich derweil die Warnsignale.

Kioxia: Starke Zahlen, schwacher Ausblick

Die Aktie des Speicherchip-Herstellers fiel um 12 Prozent auf 11.860 Yen, den zweiten Verlusttag in Folge. Auslöser war die Prognose für den operativen Gewinn im dritten Geschäftsquartal. Kioxia stellt rund 1,995 Billionen Yen in Aussicht, Analysten hatten im Schnitt etwa 2,35 Billionen Yen erwartet.

Das überlagerte ein Rekordquartal, in dem der Umsatz höher ausfiel als im gesamten vorangegangenen Geschäftsjahr. Auch eine erste Dividende und erweiterte Maßnahmen für Aktionäre konnten die Stimmung nicht drehen.

Verstärkt wurde der Rückgang offenbar durch die Anlegerstruktur. Kioxia galt unter allen an der Tokioter Börse notierten Werten als Titel mit der höchsten Konzentration an gehebelten Long-Positionen. Bei negativen Nachrichten drohen dann Zwangsverkäufe. Hinzu kommt der Hinweis des Konzerns, dass der Preisanstieg bei NAND-Flash-Speichern spürbar an Tempo verliert.

Speicherwerte handeln typischerweise nach der Veränderungsrate der Preise, nicht nach deren Niveau. Außerdem überholte der chinesische Konkurrent YMTC Kioxia im zweiten Quartal bei den NAND-Auslieferungen.

Chartbild bleibt angeschlagen

Der Nikkei 225 gab um 0,1 Prozent nach und notiert bei rund 63.260 Punkten. Technisch dominiert der Abwärtstrend: Der Kurs liegt unter den gleitenden Durchschnitten der 20 und 50 Tage sowie unter der Ichimoku-Wolke. Der SuperTrend steht bei etwa 64.550 Punkten und wirkt als Widerstand.

Charttechniker erkennen eine Bärenflagge, die zu etwa 80 Prozent ausgebildet ist. Die Unterstützung liegt bei 62.435 Punkten. Fällt sie, rückt das markante Tief bei 61.632,5 Punkten in den Blick. Darunter käme die runde Marke von 60.000 Punkten ins Spiel.

Für eine Entspannung spricht wenig, aber einiges: Der RSI erholt sich von überverkauften Niveaus, und der Kurs prallte am unteren Bollinger-Band ab. Ein Anstieg über 64.550 Punkten würde das bärische Szenario entwerten.

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