Nikkei 225: Bären testen 62.500er-Marke
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 10:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der japanische Leitindex rutscht zum Wochenstart weiter ab und nähert sich einer Schwelle, die Chartanalysten als entscheidend einstufen. Bei rund 62.500 Punkten verläuft eine wichtige Unterstützung — fällt sie, könnte der Weg schnell weiter nach unten führen.
Am Freitag hatte der Nikkei 225 noch über der 64.000-Punkte-Marke geschlossen, nach einem Tagesverlust von 1.259,61 Punkten beziehungsweise 1,93 Prozent. Zum Start in die neue Woche setzte sich die Schwäche fort. Der Index handelte zuletzt bei rund 63.023 Punkten, ein Minus von 1,54 Prozent.
Öl und Technologiewerte belasten gleichzeitig
Zwei Faktoren drücken derzeit auf die Stimmung. Zum einen sorgt der Ölmarkt für Nervosität: Saudi-Arabien hat nach Drohnenangriffen eine wichtige Pipeline vorsorglich stillgelegt, während die Lage rund um die Straße von Hormus ungelöst bleibt. Die Furcht vor Versorgungsengpässen bremst die Risikobereitschaft weltweit.
Zum anderen setzt der Technologiesektor dem Index zu. Speicherchip-Werte wie Kioxia gerieten deutlich unter Druck, nachdem führende KI-Labore öffentlich vor einer Verlangsamung der KI-Entwicklung gewarnt hatten — ein Signal, das die Nachfrageerwartungen für Speicherchips dämpft. Auch andere Tech-Namen im Index, darunter Tokyo Electron, gerieten in den Abwärtsstrudel, während an der Nasdaq über Nacht ebenfalls Verluste zu verzeichnen waren.
Charttechnik zeigt klare Abwärtsdynamik
Auf dem 5-Stunden-Chart dominieren die Verkäufer. Sämtliche gängigen gleitenden Durchschnitte liegen über dem aktuellen Kurs, ein klassisches Bärensignal. Rutscht der Index unter die 62.500-Punkte-Marke, gilt ein Abrutschen auf 60.520 Punkte als wahrscheinlich, mit Risiko einer Ausdehnung bis 57.500 Punkte.
Auf der Oberseite müsste der Index über 65.083 Punkte klettern, um das bärische Bild zu kippen. Bislang bleibt der RSI nahe der überverkauften Zone, aber noch nicht dort angekommen — ein Hinweis darauf, dass eine schnelle Gegenbewegung noch nicht ausgeschlossen ist, aber auch nicht erzwungen wird.
Die kommenden Handelsstunden entscheiden, ob die 62.500er-Marke hält oder bricht. Ein Schlusskurs unter dieser Schwelle mit hohem Volumen würde die bärische Dynamik bestätigen, während eine Stabilisierung darüber zumindest kurzfristig Erholungshoffnung nährt.
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