NextEra Energy Aktie: Warren fordert FERC-Prüfung der Fusion
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 06:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Demokratische Abgeordnete im US-Kongress erhöhen den Druck auf die geplante Übernahme von Dominion Energy durch NextEra Energy. Eine Gruppe von Parlamentariern um Senatorin Elizabeth Warren und den Abgeordneten Suhas Subramanyam wandte sich an die Bundesenergieaufsicht FERC, um die 67 Milliarden US-Dollar schwere Transaktion eingehend auf das öffentliche Interesse überprüfen zu lassen.
Nach Ansicht der Politiker könnte der fusionierte Konzern rund ein Viertel der Elektrizität in Neuengland kontrollieren, was die Strompreise für Verbraucher treiben und den Wettbewerb schwächen könnte.
Gestern schloss das Papier von NextEra Energy im deutschen Handel bei 66,88 Euro. Das regulatorische Umfeld wird anspruchsvoller.
Zugeständnisse an die betroffenen Bundesstaaten
Um Vorbehalte in den betroffenen Regionen zu zerstreuen, legte NextEra begleitende Zusagen vor. In der Innenstadt von Richmond plant das Unternehmen die Errichtung eines gemeinsamen Hauptsitz-Turms, in dem 600 neue Arbeitsplätze entstehen sollen.
Dieses Paket knüpft an frühere Absichtserklärungen an, die auch finanzielle Entlastungen für Kunden vorsehen: Für Haushalte in Virginia sowie North und South Carolina wurden Rechnungsgutschriften im Umfang von insgesamt 2,25 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt.
Dennoch bleiben wesentliche Hürden bestehen. Neben der FERC-Prüfung stehen in den Bundesstaaten formelle Anhörungen an, darunter eine Sitzung zur Fusion in South Carolina am 8. Dezember.
Zuschlag für Großprojekt in Texas
Parallel zur Expansionsdebatte an der Ostküste baut der Konzern seine Erzeugungskapazitäten für den rasant wachsenden Strombedarf der Technologiebranche aus. Das US-Handelsministerium und die Regierung Südkoreas wählten die Tochtergesellschaft NextEra Energy Resources gemeinsam mit Related Companies und der Lewis Energy Group für das sogenannte „Project Star“ in Encinal im Bundesstaat Texas aus.
Das Vorhaben ist Teil eines bilateralen Investitionsrahmens und umfasst geplante Gesamtinvestitionen von 22,3 Milliarden US-Dollar. Vorgesehen ist ein Gas-und-Dampf-Kraftwerk mit einer Leistung von rund 6,47 Gigawatt, das vorrangig einen benachbarten, privat finanzierten Rechenzentrumscampus mit fünf Gigawatt Leistung versorgen soll.
Eine erste Erzeugungsphase wird frühestens für das Jahr 2029 angestrebt, bedarf jedoch noch behördlicher Genehmigungen und vertraglicher Abnahmevereinbarungen.
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