Newmont Mining Aktie: Verkauft Northumberland für 70 Millionen
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Newmont trennt sich von einem Altprojekt in Nevada. Der kanadische Explorer StrikePoint Gold hat die Übernahme des Northumberland-Goldprojekts von Newmont-Tochtergesellschaften abgeschlossen. Der Deal schloss am Dienstag, die Newmont-Aktie notierte zuletzt rund 1 Prozent im Plus.
Barzahlung und Folgezahlungen
StrikePoint zahlte beim Closing 70 Millionen Dollar in bar. Hinzu kommen zwei bedingte Zahlungen von jeweils 25 Millionen Dollar. Die erste wird binnen 120 Tagen nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie fällig, die zweite binnen 120 Tagen nach Erreichen bestimmter Meilensteine in der kommerziellen Produktion.
Newmont kann damit im Erfolgsfall insgesamt bis zu 120 Millionen Dollar aus dem Verkauf erlösen. Ob und wann die Folgezahlungen fließen, hängt allein von StrikePoints Fortschritten ab. Die Transaktion lief zwischen unabhängigen Parteien.
Was Newmont abgibt
Northumberland liegt im Walker Lane, einem Goldgürtel in Nevada, rund 60 Kilometer nördlich von Kinross' Mine Round Mountain. Die Lagerstätte hat früher Gold produziert und wurde über Jahrzehnte immer wieder abgebaut, zuletzt bis 1991. Newmont kam 2011 über die Übernahme von Fronteer in den Besitz. Seit etwa 2010 gab es dort keine nennenswerte Exploration mehr.
Die Ressourcenschätzung beziffert die angezeigte Ressource auf 2,86 Millionen Unzen Goldäquivalent, hinzu kommen 1,57 Millionen Unzen in der vermuteten Kategorie. Reserven existieren nicht. Die Schätzung beruht auf einem langfristigen Goldpreis von 3.500 Dollar je Unze.
Für Newmont ist das ein klassisches Portfoliomanöver. Der Konzern verwertet ein Asset, das offenbar nicht zum Kern seines Nevada-Geschäfts zählt, und behält über die Earn-out-Komponenten eine Beteiligung an künftigem Erfolg.
So finanziert StrikePoint den Kauf
Der Käufer sammelte per Bought Deal 190 Millionen kanadische Dollar ein, Canaccord Genuity fungierte als alleiniger Konsortialführer. Tembo Capital übernahm knapp 20 Prozent der Anteile und erhielt für 10 Millionen Dollar eine Lizenzgebühr von 0,5 Prozent auf künftige Erlöse aus Northumberland. Alan Pangbourne wurde Verwaltungsratschef.
StrikePoint will binnen eines Monats mit Bohrungen beginnen. Der Handel in den Aktien des Käufers soll Berichten der Gesellschaft zufolge um den 8. Oktober an der TSX Venture wieder aufgenommen werden. Für Newmont fließen die 70 Millionen Dollar nun unmittelbar zu, die 50 Millionen Dollar an Folgezahlungen bleiben von einer Machbarkeitsstudie und späteren Produktionsmeilensteinen abhängig.
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