NetEase, Aktie

NetEase Aktie: Zacks stuft auf Verkaufen herab

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 14:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nomura erwartet höhere Margen, aber schwache Gaming-Umsätze; Zacks Research stuft NetEase auf eine starke Verkaufsempfehlung herab.
Abstrakte Darstellung einer angespannten Finanzmarktstimmung mit gedimmter Beleuchtung und roten Farbtönen. Illustration mit AI erstellt.

Nomura bleibt bei NetEase grundsätzlich zuversichtlich, rechnet kurzfristig aber mit einem schwachen Spielegeschäft. Zugleich stuft Zacks Research die Aktie auf eine starke Verkaufsempfehlung herab. Damit stehen einer weiterhin positiven Einschätzung von Nomura deutlich skeptischere Signale gegenüber.

Für Anleger liegt der entscheidende Unterschied zwischen Ertragskraft und Wachstum. Nomura erwartet eine deutlich höhere Profitabilität, sieht beim Umsatz und beim Nettogewinn jedoch Rückstände gegenüber den Markterwartungen. Die Kaufempfehlung ist deshalb kein Signal für eine unmittelbar bevorstehende operative Beschleunigung.

Schwaches Spielegeschäft bremst die Erwartungen

Für das betrachtete Quartal prognostiziert Nomura ein Umsatzwachstum von 4% gegenüber dem Vorjahr. Online-Gaming und Mehrwertdienste sollen 24,6 Milliarden RMB erlösen. Das entspräche einem Zuwachs von 5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Im Vergleich zum Vorquartal erwartet das Haus in diesem Bereich allerdings einen Rückgang um 2%. Der Gesamtumsatz dürfte hinter den Markterwartungen zurückbleiben. Nomuras Einschätzung zeichnet damit kein Bild eines Geschäftseinbruchs, wohl aber einer verhaltenen Entwicklung.

Auch für das anschließende Quartal erwartet Nomura ein schwaches Gaming-Geschäft. Als möglichen Wendepunkt nennt das Haus den erwarteten Start von „Infinity“ im Januar 2027. Eine kurzfristige Belebung durch diesen Titel gehört damit noch nicht zum Szenario.

Die Produktentwicklung bleibt für die Einschätzung des Hauses wesentlich. Wegen „Lost Sea“ kürzt Nomura die Prognosen für den bereinigten Gewinn je Aktie für 2026 und 2027 jeweils um 4%.

Höhere Margen gleichen nicht alles aus

Auf der Ergebnisseite fällt Nomuras Ausblick freundlicher aus. Die bereinigte operative Marge soll 39% erreichen und damit um 7,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr steigen. Den bereinigten operativen Gewinn veranschlagt das Haus auf 11,6 Milliarden RMB.

Die erwartete Margenverbesserung zeigt, warum die schwächere Umsatzdynamik nicht automatisch zu sinkenden operativen Gewinnen führen muss. Sie beseitigt allerdings nicht die Lücke zwischen Nomuras Gewinnschätzung und den Erwartungen des Marktes.

Beim operativen Gewinn prognostiziert Nomura einen Zuwachs von 30% gegenüber dem Vorjahr. Der erwartete Nettogewinn von 10,2 Milliarden RMB läge dennoch 3% unter der Markterwartung. Sämtliche Angaben sind Prognosen, keine bereits gemeldeten Quartalsergebnisse.

Deutlich unterschiedliche Analystenurteile

Nomura hält trotz niedrigerer Gewinnschätzungen am positiven Anlageurteil fest. Die beiden Urteile unterscheiden sich damit deutlich.

Eine eindeutige Zuordnung der Bewegung zu einer einzelnen Analystenmeldung lässt sich daraus nicht ableiten.

Für die weitere Bewertung stehen damit zwei Punkte im Mittelpunkt: die von Nomura erwartete Verbesserung der Profitabilität und die weiterhin schwache Dynamik im Spielegeschäft. Die bestätigte Kaufempfehlung setzt auf Perspektiven über die kurzfristige Schwäche hinaus; die gekürzten Gewinnprognosen begrenzen zugleich die Erwartungen.

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