NeOnc Technologies Aktie: Insider kaufen nach Kurssturz
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 04:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wenn gleich drei Führungskräfte innerhalb weniger Tage eigenes Geld in die Aktie ihres Unternehmens stecken, wird das an der Wall Street genau registriert. Bei NeOnc Technologies Holdings ist das diese Woche passiert — und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Der Kurs des Biotech-Unternehmens ist zuletzt kräftig eingebrochen, um rund 60 Prozent binnen sechs Monaten.
Drei Käufe, ein Muster
CEO und Präsident Amir Heshmatpour griff am tiefsten in die Tasche. An zwei Handelstagen kaufte er Aktien im Gegenwert von 174.795 Dollar, zu Preisen zwischen 3,28 und 3,96 Dollar je Anteil. Nach den Transaktionen hält er direkt gut 3,18 Millionen Aktien, hinzu kommen umfangreiche indirekte Beteiligungen über mehrere Gesellschaften.
Auch der zweite CEO im Führungsduo, Thomas Chen, kaufte nach — für knapp 40.000 Dollar über eine IRA-Struktur, zu Kursen zwischen 3,60 und 3,815 Dollar. Chef-Finanzchef Keithly Garnett rundete mit einem kleineren Kauf von 1.000 Dollar ab. In Summe zeigt sich damit ein einheitliches Bild: Das Management griff zu, während die Aktie unter Druck stand und zuletzt bei 3,31 Dollar schloss.
Bemerkenswert ist, dass alle drei Käufe über den jeweils aktuellen Marktpreisen der Aktie liegen — die Insider zahlten also mehr, als der Markt die Papiere aktuell bewertet.
Klinische Fortschritte im Hintergrund
Die Insiderkäufe fallen in eine Phase, in der NeOnc mehrere klinische Meilensteine vermeldet hat. Die Phase-2a-Studie zum intranasalen Wirkstoff NEO100 bei rezidivierendem IDH1-mutiertem hochgradigem Gliom erreichte ihren primären Endpunkt: Nach sechs Monaten lebten 86,7 Prozent der Patienten progressionsfrei, verglichen mit einem Standardwert von 20 Prozent für die übliche Versorgung.
Parallel erhielt das Unternehmen von der US-Arzneimittelbehörde FDA Rückmeldungen zu Herstellungsanforderungen für den zweiten Wirkstoffkandidaten NEO212 — die Antworten fielen so eindeutig aus, dass ein ursprünglich geplantes Meeting mit der Behörde entfiel.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten erteilte die Gesundheitsbehörde Abu Dhabis zudem den Status als Prüfpräparat für beide Wirkstoffe, für NEO212 die erste internationale regulatorische Freigabe nach Abschluss der Phase-1-Studie.
Die Aktie bewegt sich seit der jüngsten Studien-Nachricht deutlich volatiler als üblich, mit Ausschlägen von über zehn Prozent an einzelnen Handelstagen. Ob die geballten Insiderkäufe allein reichen, den Abwärtstrend zu drehen, hängt maßgeblich davon ab, wie der Markt die klinischen Fortschritte bei NEO100 und NEO212 in den kommenden Wochen einpreist.
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