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Neo Performance Aktie: Sarfartoq-Projekt an Greenland Mines verkauft

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 04:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neo Performance schließt den Grönland-Verkauf ab, kooperiert mit Carester und erwartet 2026 ein bereinigtes EBITDA am oberen Prognoseende.

Neo Performance verkauft Grönland-Projekt und stärkt Europas Lieferkette
Weite arktische Bergbaulandschaft mit mineralischen Gesteinsformationen in einer minimalistischen, professionellen Ästhetik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am heutigen Dienstag vollzieht Neo Performance einen strategisch bedeutsamen Schritt in seiner Unternehmensneuausrichtung. Wie geplant soll der Verkauf von Neo North Star Resources, dem Eigentümer des Sarfartoq-Seltenerdprojekts in Grönland, an Greenland Mines Ltd abgeschlossen werden.

Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf insgesamt 35 Millionen US-Dollar. Davon fließen Neo Performance 20 Millionen US-Dollar in bar zu, während weitere 15 Millionen US-Dollar in Form von Stammaktien des Käufers beglichen werden.

Durch diese Struktur bleibt das Unternehmen als strategischer Anteilseigner involviert und sichert sich zudem Abnahmerechte für bis zu 60 Prozent der künftigen Produktion. Die formale Genehmigung für die Übertragung der Explorationslizenz durch die grönländische Regierung wurde bereits im Vorfeld am 21. August erteilt.

Strategische Allianz für die Produktion in Estland

Parallel zum Exit aus der direkten Exploration in Grönland forcierte das Management am gestrigen Montag den Aufbau einer unabhängigen europäischen Lieferkette. Das Unternehmen schloss eine verbindliche Absichtserklärung mit der französischen Carester SAS über eine strategische Partnerschaft ab.

Ziel dieser Kooperation ist die Absicherung der Versorgung mit schweren Seltenerdoxiden wie Dysprosium und Terbium. Diese Rohstoffe sind essenziell für die Herstellung von gesinterten Magneten im estnischen Werk in Narva.

Die Vereinbarung sieht zudem die Einrichtung eines geschlossenen Recyclingkreislaufs vor, um Produktionsabfälle aus der Magnetfertigung direkt wiederzuverwerten.

Laut Unternehmensangaben vom Montag befindet sich die Anlage in Narva weiterhin exakt im Zeitplan, um in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit der kommerziellen Produktion zu beginnen. Diese regionale Integration gilt als Kernstück der Strategie, um die Abhängigkeit von globalen Lieferketten zu reduzieren und die Marktposition in Europa zu festigen.

Kosteneffizienz und optimierte Jahresprognose

Die operative Basis für diesen Expansionskurs hat sich zuletzt verbessert. Medienberichten zufolge konnte das Unternehmen die Fertigungskosten in seinen globalen Werken über die vergangenen zwei Jahre um rund 20 Prozent senken.

Diese Effizienzsteigerungen stützen insbesondere die Profitabilität in den Segmenten Rare Metals und Magnequench. Vor diesem Hintergrund bestätigte das Management gestern seine Finanzziele für das Gesamtjahr 2026. Erwartet wird ein bereinigtes EBITDA in einer Spanne von 140 Millionen bis 150 Millionen US-Dollar.

Aufgrund der Rekordwerte aus dem zweiten Quartal, die bereits vor rund zwei Wochen gemeldet wurden, signalisierte die Unternehmensführung, dass das Ergebnis voraussichtlich am oberen Ende dieses Zielkorridors liegen wird.

An der Börse verzeichnete die Aktie gestern einen Rückgang von 1,8 Prozent und schloss bei 19,66 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Schwäche weist das Papier seit Jahresanfang eine positive Wertentwicklung von 103 Prozent auf. Mit dem gestrigen Schlusskurs notiert der Wert allerdings rund 14 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 22,95 Euro.

Das Vertrauen der Führungsebene in die langfristige Entwicklung scheint indes ungebrochen: Am vergangenen Donnerstag reichte CEO Rahim Suleman zwei Insider-Berichte über seine Beteiligungsverhältnisse ein. Zudem lief am Mittwoch der vergangenen Woche eine Haltefrist (Lock-up) für bestimmte Stammaktien des Unternehmens aus, was das Handelsgeschehen der letzten Tage mitprägte.

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