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National Healthcare Aktie: Gewinnqualität gefragt

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Erlöse und Zukäufe stützen das bereinigte Quartalsergebnis, während der ausgewiesene Nettogewinn deutlich nachgab.
Moderne, helle klinische Umgebung mit Fokus auf Stabilität und Qualität im Gesundheitssektor. Illustration mit AI erstellt.

Auf den ersten Blick sieht das dritte Quartal bei National HealthCare schwach aus: Der ausgewiesene Gewinn ist deutlich gesunken. Der Blick auf das bereinigte Ergebnis zeigt jedoch ein anderes Bild.

Umsatzplus dank Zukäufen

Die Nettoerlöse stiegen im Quartal bis Ende September um 6,6 Prozent auf rund 408 Millionen Dollar. Der nach US-GAAP ausgewiesene Nettogewinn fiel dagegen auf 13,6 Millionen Dollar, nach 39,2 Millionen im Vorjahresquartal. Je Aktie blieben 0,85 Dollar übrig, nach 2,50 Dollar im Jahr 2025.

Den Rückgang erklärt vor allem der Vergleichsmaßstab. Das Unternehmen bereinigt sein Ergebnis um unrealisierte Gewinne und Verluste seines Portfolios an Aktien. Solche Bewertungseffekte verzerren die Quartalszahlen in beide Richtungen.

Bereinigt steht ein Plus von 13,8 Prozent auf 28,2 Millionen Dollar in den Büchern. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg von 1,58 auf 1,76 Dollar.

Expansion treibt das Geschäft

Als Haupttreiber nennt das Management zwei Transaktionen. Zum 1. Juni übernahm NHC fünf Pflegeheime mit 639 Betten in Tennessee und South Carolina. Einen Monat später folgte der Erwerb der Immobilien von 32 Pflegeheimen und drei Einrichtungen für betreutes Wohnen von National Health Investors.

Diese 35 Objekte bringen zusammen 4.825 Betten ein und liegen in sechs Bundesstaaten. NHC betreibt damit einen größeren Teil seiner Standorte nun auch als Eigentümer der Immobilien. Zum 1. November führen Gesellschaften der Gruppe 80 Pflegeheime mit gut 10.300 Betten, dazu Hospiz- und Homecare-Dienste.

Dividende bleibt Thema

Bereits am Vortag hatte NHC die nächste Quartalsdividende angekündigt: 67 Cent je Aktie. Stichtag ist der 31. Dezember 2026, ausgezahlt wird am 29. Januar 2027.

Die Aktie schloss zuletzt bei 207,62 Dollar, ein Minus von 2,25 Prozent. Die Reaktion auf die Zahlen vom Freitag steht noch aus. Entscheidend für die Einordnung ist, wie sich die neu erworbenen Einrichtungen in den kommenden Quartalen zum bereinigten Ergebnis beitragen, das erstmals die Immobilien aus dem NHI-Deal über ein volles Quartal enthalten wird.

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