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National Fuel Gas Aktie: Prognose enttäuscht

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der bereinigte Quartalsgewinn lag über der Analystenschätzung, doch die Prognosespanne für 2027 bleibt unter dem Konsens.
Abstrakte Darstellung von Energieinfrastruktur und Erdgasanlagen in einer düsteren, industriellen Abendstimmung. Illustration mit AI erstellt.

Starkes Quartal, schwacher Ausblick: National Fuel Gas hat im vierten Geschäftsquartal die Gewinnerwartungen übertroffen, mit der Prognose für 2027 aber deutlich darunter gezielt. Die Aktie hatte bereits vor den Zahlen ein 52-Wochen-Tief markiert.

Quartal über den Erwartungen

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,22 Dollar und damit 0,18 Dollar über der Analystenschätzung. Der Umsatz verfehlte mit 467,85 Millionen Dollar die Erwartung von 472,6 Millionen Dollar leicht. Nach GAAP-Rechnung sank der Gewinn je Aktie auf 1,02 Dollar, nach 1,18 Dollar im Vorjahr.

Über das Gesamtjahr fällt die Bilanz besser aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 9 Prozent auf 7,55 Dollar. Die Dividende wurde zum 56. Mal in Folge angehoben, auf jährlich 2,22 Dollar je Aktie.

Prognose liegt klar unter dem Konsens

Für das Geschäftsjahr 2027 stellt das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie von 6,00 bis 6,40 Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 7,25 Dollar gerechnet. Die Planung unterstellt einen durchschnittlichen Erdgaspreis von 2,85 Dollar je MMBtu, was in etwa der aktuellen Terminkurve entspricht.

Die Upstream-Sparte bleibt bis zur geplanten Abspaltung Teil der Konzernzahlen. Sie soll 400 bis 435 Milliarden Kubikfuß fördern, nach 104 Milliarden Kubikfuß allein im Schlussquartal. Das war ein Rückgang von 7 Prozent zum Vorjahr, weil natürliche Förderrückgänge neue Bohrungen überkompensierten.

Neuaufstellung als Kurstreiber

Strategisch befindet sich der Konzern im Umbau. Seit dem 1. Oktober gehört der Ohio-Gasversorger von CenterPoint Energy dazu. Er verdoppelt die regulierte Vermögensbasis und bringt rund 335.000 Kunden. Zudem gingen die Pipeline-Projekte Tioga Pathway und Shippingport Lateral am 1. November in Betrieb.

Die Upstream- und Gathering-Sparte soll unter dem Namen Seneca Resources in der zweiten Jahreshälfte 2027 an die Börse gehen. Aktionäre sollen mindestens 80,1 Prozent der Anteile anteilig erhalten, bis zu 19,9 Prozent will der Konzern behalten und steuereffizient veräußern. Zurück bleibt ein vollständig regulierter Gasversorger mit rund 5 Milliarden Dollar Rate Base. Der Konzern betont, dass die Abspaltung nicht garantiert ist.

Aktie auf Jahrestief

Der Kurs war schon vor der Zahlenveröffentlichung unter Druck und fiel zeitweise auf 75 Dollar, ein 52-Wochen-Tief. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis lag bei knapp 11. KeyBanc bekräftigte zuletzt sein Kursziel von 95 Dollar und sieht im Pipeline-Geschäft einen Puffer gegen schwache Gaspreise. Weitere Analystenziele liegen zwischen 91 und 95 Dollar.

Die Telefonkonferenz zu den Zahlen beginnt heute um 9 Uhr Ortszeit an der US-Ostküste. Dort dürfte das Management erläutern, wie sich die Lücke zum Konsens bei der 2027er-Prognose erklärt.

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