Naqsch-e Dschahan Isfahan: Irans königlicher Platz voller Pracht
17.05.2026 - 21:10:27 | ad-hoc-news.deWenn sich über Isfahan das Abendlicht golden färbt und die Kuppeln zu leuchten beginnen, verwandelt sich Naqsch-e Dschahan Isfahan in eine fast unwirkliche Bühne: Der Platz Naqsh-e Jahan („Abbild der Welt“) öffnet sich wie ein gigantischer Hof, eingerahmt von Moscheen, Palästen und Arkaden, in denen noch immer gearbeitet, gehandelt und gebetet wird.
Wer hier steht, spürt sofort, warum der Platz zu den wichtigsten Kulturschätzen des Iran zählt – und warum die UNESCO Naqsch-e Dschahan Isfahan schon früh in die Liste des Welterbes aufgenommen hat. Für Reisende aus Deutschland ist dieser Ort eine seltene Gelegenheit, die persische Geschichte dort zu erleben, wo sie gebaut, bemalt und mit Keramikfliesen überzogen wurde.
Naqsch-e Dschahan Isfahan: Das ikonische Wahrzeichen von Isfahan
Naqsch-e Dschahan Isfahan liegt im historischen Zentrum von Isfahan, rund 340 km südlich von Teheran. Der Platz ist ein Ensemble, das aus dem weiten Rechteck des Platzes selbst, dem Königspalast Ali-Qapu, der Königsmoschee (heute Imam-Moschee), der Scheich-Lotfollah-Moschee und dem gewaltigen Portal zum Basar von Isfahan besteht. Die UNESCO bezeichnet Naqsh-e Jahan in ihren Unterlagen als „außergewöhnliches Zeugnis des persischen Städtebaus unter den Safawiden“.
Die Dimension lässt sich nur schwer in Worte fassen: Der Platz misst etwa 160 m in der Breite und rund 510 m in der Länge, er ist damit einer der größten historischen Stadtplätze der Welt. Für Leserinnen und Leser in Deutschland: Die Fläche entspricht in etwa der eines Fußballstadions – nur in die Länge gestreckt und von Monumenten statt Tribünen umgeben. Anders als viele repräsentative Plätze Europas ist Naqsch-e Dschahan Isfahan keine erstarrte Kulisse, sondern ein lebendiger Raum mit Picknickdecken, Pferdekutschen und spielenden Kindern.
Die Deutsche Welle und GEO Saison beschreiben Naqsch-e Dschahan Isfahan regelmäßig als Herzstück von Isfahan. Hier laufen die Fäden der Stadt zusammen: religiöse Architektur, höfische Repräsentation, Handel im Basar und die Gesellschaft, die den Platz bis spät in die Nacht als Treffpunkt nutzt. Für Reisende aus Deutschland ist das Zusammenspiel aus Kunstgeschichte und Alltagsleben ein besonderer Reiz – und ein deutlicher Unterschied zu vielen europäischen Denkmälern, die eher museal wirken.
Geschichte und Bedeutung von Naqsh-e Jahan
Der Name Naqsh-e Jahan bedeutet auf Deutsch sinngemäß „Abbild der Welt“. Er stammt aus dem Persischen und verweist auf den Anspruch der safawidischen Herrscher, in Isfahan ein Abbild ihrer idealen Ordnung zu schaffen. Der Platz entstand im frühen 17. Jahrhundert, als der Safawiden-Schah Abbas I. seine Hauptstadt von Qazvin nach Isfahan verlegte. Laut UNESCO und Encyclopaedia Britannica wurde Naqsch-e Dschahan Isfahan um 1602 begonnen und in den folgenden Jahrzehnten weiter ausgestaltet.
Die Safawiden-Dynastie (1501–1736) formte den Iran grundlegend. Sie etablierte den Zwölferschia-Islam als Staatsreligion und entwickelte eine hochstehende Hofkultur, in der Kalligrafie, Teppichkunst, Keramik und Architektur eine zentrale Rolle spielten. Schah Abbas I. (reg. 1588–1629) gilt als bedeutendster Herrscher dieser Linie. Er wollte Isfahan zur repräsentativen Hauptstadt eines Großreichs machen, das von Anatolien bis an die Grenze zu Indien reichte. Naqsh-e Jahan war das Prestigeprojekt dieser Vision.
Historikerinnen und Historiker betonen, dass der Platz kein isoliertes Monument, sondern der Kern einer umfassenden Stadtplanung war. Die heutige Chaharbagh-Avenue, die Flussbrücken über den Zayandeh Rud und weitere Moscheen sind Teil dieses safawidischen Gesamtkonzepts. Im Vergleich zu europäischen Plänen jener Zeit – etwa barocken Achsen in Paris oder Wien – war Naqsch-e Dschahan Isfahan ein Vorläufer großflächiger städtebaulicher Kompositionen, nur in persischer Ausprägung.
UNESCO ernannte den „Meidan Emam“, wie der Platz in den Akten offiziell heißt, im Jahr 1979 zum Welterbe. Damit gehört Naqsch-e Dschahan Isfahan zu den frühesten Welterbestätten überhaupt. Die Organisation hebt hervor, dass das Ensemble außergewöhnlich gut die Beziehungen zwischen Macht, Religion und Handel abbildet. Die vier Hauptbauten stehen exemplarisch für diese Sphären: der Ali-Qapu-Palast für die weltliche Herrschaft, die Imam-Moschee und die Scheich-Lotfollah-Moschee für das religiöse Leben, der Basar für den Handel.
Im 20. Jahrhundert überstand der Platz sowohl tiefgreifende politische Umbrüche im Iran als auch Modernisierungswellen relativ unversehrt. Restaurierungen seit den 1970er-Jahren haben große Teile der Fliesendekoration gesichert oder erneuert. Offizielle Quellen des iranischen Kulturministeriums betonen, dass regelmäßig Konservierungsarbeiten stattfinden, um die empfindlichen Fayencen vor Witterungsschäden zu schützen. Für Besucher aus Deutschland bedeutet dies: Der Platz ist kein Ruinenfeld, sondern wirkt in weiten Teilen farbintensiv und gepflegt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Naqsch-e Dschahan Isfahan ist nicht nur ein Platz, sondern ein choreografiertes Ensemble. Jede Seite verkörpert ein Element safawidischer Macht und Ästhetik. Nach Einschätzung von Kunsthistorikern der University of Isfahan und Beiträgen in „National Geographic Deutschland“ gilt der Platz als Höhepunkt der persischen Architektur der frühen Neuzeit.
Die Imam-Moschee (ehemals Schah-Moschee) dominiert die Südseite. Sie wurde unter Schah Abbas I. ab 1611 errichtet und ist ein Hauptwerk der persisch-islamischen Architektur. Charakteristisch sind die hohen, blau verkleideten Minarette, die riesige Eingangs-Iwanhalle und die dahinter liegende Hofanlage mit Hauptkuppel. Die Kuppel erreicht etwa 52 m Höhe, was in etwa der Turmhöhe vieler deutscher Stadtkirchen entspricht. Berühmt ist die Auskleidung mit tausenden glasierten Kacheln in Blau-, Türkis- und Gelbtönen, die geometrische Muster, florale Motive und Koranverse zeigen.
Besucher berichten – und auch Reiseführer wie Marco Polo und Baedeker heben es hervor –, dass die Akustik der Imam-Moschee besonders eindrucksvoll ist: Ein gesprochenes Wort unter der Kuppel kann deutlich in der ganzen Halle hörbar sein. Dies war kein Zufall, sondern Ergebnis raffinierter Bauplanung. Einige Bereiche dürfen aus Respekt vor Gläubigen nur eingeschränkt fotografiert werden, ein Punkt, den die Verwaltung des Platzes in Besucherhinweisen betont.
Die Scheich-Lotfollah-Moschee an der Ostseite ist kleiner, aber architektonisch nicht minder faszinierend. Sie wurde als Hofmoschee ohne Minarette für die königliche Familie gebaut und ist über einen unterirdischen Gang einst mit dem Palast verbunden gewesen. Von außen wirkt sie eher zurückhaltend, doch im Inneren entfaltet sich ein feines Geflecht aus Ornamenten. Besonders berühmt ist das Muster in der Kuppel, das im einfallenden Licht an ein Pfauenrad erinnert – ein Motiv, das in vielen Bildbänden und Dokumentationen über Isfahan zu sehen ist.
Der Ali-Qapu-Palast auf der Westseite war der repräsentative Zugang zur Hofanlage der Safawiden. Er besitzt eine monumentale Torhalle mit Holzsäulen, von der aus der Schah Paraden und Polospiele auf dem Platz verfolgte. In den oberen Etagen befindet sich der sogenannte „Musiksaal“, in dessen Stuckwände Aussparungen in Form von Gefäßen und Instrumenten eingearbeitet wurden. Fachleute der iranischen Denkmalschutzorganisation sehen darin eine Kombination von dekorativer Kunst und akustischer Optimierung.
Das Basarportal im Norden schließlich führt in den Qeysarieh-Basar, einen der ältesten und weitläufigsten Basare Irans. Die Arkaden rund um den Platz beherbergen bis heute Werkstätten und Läden, in denen handgeknüpfte Teppiche, Miniaturmalereien, Inlay-Arbeiten (Khatam), Kupferwaren und Keramik verkauft werden. Reisemagazine wie das ADAC Reisemagazin verweisen darauf, dass sich hier traditionelle Handwerkskunst in einer Dichte findet, die in vielen anderen Regionen bereits verschwunden ist.
Städtebaulich ist interessant, dass die Moschee-Achsen bewusst leicht vom Platzwinkel abweichen, um korrekt nach Mekka ausgerichtet zu sein. Die Planer lösten dieses Problem mit schräg gestellten Portalen, so dass für den Betrachter vom Platz aus ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Dieser Kunstgriff wird in Fachpublikationen der Architekturgeschichte als Beispiel für die Verbindung von religiöser Funktion und städtebaulicher Ordnung zitiert.
Auch die Platzfläche selbst ist gestaltet: In der Mitte befindet sich ein länglicher Garten mit Wasserbecken und Springbrunnen. Abends werden Teile des Platzes beleuchtet, wodurch Kuppeln und Portale fast zu schweben scheinen. Viele Reisende aus Europa nutzen dann Pferdekutschen, um den Platz im Rund zu umrunden – eine touristische, aber atmosphärisch dichte Art, Naqsch-e Dschahan Isfahan zu erleben.
Naqsch-e Dschahan Isfahan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Naqsch-e Dschahan Isfahan liegt im Zentrum von Isfahan in der Provinz Esfahan im Iran. Direkte Linienflüge aus Deutschland nach Isfahan gibt es derzeit nur zeitweise und meist saisonal oder charterbasiert. In der Regel erfolgt die Anreise von Deutschland aus über Teheran. Von Frankfurt, München oder Berlin bestehen Verbindungen großer internationaler Airlines nach Teheran, häufig mit Umstieg im Nahen Osten oder in der Türkei. Die Flugzeit ab Deutschland inklusive Umstieg liegt üblicherweise bei 7 bis 10 Stunden, abhängig von Verbindung und Wartezeiten. Von Teheran nach Isfahan sind es per Inlandsflug rund 45 bis 60 Minuten, per Auto oder Fernbus etwa 4 bis 5 Stunden (ca. 440 km). Bahnverbindungen variieren je nach Fahrplanlage; aktuelle Angebote sollten vor Reiseantritt geprüft werden. - Fortbewegung in Isfahan
In Isfahan selbst ist Naqsch-e Dschahan Isfahan vom historischen Zentrum aus oft zu Fuß erreichbar. Alternativ stehen Taxis und in Teilen der Stadt Ride-Hailing-Dienste zur Verfügung. Verkehr und Luftqualität können je nach Tageszeit schwanken. Für die Besichtigung des Platzes selbst sollte man sich ausreichend Zeit zu Fuß nehmen, da die feinsten Details nur im Gehen oder Sitzen wahrnehmbar sind. - Öffnungszeiten
Der Platz Naqsch-e Jahan als öffentlicher Raum ist in der Regel frei zugänglich, und viele Menschen nutzen ihn bereits früh morgens sowie bis in die späten Abendstunden. Die einzelnen Monumente – Imam-Moschee, Scheich-Lotfollah-Moschee und Ali-Qapu-Palast – haben eigene Öffnungszeiten, die saisonal variieren und sich kurzfristig ändern können, etwa während religiöser Feiertage oder wegen Restaurierungen. Die offizielle Verwaltung von Naqsch-e Dschahan Isfahan empfiehlt daher ausdrücklich, die jeweils aktuellen Zeiten direkt vor Ort oder über lokale Informationsstellen zu prüfen. Für Reisende aus Deutschland bietet es sich an, ein bis zwei volle Tage für den Platz und seine Bauten einzuplanen. - Eintrittspreise
Für den Platz selbst wird üblicherweise kein Eintritt erhoben. Für die Hauptsehenswürdigkeiten auf Naqsch-e Dschahan Isfahan – insbesondere Imam-Moschee, Scheich-Lotfollah-Moschee und Ali-Qapu-Palast – werden jedoch Eintrittsgebühren verlangt, die für ausländische Besucher deutlich über den Tarifen für Einheimische liegen können. Die genauen Beträge ändern sich regelmäßig; Reiseführer wie Marco Polo und Hinweise der iranischen Tourismusorganisation verweisen darauf, dass man mit mehreren Eintritten insgesamt im niedrigen zweistelligen Eurobereich pro Besuchstag rechnen sollte (umgerechnet in Rial, z.B. rund 10–20 € (je nach Tageskurs in iranischen Rial)). Da Wechselkurse und Preisstrukturen im Iran stark schwanken, sind diese Angaben als grobe Orientierung zu verstehen. Aktuelle Preise sollten unmittelbar vor dem Besuch geprüft werden. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Isfahan liegt in einem kontinental geprägten Klima mit heißen Sommern und relativ kühlen Wintern. Reisemagazine und die Deutsche Zentrale für Tourismus empfehlen für Kulturreisen in den Iran im Allgemeinen Frühling (etwa März bis Mai) und Herbst (September bis November). Im Hochsommer können die Temperaturen tagsüber deutlich über 30 °C steigen, was die Besichtigung von Naqsch-e Dschahan Isfahan in der Mittagshitze anstrengend macht. Ideal sind Morgen- und Abendstunden: Morgens ist es ruhiger, das Licht zeichnet die Fassaden weich; abends pulsiert das Leben auf dem Platz, Familien picknicken, Jugendliche fahren mit Fahrrädern und der Platz ist atmosphärisch beleuchtet. Während des Ramadans und wichtiger religiöser Feiertage kann sich der Rhythmus des Platzes verändern, was für Besucher zugleich herausfordernd und besonders eindrucksvoll sein kann. - Kleiderordnung und Verhalten
Im Iran gelten gesetzliche Kleidervorschriften, die auch für ausländische Besucherinnen und Besucher verbindlich sind. Frauen müssen in der Öffentlichkeit eine Kopfbedeckung (z.B. ein Tuch) tragen und darauf achten, dass Arme und Beine bedeckt sind; lange Hosen und ein längeres Oberteil oder Mantel sind üblich. In Moscheen wird häufig zusätzlich ein Tschador ausgeliehen oder empfohlen. Männer sollten kurze Hosen und ärmellose Shirts vermeiden. In Moscheen sind Schuhe auszuziehen, und Fotografieren kann teilweise eingeschränkt oder unerwünscht sein – insbesondere während des Gebets. Hinweise vor Ort sind zu beachten, das Fotografieren von Menschen sollte nur mit ausdrücklicher Zustimmung erfolgen. - Sprache, Kommunikation und Kultur
Amtssprache im Iran ist Persisch (Farsi). In touristischen Bereichen von Isfahan, insbesondere rund um Naqsch-e Dschahan Isfahan, sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, teilweise auch sehr gut. Deutschkenntnisse sind eher selten, werden aber von einigen Reiseleitern oder in größeren Hotels angeboten. Gastfreundschaft hat im Iran traditionell einen hohen Stellenwert; Reisende berichten häufig von spontanen Einladungen zu Tee oder kurzen Gesprächen. Höflichkeit, ein respektvoller Umgang mit religiösen Symbolen und Zurückhaltung bei politischen Themen sind empfehlenswert. - Zahlung, Geld und Trinkgeld
Im Iran wird mit Rial bezahlt, in der Praxis ist auch die Bezeichnung Toman verbreitet (ein Toman entspricht zehn Rial). Internationale Kreditkarten deutscher Banken funktionieren im Iran in der Regel nicht, da das Land weitgehend vom internationalen Bankensystem (z.B. Visa, Mastercard) abgekoppelt ist. Reisende aus Deutschland sollten dies zwingend bei der Planung berücksichtigen: In der Praxis wird empfohlen, ausreichend Bargeld in Euro oder US-Dollar mitzuführen und vor Ort zu tauschen. lokale Prepaid-Karten oder Geldkarten können über iranische Anbieter erhältlich sein; ihre Nutzung ist jedoch vor der Reise sorgfältig zu prüfen. Mobile Payment via Apple Pay oder Google Pay ist nicht flächendeckend verfügbar. Trinkgeld ist im Alltag üblich, etwa für Servicepersonal, Gepäckträger und Fahrer – Beträge orientieren sich am lokalen Preisniveau und werden meist bar in Rial gegeben. - Einreisebestimmungen und Sicherheit
Der Iran hat eigene Visa- und Einreisebestimmungen, die sich ändern können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sorgfältig prüfen, bevor sie eine Reise nach Isfahan und zu Naqsch-e Dschahan Isfahan planen. Dort finden sich Informationen zu Visa, Passgültigkeiten, regionalen Sicherheitshinweisen sowie zu Themen wie medizinischer Versorgung und Verhaltensempfehlungen. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung ist dringend zu empfehlen, da die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland Kosten im Iran nicht automatisch übernimmt. - Zeitzone und praktische Hinweise
Der Iran verwendet die Iran Standard Time (IRST), die in der Regel 2,5 bis 3,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ) liegt, je nachdem, ob in Deutschland Sommerzeit gilt und wie die iranische Zeitregelung aktuell ausgestaltet ist. Für Telefonate und digitale Meetings ist diese Verschiebung zu berücksichtigen. Netzabdeckung und mobiles Internet sind in Isfahan überwiegend gut, bestimmte Online-Dienste und soziale Netzwerke können jedoch eingeschränkt oder nur über lokale Lösungen nutzbar sein. Reisende sollten sich vorab informieren, welche Apps und Kommunikationswege zuverlässig funktionieren.
Warum Naqsh-e Jahan auf jede Isfahan-Reise gehört
Naqsch-e Dschahan Isfahan ist weit mehr als ein „Pflichtpunkt“ auf einer Sehenswürdigkeitenliste. Der Platz bündelt auf engem Raum, wofür Isfahan seit Jahrhunderten gerühmt wird: „Isfahan nesf-e jahan“ – Isfahan ist die Hälfte der Welt, lautet ein persisches Sprichwort, das in vielen deutschen Reisereportagen zitiert wird. Wer sich auf den Platz setzt, einen Tee aus einem der umliegenden Cafés in der Hand, versteht schnell, wie dieser Satz gemeint ist.
Tagsüber lockt die Architektur: Die fein abgestimmten Proportionen des Platzes, die Fliesenmuster, die Lichtspiele in den Moscheen und die Ausblicke vom Ali-Qapu-Balkon eröffnen ein Panorama, das Kunstgeschichte unmittelbar erfahrbar macht. Für Leserinnen und Leser aus Deutschland, die vielleicht den Kölner Dom, das Brandenburger Tor oder den Markusplatz in Venedig kennen, bietet Naqsch-e Dschahan Isfahan eine andere Perspektive auf Monumentalität: weniger steinerne Strenge, mehr ornamentale Fülle und ein ständiges Ineinander von Sakralem und Alltäglichem.
Abends treten andere Qualitäten hervor. Familien breiten Decken aus, Kinder fahren Rollschuh oder Fahrrad, Händler bieten Süßigkeiten und Snacks an, es entstehen spontane Gesprächssituationen. Viele Besucher aus Europa berichten, dass gerade diese Mischung aus UNESCO-Welterbe und lebendigem Stadtplatz den tiefsten Eindruck hinterlässt. Im Gegensatz zu manch europäischem Monument, das nach Schließung der Museen verwaist wirkt, bleibt Naqsch-e Dschahan Isfahan ein soziales Zentrum bis spät in die Nacht.
Auch als Ausgangspunkt für weitere Erkundungen eignet sich der Platz ideal: In fußläufiger Entfernung liegen weitere Safawiden-Bauten, traditionelle Häuser, moderne Cafés und Kunstgalerien. Wer mehrere Tage in Isfahan verbringt, kehrt oft immer wieder auf den Platz zurück – morgens zum Fotografieren, mittags zum Basarbummel, abends zum Menschenbeobachten. Naqsh-e Jahan wird so zum Fixpunkt der Reise, an dem sich Erlebnisse sortieren und verdichten.
Für Reisende aus der DACH-Region, die sich für Geschichte, Architektur und Kultur interessieren, ist Naqsch-e Dschahan Isfahan daher ein Ziel von besonderem Rang. Es verbindet sinnlich erfahrbare Schönheit mit einem tieferen Verständnis der iranischen Geschichte – und zeigt, dass Weltkulturerbe kein statisches Museum sein muss, sondern Teil eines lebendigen urbanen Organismus sein kann.
Naqsch-e Dschahan Isfahan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken taucht Naqsch-e Dschahan Isfahan häufig als Motiv für Reiseberichte, Architekturaufnahmen und kulturelle Kurzclips auf. Besonders beliebt sind Zeitraffer-Videos, die zeigen, wie sich der Platz vom ruhigen Morgen über geschäftige Basar-Stunden bis zu den beleuchteten Abendstunden verändert. Instagram-Postings fokussieren oft auf die Kuppel der Scheich-Lotfollah-Moschee oder die Innenhöfe der Imam-Moschee, während YouTube-Reisefilme gerne den Gesamteindruck und einfache Alltagsszenen auf dem Platz einfangen.
Wer die Stimmung vorab digital erleben möchte, findet unter einschlägigen Hashtags zahlreiche Eindrücke – wichtig bleibt jedoch, dass Fotos meist nur einen Ausschnitt der Erfahrung transportieren. Die besondere Atmosphäre aus Gerüchen, Stimmen, Gebetsrufen und lauen Abendwinden lässt sich erst vor Ort vollständig erfassen.
Naqsch-e Dschahan Isfahan — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Naqsch-e Dschahan Isfahan
Wo liegt Naqsch-e Dschahan Isfahan genau?
Naqsch-e Dschahan Isfahan – der Platz Naqsh-e Jahan – liegt im historischen Zentrum der Stadt Isfahan in der gleichnamigen Provinz des Iran. Er ist von vielen Hotels und Sehenswürdigkeiten der Altstadt aus zu Fuß erreichbar und markiert zugleich einen Orientierungspunkt für Spaziergänge durch die Stadt.
Wie alt ist Naqsh-e Jahan und wer hat den Platz bauen lassen?
Naqsch-e Dschahan Isfahan wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts unter Schah Abbas I. von der Safawiden-Dynastie angelegt. Der Bau begann um 1602 und wurde in den folgenden Jahrzehnten mit Moscheen, Palast und Basarportal komplettiert. Damit entstand der Platz rund zweieinhalb Jahrhunderte bevor im 19. Jahrhundert das Deutsche Reich gegründet wurde.
Warum ist Naqsch-e Dschahan Isfahan UNESCO-Welterbe?
Die UNESCO hat Naqsch-e Dschahan Isfahan 1979 als Welterbe eingetragen, weil der Platz ein herausragendes Beispiel persischer Stadtplanung und Architektur unter den Safawiden darstellt. Das Ensemble aus Imam-Moschee, Scheich-Lotfollah-Moschee, Ali-Qapu-Palast und Basarportal illustriert in einzigartiger Weise das Zusammenspiel von religiöser, politischer und wirtschaftlicher Macht.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck von Naqsch-e Dschahan Isfahan reichen einige Stunden, um über den Platz zu schlendern und eine der Moscheen zu besuchen. Wer die Atmosphäre intensiver erleben und mehrere Bauten von innen sehen möchte, sollte mindestens einen ganzen Tag einplanen – optimal sind zwei Tage, um den Platz zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erleben und auch den Basar in Ruhe zu besuchen.
Wann ist die beste Reisezeit für Isfahan und Naqsch-e Dschahan Isfahan?
Als besonders angenehm gelten Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November), wenn die Temperaturen in Isfahan milder sind und sich Stadtbesichtigungen gut mit Aufenthalten im Freien verbinden lassen. Im Hochsommer kann die Hitze tagsüber sehr intensiv sein, während der Winter zeitweise kühl und regnerisch ausfallen kann. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, Naqsch-e Dschahan Isfahan sowohl morgens als auch abends zu besuchen.
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