Namaqualand-Blutenroute, Südafrika Reise

Namaqualand-Blutenroute: Farbenrausch bei Springbok erleben

17.05.2026 - 22:04:16 | ad-hoc-news.de

Wenn die Namaqualand-Blutenroute nahe Springbok in Südafrika jedes Jahr zur Blüte explodiert, verwandelt sich Wüste in ein Meer aus Orange und Violett. Was macht dieses Naturwunder so besonders – und wie erleben Reisende aus Deutschland es wirklich?

Namaqualand-Blutenroute, Südafrika Reise, Naturwunder
Namaqualand-Blutenroute, Südafrika Reise, Naturwunder

Plötzlich ist die karge Halbwüste wie ausgewechselt: Entlang der Namaqualand-Blutenroute nahe Springbok in Südafrika breitet sich ein Teppich aus orangen Ringelblumen, violetten Iriden und weißen Margeriten aus – so dicht, dass der Boden kaum zu sehen ist. Namaqualand (sinngemäß „Land der Nama“) wird in dieser kurzen Zeit zwischen August und September zu einer der spektakulärsten Blumenlandschaften der Erde.

Namaqualand-Blutenroute: Das ikonische Wahrzeichen von Springbok

Die Namaqualand-Blutenroute ist keine einzelne Straße mit offizieller Nummer, sondern ein touristischer Begriff für mehrere Routen, die durch das nördliche Namaqualand rund um Springbok und das Küstenstädtchen Springbok führen. In guten Regenjahren leuchtet diese Region im südafrikanischen Northern Cape für wenige Wochen in intensiven Farben und gilt laut dem südafrikanischen Fremdenverkehrsamt South African Tourism als eine der bedeutendsten Wildblumenregionen des Landes. GEO Saison und National Geographic Deutschland beschreiben die Blüte im Namaqualand seit Jahren als „kurzes, aber überwältigendes Schauspiel“.

Für Reisende aus Deutschland ist die Namaqualand-Blutenroute ein Kontrastprogramm zu den bekannten Safariregionen um Kruger-Nationalpark oder Garden Route: Statt „Big Five“ stehen hier Millionen kleiner Blüten, weite Himmelslandschaften, stillgelegte Minenstädtchen und die Kultur des Nama-Volkes im Mittelpunkt. Springbok dient dabei als praktischer Ausgangspunkt, denn der Ort liegt direkt an der Fernstraße N7 zwischen Kapstadt und der namibischen Grenze.

Besonders beliebt sind Blütentouren in Eigenregie mit dem Mietwagen: Tagestouren führen von Springbok aus in die umliegenden Täler, Pässe und Schutzgebiete wie den Namaqua National Park weiter südlich. ADAC Reisemagazin und der Reiseführer Marco Polo Südafrika empfehlen, die Blütenroute flexibel zu planen, da sich die besten Flächen je nach Regenmenge und Temperaturen jedes Jahr verschieben.

Geschichte und Bedeutung von Namaqualand

Namaqualand bezeichnet eine weitläufige, trockene Region beiderseits der Grenze zwischen Südafrika und Namibia. Sie reicht grob von der Atlantikküste über das Inland des Northern Cape bis an den Oranje-Fluss. Der Name geht auf das indigene Volk der Nama zurück, das zur größeren Gruppe der Khoikhoi gehört. Historisch lebten sie als halbnomadische Viehhalter in dieser kargen Landschaft, die auf den ersten Blick lebensfeindlich wirkt.

Europäische Seefahrer und Händler beschrieben die Küstenabschnitte des Namaqualand bereits im 17. Jahrhundert, systematische Erkundungen folgten im 18. und 19. Jahrhundert. Mit dem Aufkommen des Diamanten- und Kupferbergbaus im 19. Jahrhundert entstanden im Inland Orte wie Springbok, das sich zu einem Zentrum der Kupferminen entwickelte. Südafrikanische Historiker, etwa in Publikationen des McGregor Museum in Kimberley, betonen, dass die Region zwar durch Rohstoffförderung geprägt wurde, ihre ökologische Besonderheit aber lange kaum Beachtung fand.

Das änderte sich im 20. Jahrhundert allmählich, als Botaniker und Naturschützer die außergewöhnliche Artenvielfalt der Sukkulenten und Winterregenflora im Namaqualand dokumentierten. Nach Angaben des südafrikanischen Umweltministeriums und Berichten in National Geographic gehört die Region heute zum sogenannten „Succulent Karoo Biodiversity Hotspot“, einem international anerkannten Hotspot für Pflanzenvielfalt. Für deutsche Leser lässt sich das grob mit der Bedeutung des Oberrheingrabens oder des Kaiserstuhls für die mitteleuropäische Flora vergleichen – nur auf einer deutlich größeren, trockeneren Bühne.

Die touristische Vermarktung der Namaqualand-Blüte setzte verstärkt ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Lokale Tourismusbüros in Springbok und Namaqualand begannen, Blütenberichte zu veröffentlichen, Straßenkarten mit Blütenrouten herauszugeben und kleine Festivals auszurichten. South African Tourism verweist inzwischen in vielen internationalen Kampagnen auf die „Namaqualand Flower Season“, was die Region insbesondere bei naturaffinen Reisenden aus Europa bekannter gemacht hat.

Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die kulturelle Bedeutung des Gebietes. Projekte, die in Kooperation mit Nama-Gemeinschaften entstehen, sollen Einkommensquellen schaffen – etwa durch geführte Wanderungen, Storytelling-Abende oder den Verkauf von Kunsthandwerk. Deutsche Medien wie die Deutsche Welle haben in Hintergrundberichten wiederholt auf diese Verbindung von Naturtourismus und kultureller Ermächtigung hingewiesen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Namaqualand-Blutenroute eher von schlichten, funktionalen Gebäuden als von ikonischen Monumenten geprägt. In Springbok und den umliegenden Ortschaften dominieren niedrige Häuser im kapholländischen, viktorianischen oder einfachen Kolonialstil, kombiniert mit Wellblechdächern, wie sie aus vielen südafrikanischen Landstädten bekannt sind. Charakteristisch sind weiß verputzte Kirchen, alte Minengebäude aus Stein und einige restaurierte Herrenhäuser aus der Zeit des Kupferbooms im 19. Jahrhundert.

Was der Region ihren besonderen Ausdruck verleiht, ist weniger klassische Architektur als das Zusammenspiel von Landschaft, Licht und Pflanzen. Der Botaniker John Manning, der zahlreiche Werke über die Flora des südlichen Afrikas für den renommierten südafrikanischen Verlag Struik Nature verfasst hat, beschreibt die Winterregen-Regionen des Western Cape und Namaqualand als „Botanische Bühne“, auf der die Pflanzen die Hauptrolle spielen. Wenn die Sonne tiefer steht, leuchten die Blüten besonders intensiv, während die rötlichen Felsenhügel des Namaqualand im Hintergrund wie eine Kulisse wirken.

Einige Orte entlang der Namaqualand-Blutenroute haben versucht, dieses Naturerlebnis künstlerisch einzufangen. In Springbok und benachbarten Gemeinden finden sich Wandmalereien, Skulpturen sowie kleine Museen, die sowohl die Bergbaugeschichte als auch die Pflanzenwelt thematisieren. Das Springbok Museum – ein lokales Heimatmuseum – zeigt historische Fotos der Stadt und Exponate zur Minenvergangenheit; ergänzend sind herbariumartige Sammlungen der typischen Namaqualand-Blumen zu sehen, die von regionalen Botanikergruppen betreut werden.

Ein wichtiger Akzent ist der Namaqua National Park südlich von Springbok, der vom südafrikanischen Nationalparkverbund SANParks verwaltet wird. Laut SANParks schützt der Park eine Kernfläche der Namaqualand-Flora und dient als Referenzgebiet für Forschung und erlebnisorientierten Naturschutz. Die Besucherinfrastruktur mit Picknickplätzen, einfachen Aussichtspunkten und saisonalen 4x4-Pisten ist bewusst zurückhaltend gestaltet, um die Landschaft in den Vordergrund zu stellen.

Die Blumenvielfalt selbst ist das größte „Kunstwerk“ der Region: Laut südafrikanischen botanischen Veröffentlichungen und Berichten in National Geographic umfasst das größere Namaqualand mehrere Tausend Pflanzenarten, darunter zahlreiche Endemiten – also Arten, die nur hier vorkommen. Typische Vertreter der Blütenroute sind unter anderem:

  • leuchtend orange Namaqualand Daisies (eine Gruppe aus Kapringelblumen und Gänseblümchengewächsen),
  • fein gezeichnete Gazania-Arten,
  • verschiedene Lilien- und Irisgewächse,
  • Sukkulenten wie Mittagsblumen, die ganze Hänge einfärben.

Die Blüte folgt einem klaren Rhythmus: Viele Arten öffnen ihre Blüten nur bei ausreichend Sonnenlicht und schließen sie bei Bewölkung oder am späten Nachmittag. Erfahrene Fotograf:innen und Naturführer, auf die etwa das Magazin Merian verweist, empfehlen daher, Blütentouren vor allem zur späten Vormittags- und frühen Nachmittagszeit zu unternehmen – ein Aspekt, der auch für Reisende aus Deutschland wichtig ist.

Namaqualand-Blutenroute besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Namaqualand und die wichtigsten Abschnitte der Namaqualand-Blutenroute liegen im Northern Cape, dem dünn besiedelten Nordwesten Südafrikas. Springbok befindet sich rund 560 km nördlich von Kapstadt an der N7 in Richtung Namibia. Internationale Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel nach Kapstadt oder Johannesburg und reisen von dort weiter.

    Flug: Direktflüge von Deutschland nach Kapstadt werden saisonal von großen Airlines angeboten; alternativ führen Routen mit einem Umstieg über europäische oder nahöstliche Drehkreuze. Die Flugzeit von Frankfurt oder München nach Kapstadt beträgt – je nach Verbindung – etwa 11 bis 13 Stunden. Von Kapstadt aus sind es mit dem Mietwagen ungefähr 6 bis 7 Stunden Fahrzeit nach Springbok (rund 560 km) auf gut ausgebauten Straßen.

    Mietwagen und Selbstfahrer: Für die Namaqualand-Blutenroute ist ein Mietwagen sehr empfehlenswert, da öffentliche Verkehrsmittel begrenzt sind. Die Fernstraße N7 ist asphaltiert, viele Blütengebiete werden über Nebenstraßen erreicht, die teils unbefestigt sind. Der ADAC weist in seinen Informationen zu Südafrika darauf hin, dass Linksverkehr herrscht und ein internationaler Führerschein neben dem deutschen Dokument sinnvoll sein kann. Für einige Pisten im Namaqua National Park ist ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit oder Allradantrieb empfehlenswert; dies sollte bei der Buchung berücksichtigt werden.
  • Öffnungszeiten
    Da die Namaqualand-Blutenroute kein geschlossenes Gelände, sondern eine Landschaft ist, gibt es keine einheitlichen Öffnungszeiten. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie das Springbok Museum oder Besucherzentren in Schutzgebieten haben jedoch eigene Zeiten. Diese können saisonal variieren. Für den Namaqua National Park etwa geben SANParks und das offizielle Parkbüro jeweils die aktuellen Öffnungs- und Einfahrtszeiten bekannt. Vor einer Reise sollte direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder über offizielle Webseiten geprüft werden: „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Namaqualand-Blutenroute bzw. den zuständigen Parkverwaltungen prüfen.“
  • Eintritt und Gebühren
    Der Zugang zu vielen Blütenflächen entlang öffentlicher Straßen ist kostenlos. Für Schutzgebiete wie den Namaqua National Park oder private Farmreservate werden jedoch Eintrittsgebühren erhoben. Diese variieren nach Saison und Nationalität. Da Preise schwanken und von Wechselkursen abhängen, empfiehlt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), grundsätzlich mit Eintrittskosten im Bereich einiger Euro pro Person (umgerechnet aus Rand) zu rechnen und aktuelle Angaben direkt auf den Seiten von SANParks oder lokalen Tourismusbüros einzusehen. Einige besonders beliebte Flower Reserves in Ortsnähe können ebenfalls geringe Gebührensätze pro Fahrzeug erheben.
  • Beste Reisezeit
    Die Namaqualand-Blüte ist ein klassisches Naturphänomen – sie lässt sich nicht exakt planen. Generell gilt der Zeitraum von Anfang August bis Anfang September als Hauptsaison; in manchen Jahren beginnt die Blüte schon im Juli oder reicht bis in den September hinein. Sowohl South African Tourism als auch südafrikanische Zeitungen wie die Mail & Guardian weisen darauf hin, dass die Intensität stark von den Winterregen zwischen Mai und Juli abhängt.

    Für Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, die Reise flexibel zu halten und kurz vor Abflug die Blütenberichte („flower reports“) lokaler Tourismusbüros in Namaqualand und bei SANParks zu prüfen. Viele Behörden und Lodges aktualisieren ihre Informationen online oder in sozialen Medien. Wer außerhalb der Blütezeit reist, erlebt eine eher karge Halbwüstenlandschaft mit vielen Sukkulenten – landschaftlich beeindruckend, aber ohne den berühmten Blütenteppich.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografie
    Sprache: In Südafrika gibt es elf Amtssprachen, darunter Englisch und Afrikaans, die im Namaqualand weit verbreitet sind. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen, etwa von manchen Mitarbeitenden in der Tourismusbranche. Mit Englisch kommen Reisende aus Deutschland in der Regel gut zurecht.

    Zahlung: Landeswährung ist der südafrikanische Rand (ZAR). In größeren Orten wie Springbok werden internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) in Tankstellen, Supermärkten und vielen Unterkünften akzeptiert. Abseits gelegene Gästehäuser oder Farmen bevorzugen teilweise Bargeld. Die Verbraucherzentralen in Deutschland empfehlen, mehrere Zahlungsmittel zu kombinieren (Kreditkarte, Debitkarte, etwas Bargeld) und die Gebühren der eigenen Bank zu prüfen. Mobile Payment wie Apple Pay wird vor allem in Großstädten zunehmend akzeptiert, ist in ländlichen Regionen aber weniger verbreitet.

    Trinkgeld: In Restaurants und Bars sind 10 bis 15 Prozent Trinkgeld üblich, sofern nicht bereits eine Servicepauschale auf der Rechnung steht. Bei einfachen Cafés und für kleinere Rechnungen werden aufgerundete Beträge geschätzt. Tankwarte, die in Südafrika häufig auch Scheiben reinigen und Reifendruck prüfen, erhalten meist ein kleines Trinkgeld. Für lokale Guides auf Blütentouren sind Trinkgelder nach Zufriedenheit ebenfalls üblich.

    Kleidung und Sonnenschutz: Trotz Winter im südafrikanischen August kann es tagsüber in Namaqualand angenehm warm werden, nachts aber deutlich abkühlen. Empfehlenswert sind Zwiebellook, winddichte Jacke und feste Schuhe, da Blütenfelder oft abseits der Straßen liegen. Unverzichtbar ist Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Creme mit hohem Lichtschutzfaktor), da die Sonne auch in der „kühleren“ Jahreszeit intensiv ist.

    Fotografie: Fotografieren ist in den meisten Blütengebieten erlaubt. Rücksicht ist wichtig: nicht auf die Blütenfelder treten, Pflanzen nicht pflücken und Hinweisschilder unbedingt beachten. Viele Naturschutzbehörden appellieren an Besucher, die Blüten nur von Wegen oder ausgewiesenen Bereichen aus zu fotografieren, um die empfindlichen Pflanzen nicht zu beschädigen.
  • Zeitzone und Gesundheit
    Südafrika liegt in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), während der deutschen Sommerzeit besteht meist kein Zeitunterschied. Diese Angabe kann sich auf Sommerzeitregelungen in Europa beziehen; Reisende sollten den konkreten Zeitunterschied vor Abflug prüfen.

    Innerhalb Südafrikas ist das Gesundheitswesen in größeren Städten gut ausgebaut. Bei Reisen in ländliche Gebiete wie das Namaqualand empfiehlt sich eine sorgfältige Vorbereitung. Das Auswärtige Amt rät generell zu einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption, auch wenn für Südafrika keine speziellen Pflichtimpfungen vorgeschrieben sind (Stand: nachprüfbare Zeitangaben beachten). Für EU-Bürger gilt die europäische Krankenversicherungskarte in Südafrika nicht; private Vorsorge ist daher wichtig.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger gelten für Südafrika visafreie Kurzaufenthalte zu touristischen Zwecken, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Details können sich ändern. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass Reisende die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen, Pass- und Visaregeln sowie Hinweise zu Aufenthaltsdauer und Kinderreisepässen direkt auf der offiziellen Webseite unter auswaertiges-amt.de prüfen sollten. Dieser Hinweis ist besonders wichtig, da sich Regeln, etwa für mitreisende Minderjährige, in der Vergangenheit mehrfach geändert haben.

Warum Namaqualand auf jede Springbok-Reise gehört

Die Frage, warum ein Abstecher ins Namaqualand auf eine Springbok- oder Kapstadt-Namibia-Route gehört, beantworten viele Reisemagazine mit einem Wort: Kontrast. Während Kapstadt mit Tafelberg und Atlantik urban und bekannt wirkt, ist Namaqualand weitläufig, still und weniger besucht. Genau diese Mischung aus Einsamkeit und Farbenrausch macht den Reiz aus.

Der deutsche Ableger von National Geographic hebt in mehreren Beiträgen die besondere Stimmung der Region hervor: morgendlicher Nebel, der sich über die Täler legt, bevor die ersten Sonnenstrahlen die Blüten öffnen; der Geruch nach trockener Erde und Kräutern; das Zirpen von Insekten im Hintergrund. Wer sich Zeit nimmt, nicht nur Bilder zu machen, sondern auch zu verweilen, erlebt die Landschaft intensiver als auf vielen klassischen Fotostopps entlang der Garden Route.

Springbok dient als praktischer Basisort, um die Umgebung in Tagesausflügen zu erkunden. Sehenswert sind neben den Blütenfeldern unter anderem:

  • das bereits erwähnte Springbok Museum mit Einblicken in die Bergbaugeschichte,
  • nahegelegene Aussichtspunkte, von denen sich die weiten Ebenen überblicken lassen,
  • kleine Flower Reserves in Ortsnähe, die auch ohne Geländewagen erreichbar sind,
  • Ausflüge Richtung Namaqua National Park, wo sich Blütenfelder und Atlantikküste verbinden.

Für fotografierende Reisende aus Deutschland ist die Namaqualand-Blutenroute ideal, um Natur- und Landschaftsfotografie zu üben. Die klare Luft, die kräftigen Farben und die oft spektakulären Wolkenformationen bieten Motive, die sich deutlich von europäischen Szenarien unterscheiden. Viele deutsche Fotografenmagazine verweisen zudem darauf, dass sich hier HDR-Aufnahmen, Panorama-Formate und Makrofotografie besonders lohnen.

Auch wer sich für Botanik interessiert, kommt auf seine Kosten. Geführte Touren mit lokalen Guides, die Kenntnisse über endemische Arten, traditionelle Nutzpflanzen und ökologische Zusammenhänge vermitteln, werden von Tourismusbüros und Lodges vermittelt. Solche Touren tragen dazu bei, dass Einkünfte in der Region bleiben und Naturschutzprojekte finanziert werden können – ein Aspekt, den nachhaltigkeitsorientierte Reisende aus der DACH-Region zunehmend schätzen.

Die Kombination aus Natur, Kulturgeschichte und der Möglichkeit, die Reise mit anderen Zielen im südlichen Afrika zu verbinden – etwa mit einer Weiterfahrt nach Namibia oder zurück über die Westküste zum Kap – macht die Namaqualand-Blutenroute zu einem Baustein vieler individueller Roadtrip-Routen. Reiseführer wie „Südafrika“ von Marco Polo oder Dumont integrieren die Region daher gerne als alternativen Abzweig zu den klassischen Routen, der besonders für Wiederholungsreisende interessant ist.

Namaqualand-Blutenroute in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat die Namaqualand-Blutenroute in den vergangenen Jahren zunehmend an Sichtbarkeit gewonnen. Während klassische Reiseführer das Phänomen schon lange beschreiben, machen Plattformen wie Instagram, YouTube und TikTok es heute einem breiteren Publikum in Deutschland sichtbar. Gerade in der Blütezeit tauchen dort täglich neue Clips auf, in denen Drohnenaufnahmen, Zeitraffervideos und Makroaufnahmen die Farbenexplosion im Namaqualand dokumentieren.

Offizielle Tourismusorganisationen wie South African Tourism und lokale Tourismusbüros nutzen Instagram-Stories und Reels, um aktuelle Blütenstände zu zeigen. Reiseblogger:innen und Naturfotograf:innen aus Deutschland und Europa teilen unter Hashtags wie #Namaqualand oder #FlowerSeason ihre Eindrücke – häufig mit praktischen Hinweisen, wann und wo die Blüte gerade am schönsten ist. Medien wie die Deutsche Welle oder ZDF-Auslandsjournale greifen das Thema gelegentlich in Video-Reportagen auf, wenn südafrikanische Themen im Fokus stehen.

Für die Reiseplanung aus Deutschland können Social-Media-Inhalte eine nützliche Ergänzung zu offiziellen Informationen sein, ersetzen aber keine verlässlichen Quellen. Aus redaktioneller Sicht bleibt wichtig: Blütenberichte offizieller Parkverwaltungen und Tourismusbüros haben Vorrang bei der Einschätzung, ob eine Reise zum jeweiligen Zeitpunkt lohnt. Wer Social Media nutzt, sollte kritisch prüfen, ob gezeigte Aufnahmen aktuell sind oder aus früheren Saisons stammen.

Häufige Fragen zu Namaqualand-Blutenroute

Wo liegt die Namaqualand-Blutenroute genau?

Die Namaqualand-Blutenroute bezeichnet mehrere Fahrstrecken durch das Namaqualand im Northern Cape in Südafrika, vor allem rund um Springbok und weiter südlich in Richtung Namaqua National Park. Es handelt sich nicht um eine offizielle Straße, sondern um einen touristischen Begriff für verschiedene Routen, auf denen während der Blütezeit besonders viele Wildblumen zu sehen sind.

Wann ist die beste Zeit, um die Blüte im Namaqualand zu erleben?

Die Blütezeit im Namaqualand liegt in der Regel zwischen Anfang August und Anfang September, kann aber je nach Winterregen früher beginnen oder länger andauern. Die Intensität der Blüte hängt von der Menge und Verteilung der Niederschläge ab. Vor einer Reise sollte man aktuelle Blütenberichte („flower reports“) von lokalen Tourismusbüros und Naturschutzbehörden prüfen.

Wie erreicht man Namaqualand und Springbok von Deutschland aus?

Reisende aus Deutschland fliegen meist nach Kapstadt oder Johannesburg und reisen von dort per Inlandsflug, Mietwagen oder Fernbus weiter. Von Kapstadt sind es rund 560 km mit dem Auto nach Springbok, was etwa 6 bis 7 Stunden Fahrzeit entspricht. Für die Erkundung der Namaqualand-Blutenroute ist ein Mietwagen sehr empfehlenswert.

Brauche ich für die Namaqualand-Blutenroute ein Geländefahrzeug?

Die Hauptverbindungsstraße N7 zwischen Kapstadt und Springbok ist asphaltiert und mit einem normalen Pkw gut befahrbar. Viele Blütengebiete entlang öffentlicher Straßen können ebenfalls ohne Allrad erreicht werden. Für manche Pisten im Namaqua National Park oder abgelegene Farmstrecken ist jedoch ein Fahrzeug mit höherer Bodenfreiheit oder Allradantrieb von Vorteil.

Ist die Namaqualand-Blutenroute für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, die Region kann gut mit Kindern bereist werden, sofern ausreichend Pausen eingeplant und Sonnenschutz, Getränke und Snacks mitgeführt werden. Die Fahrstrecken sind lang, daher eignen sich kindgerechte Etappen und stopps an Picknickplätzen. Eltern sollten Kinder anhalten, auf den Wegen zu bleiben, um die empfindlichen Blüten nicht zu beschädigen und mögliche Gefahren wie Dornenpflanzen und kleine Tiere zu vermeiden.

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