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NAC Kazatomprom Aktie: TQZ-Start verschiebt sich

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 11:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kazatomprom hält 2026 an seinem Produktionsziel fest, verschiebt jedoch die Säureanlage TQZ und meldet im Halbjahr neun Prozent mehr Umsatz.

Kazatomprom-Aktie fällt wegen Verzögerungen bei Uranprojekt
Moderne Uran-Minenanlage in einer weiten Wüstenlandschaft bei Sonnenuntergang Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Kazatomprom hat am Freitag einen Rückschlag hinnehmen müssen und schloss mit einem Minus von 4,0 Prozent bei 57,20 Euro. Marktteilnehmer reagierten zunehmend besorgt auf operative Hürden bei der Uranförderung sowie Verzögerungen bei zentralen Infrastrukturprojekten des Unternehmens.

Im Zentrum der Verunsicherung stehen insbesondere Engpässe bei der Versorgung mit Schwefelsäure am Standort Taikonur sowie der verschobene Zeitplan für eine wichtige Fabrik zur Säureproduktion.

Zeitplan für Schwefelsäure-Projekt verschiebt sich

Schwefelsäure spielt bei der Urangewinnung über das sogenannte In-situ-Recovery-Verfahren eine entscheidende Rolle. Am Standort Taikonur begrenzen Engpässe bei diesem Einsatzstoff die Förderaktivitäten. Zusätzlichen Dämpfer brachte die Meldung, dass die Inbetriebnahme der firmeneigenen Schwefelsäureanlage TQZ spürbar nach hinten rückt.

Medienberichten zufolge verschiebt sich der Starttermin vom ersten Quartal 2027 auf den Zeitraum zwischen dem dritten Quartal 2027 und dem ersten Quartal 2028. Diese Verzögerung um sechs bis zwölf Monate sorgt am Markt für Skepsis bezüglich der künftigen Produktionskapazitäten.

Kazatomprom selbst rechnet zum jetzigen Zeitpunkt nach eigenen Angaben zwar nicht mit wesentlichen operativen Beeinträchtigungen des laufenden Uranabbaus. Das Unternehmen plant jedoch, die Auswirkungen des verzögerten Anlagenbaus in die Prognose für das Förderjahr 2027 einfließen zu lassen.

Für das laufende Jahr 2026 hielt der Konzern trotz der Engpässe in Taikonur zuletzt an seiner avisierten Produktionsspanne von 27.500 bis 29.000 Tonnen Uran auf 100-Prozent-Basis fest.

Solide Finanzlage und stabile Nachfrage

Abseits der operativen Reibungsverluste präsentierte sich das finanzielle Fundament des Konzerns zuletzt stabil. Im ersten Halbjahr 2026 kletterte der konsolidierte Umsatz um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 718 Milliarden Tenge.

Auftrieb gaben dabei vor allem das feste Preisniveau an den internationalen Uranmärkten und stabile langfristige Rahmenbedingungen. Der langfristige Uranpreis notierte zuletzt bei einem Nominalrekord von 96 US-Dollar je Pfund, während die Notierung am Spotmarkt bei rund 90 US-Dollar verharrte.

Auch von Ratingagenturen erhielt der Konzern zuletzt Zuspruch. Moody’s bestätigte das langfristige Emittentenrating mit der Note Baa1 bei stabilem Ausblick und hob die grundlegende Bonitätseinschätzung von baa3 auf baa2 an. Mit dem jüngsten Kursrücksetzer liegt der Titel nun 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 66,00 Euro, während die weitere Entwicklung der Förderinfrastruktur im Fokus der Anleger bleiben dürfte.

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de | US63253R2013 | NAC | boerse | 70130557 |