Myriad, Uranium

Myriad Uranium Aktie: Ablationstests bündeln Uran früh

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 18:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Erste Versuche auf Copper Mountain konzentrieren bis zu 90,6 Prozent des Urans im Feinkonzentrat; weitere Tests stehen noch aus.

Myriad Uranium: Ablationstests bündeln Uran in kleinerer Materialmenge
Abstrakte Darstellung einer modernen Industrieanlage für mineralische Rohstoffe bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Erfreuliche metallurgische Testergebnisse geben Myriad Uranium neuen Auftrieb: Am heutigen Handelstag steigt die Aktie um 8,1 Prozent auf 0,2660 Euro. Anlass für das gesteigerte Interesse sind erste Untersuchungen zur Erzaufbereitung auf dem Projekt Copper Mountain. Diese deuten darauf hin, dass sich das enthaltene Uran bereits in einer frühen Verarbeitungsphase signifikant anreichern lässt.

Für angehende Rohstoffentwickler ist die Aufbereitung des geförderten Materials ein maßgeblicher Kostenfaktor. Verfahren, die taubes Gestein frühzeitig vom uranhaltigen Material trennen, verringern das zu transportierende und chemisch zu behandelnde Volumen. Dies kann den späteren technischen Aufwand im Betrieb spürbar senken.

Deutliche Massenreduktion bei Ablationstests

Wie das Unternehmen am 22. September mitteilte, lieferten erste Tests zur Hochdruck-Slurry-Ablation durch DISA Uranium vielversprechende Quoten. Im ersten Testdurchlauf wurden 83,9 Prozent des Urans in 29,3 Prozent der Probenmasse konzentriert. Damit ließ sich der Hauptteil des Wertstoffs in einer vergleichsweise kleinen Materialfraktion bündeln.

Nach Unternehmensangaben entspricht dieses Zwischenergebnis einer Verringerung der weiterzuverarbeitenden Masse um etwa 70 Prozent. Über die untersuchten Intervalle hinweg erreichte die Uranausbeute im Feinkonzentrat bis zu 90,6 Prozent. Das Management stufte die Daten ausdrücklich als vorläufig ein und verwies darauf, dass weitere Versuchsreihen sowie eine verfahrenstechnische Hochskalierung zur Optimierung notwendig sind.

Radiometrische Messungen am Gem-Vorkommen

Die metallurgischen Erkenntnisse ergänzen die vorangegangenen Explorationsarbeiten auf dem Areal. Bereits am 10. September hatte Myriad Uranium über radiometrische Gamma-Sonden-Messungen aus der zweiten Bohrphase am Vorkommen Gem berichtet. Bei den drei Bohrlöchern mit einer Gesamtlänge von 507 Metern wiesen 21 Abschnitte Gehalte von über 100 ppm eU?O? auf.

Der längste gemessene Abschnitt erstreckte sich über 34,90 Meter mit einem Durchschnittsgehalt von 210 ppm eU?O?. Der Höchstwert des Messprogramms lag bei 1.368 ppm eU?O?. Myriad Uranium betonte, dass diese Werte rein radiometrische Schätzungen darstellen und keine chemischen Analysen sind. Eine Überprüfung durch verifizierte Laborergebnisse steht noch aus.

Einordnung der Projektentwicklung

Die jüngsten operativen Daten folgen auf wichtige Weichenstellungen im Unternehmen. Vor gut drei Wochen schloss Myriad Uranium eine strategische Übernahme ab. Mit den nun vorgelegten Testergebnissen zur physikalischen Trennung rücken wieder die metallurgischen Eigenschaften der Liegenschaft in den Vordergrund.

Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Wertzuwachs von 27 Prozent. Ob das Ablationsverfahren auch in größerem Maßstab die erhoffte Effizienzsteigerung erbringt, müssen die kommenden Testreihen und die ausstehenden Laboranalysen zeigen.

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